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Landkreis 

11.04.2019

Hochschule: Geld für in Donauwörth und Nördlingen

Bald eine Außenstelle der Uni Augsburg? Das Klostergebäude von Heilig Kreuz in Donauwörth. 
Bild: Helmut Bissinger

Der Freistaat fördert die Außenstellen der Hochschule Augsburg im Landkreis mit einer halben Million. In Donauwörth sollen Studenten sich mit „Big Data“ beschäftigen. 

In den Räumen des ehemaligen Klosters Heilig Kreuz in Donauwörth sowie im TCW in Nördlingen sollen neue Einrichtungen der Hochschule Augsburg entstehen. Dort soll im Bereich der Robotik und der Digitalisierung zusammen mit namhaften Firmen aus der Region geforscht werden. „Es geht hier um wichtige Innovationen in Unternehmen, aber auch darum, Studenten als zukünftige Fachkräfte für unsere Firmen zu gewinnen“, sagt Landrat Stefan Rößle. Angesichts der sich verschärfenden Situation am Fachkräftemarkt und in der sich veränderten Arbeitswelt ist es ihm ein äußerstes wichtiges Anliegen, in der Region Hochschuleinrichtungen zu bieten.

Gespräche mit dem Ministerpräsidenten

Hierzu führte er in den zurückliegenden Monaten wichtige Gespräche mit Vertretern der Hochschule, aber auch auf politischer Ebene. So wurde das Anliegen auch dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und dem bayerischen Wissenschaftsminister Bernd Sibler vorgetragen. Eng eingebunden in das Projekt ist Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler, der sich in den letzten Wochen und Monaten im Bayerischen Landtag für die beiden Hochschuleinrichtungen in Donauwörth und Nördlingen stark gemacht hatte. Dies war auch dringend notwendig geworden, denn im Entwurf des Haushaltes waren die Projekte nicht mehr enthalten.

Nach vielen Gesprächen und Verhandlungen konnte nun aber erreicht werden, dass der Bayerische Landtag für beide Einrichtungen im Haushaltsjahr 2019 insgesamt 500000 Euro zur Verfügung stellt. Bei Technologiezentren kommt der Freistaat Bayern für die notwendigen Personal- und Ausstattungskosten auf. Die Gebäude müssen für fünf Jahre von kommunaler Seite aus zur Verfügung gestellt werden. Hierfür gab es bereits grünes Licht vom Kreistag sowie von den Städten Donauwörth und Nördlingen. Die Hochschule Augsburg wird nun in Zusammenarbeit mit den regionalen Akteuren das vorliegende Konzept verfeinern und weiter ausbauen.

Hochschule: Geld für in Donauwörth und Nördlingen

In Nördlingen funktioniert die Zusammenarbeit mit Unternehmen

Bereits seit 2011 leistet das Technologietransferzentrum (TTZ) der Hochschule Augsburg, das am Hochschulzentrum Donau-Ries in Nördlingen angesiedelt ist, als zentraler Ansprechpartner in der Region Donau-Ries für Technologietransfer und angewandte Forschung wertvolle Arbeit. In den zurückliegenden Jahren konnte mit dem erfolgten Technologie- und Wissenstransfer die regionalen Unternehmen intensiv auf dem Weg hin zur Industrie 4.0 unterstützt werden und somit erheblich zur Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region beigetragen werden, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt.

Inzwischen sei die Verknüpfung des bereits bestehenden TTZ’s in Nördlingen mit der Region sehr hoch. So haben zahlreiche regionale Firmen, Banken und Institutionen mit der Finanzierung von 1,5 Stiftungslehrstühlen dazu beigetragen, diese Einrichtung erst zu ermöglichen. Der nächste konsequente Schritt in der Weiterentwicklung sei nun die Erweiterung in Nördlingen und der Neuaufbau in Donauwörth, eingebunden in ein schwabenweites Konzept. Diese Weiterentwicklung sieht vor, in Nördlingen mit dem Bereich „Integrated Safety Technologies“ das Angebotsportfolio zu erweitern und dadurch die personelle und technische Infrastruktur zu schaffen, um Entwicklungsmethoden für die sichere Anwendung innovativer, digital vernetzter Produktionssysteme gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bereitzustellen.

In Donauwörth sollen Studenten zu Big Data forschen

Ergänzend hierzu soll am Standort Donauwörth ein neues TTZ mit dem Bereich „Data Analytics“ errichtet werden, um intelligente Methoden aus den Bereichen Business Intelligence und (Big) Data Analytics für industrielle Anwendungsszenarien sowie darauf basierte datengetriebene Lösungsansätze, Dienstleistungsangebote und Geschäftsmodelle zu entwickeln. (pm)

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