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15.11.2019

Hier soll in Donauwörth eine Veranstaltungshalle gebaut werden

Im Zusamweg in Donauwörth könnte die neue Stadthalle entstehen
Foto: Barbara Würmseher

Plus In Donauwörth einigt man sich im Rathaus auf eine von sechs Möglichkeiten. Was für das Gelände am Zusamweg spricht. 

Dass Donauwörth eine neue Veranstaltungshalle bekommen sollte – ganz unabhängig vom Tanzhaus –, das ist seit Kurzem klar. Der grundsätzliche Beschluss hierzu wurde vor einigen Wochen bereits gefasst. Wo aber jene Multifunktionshalle irgendwann einmal stehen soll, darüber gab es viele Spekulationen.

Der städtische Hauptausschuss stimmte am Donnerstagabend darüber ab, welches Gelände für die Planungen genauer untersucht werden sollte. Sechs Möglichkeiten hatte die Verwaltung in den vergangenen Wochen herausgearbeitet.

Entscheidung nach dem Ausschlussverfahren

Marco Schwartz vom Stadtbauamt stellte sie den Ausschussmitgliedern mitsamt den Lageplänen vor. Oberbürgermeister Armin Neudert (CSU) stellte gleich zu Beginn der Präsentation klar, dass die ein oder andere Option „vermutlich schnell ausscheiden“ werde. Die von der Verwaltung anvisierten Areale, die nicht alle der Stadt gehören, sind:

  • Das Gelände am Zusamweg;
  • Schwabenhallenparkplatz nahe des Airbuswerks;
  • Industriestraße, ebenfalls in der Nähe des Airbuswerks;
  • Baywa-Gelände an der Dillinger Straße (kürzlich wurden dort die alten Lagergebäude abgerissen);
  • Flächen am Berger Kreuz (an den Auf- und Abfahrten zur Bundesstraße Richtung Harburg beziehungsweise Augsburg);
  • Fläche bei der geplanten neuen Sporthalle im künftigen Alfred-Delp-Quartier/ ehemalige Kaserne in der Parkstadt;

Neudert betonte, dass bei den Flächen, die derzeit nicht in städtischer Hand sind, freilich noch „die Eigentumsverhältnisse geklärt werden müssen“. Sodann gelte es, „eine Matrix“ zu erstellen – will heißen: Es muss geschaut werden, was überhaupt sowohl organisatorisch, planerisch, finanziell und zeitlich realisierbar wäre. Die Fraktionen könnten, so schlug es Schwartz vom Bauamt vor, sich gerne bis 10. Dezember mit weiteren Vorschlägen einbringen. Solange wollten die im Ausschuss vertretenen Stadträte allerdings nicht warten. Thomas Krepkowski (Grüne) forderte zusammen mit anderen Gremiumsmitgliedern, dass man bei den genannten Optionen bleiben und einzeln über sie abstimmen sollte. Und zwar gleich. Dies fand sowohl bei OB Neudert als auch bei den Ratsleuten breite Zustimmung.

Das Baywa-Grundstück scheidet aufgrund der Form aus

Sodann schied gleich das lang gezogene Baywa-Gelände aus. Es habe, wie Neudert zusammenfasste, kaum Tiefe – und es befindet sich nicht im Besitz der Stadt. Dem Vernehmen nach dürfte sich der Kauf, den die Stadt seit Längerem anstrebt, als kompliziert erweisen.

Überraschend deutlich – gegen zwei Stimmen der FW/ PWG – schied auch das zunächst von Michael Bosse (FW/ PWG) favorisierte Gelände der ehemaligen Schwabenhalle aus. Josef Reichensberger (AL/ JB) hatte zuvor darauf gepocht, dass in diesem Bereich eine Veranstaltungshalle aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung nicht machbar wäre. Man müsste mit juristischen Auseinandersetzungen rechnen.

Industriestraße würde Entwicklung von Airbus behindern

Auch bei der Industriestraße senkten die Abstimmenden mehrheitlich den Daumen. Vielleicht hatte der Einwand von Barbara Kandler (CSU) überzeugt, man könnte hier die Entwicklung des Airbus-Werkes beeinträchtigen. Zudem solle dort womöglich ein Parkdeck gebaut werden.

Auch das Berger Kreuz fand keine Mehrheit. Zu unklar die Eigentumsverhältnisse dort, zu sehr am rand der Stadt läge der Standort für eine Multifunktionshalle. Ebenso fiel das Alfred-Delp-Quartier durch. Dort sei zwar eine Sporthalle geplant, jedoch sei eine große Multifunktionshalle fehl am Platze – auch hier handelt es sich bald eher um ein klassisches Siedlungsgebiet.

Die Konsequenz nach dem Ausschlussprinzip, wie Brigitte Kundinger-Schmidt (SPD/ BfD) schnell resümierte: das alte Gewerbegelände am Zusamweg. „Da lässt sich Einiges entwicklen“, zeigte sich OB Neudert abschließend hörbar erleichtert. Somit steht fest: In den folgenden Wochen und Monaten wird analysiert und debattiert, was dort unweit der Donaubrücke entstehen könnte. Apropos Brücke: Nun dürfte auch der Steg vom Zusamweg über die Donau hin zum Airbus-/ Schwabenhallenparkplatz wieder in der Diskussion sein.

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Bau der Multifunktionshalle ist beschlossen

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