03.04.2019

Hier steppt die Elfe

Drei der Mitglieder von Outside Track im Thaddäus.
Bild: Daniela Graf

Frischer Folk und geballte Energie: The Outside Track

Sie brachten Irland direkt auf die Kaisheimer Bühne. Grüne Hügel, alte Burgen, Chips mit Essig, Guinness, die herzlichen und offenen Menschen Irlands, gepaart mit trockenem Humor und einer einzigartigen Liebe zur Musik. The Outside Track sind beeindruckend, überschäumend, eigenwillig und einmalig. Kennengelernt haben sich die fünf in Limerick, während des Musikstudiums an der dortigen Universität. Die Mitglieder kommen aus Schottland, Irland und Kanada. Mairi Rankin an der Geige, Ailie Robertson an der Harfe, Fiona Black am Akkordeon und Teresa Horgan singt und spielt Flöte. Komplettiert wird das Quintett durch den virtuosen Gitarristen Eric McDonald.

Mit dem Song „Set You Free“ stimmten sie das Publikum ein auf eine Reise durch Irland. Teresa Horgans bezaubernde Stimme fügte sich in ein Miteinander aus farbenfrohen, keltischen Klängen, und sie bewies im nächsten Stück eine Glanzleistung an der Flöte. Untermalt wurde die ausgefeilte, rhythmische Harmonik von Anekdoten der Künstlerinnen. Ailie Robertsons Ehemann stammt aus Bayern. Als sie ihm erzählte, dass sie Knödel mit Schnitzel zu Mittag hatte, war er „very jealous“. „The Banks of Sweet Dundee“ habe eigentlich 80 Strophen, lachte die Sängerin, aber sie hätten sich entschlossen, heute nur 50 zu spielen. Die Zuhörer quittierten das Stück, welches von einer jungen Frau handelt, die verheiratet werden sollte und sich dem durch zwei Morde widersetzen kann, mit großem Beifall.

Mairi Rankin kommt aus Cape Breton, einer kanadischen Insel. Ihre Familie ist für artistischen Tanz und Musikdarbietungen bekannt. Falls die anwesenden Gäste einmal nach Kanada reisen möchten, könnten sie gerne bei ihrer Mutter übernachten, erzählte die Geigerin, die später auch zu den irischen Klängen zeigte, wie so ein kanadischer Stepptanz aussieht – mit Bravour. „She can do that all night long“, lachten die Musiker.

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Beim Song „Mountain Road“ zeigte auch das Publikum stimmgewaltige Tontreue. In der Pause gab es den traditionellen Zwiebelkuchen, der schon vorab von Jürgen Panitz, Leiter der Kleinkunstbühne, angekündigt worden war. Im Anschluss dankten die Musiker für „the best meal and beer“ und präsentierten weitere Songs ihres neuen Albums „Rise Up“. Die Zuhörer waren begeistert, klatschten, sangen und stampften im Takt der Musik. Ein kurzweiliger Abend, der mit Balladen und virtuosen Soli gekrönt wurde.

Mehr zu Band und Tour gibt es unter: www.theoutsidetrack.com/live

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