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Wemding

07.01.2019

Huaderle: Die Faschings-Masken sind wieder entstaubt

Drei Mitglieder der Huaderle sind in diesem Jahr Erstläufer und mussten daher eine kühle „Taufe“ über sich ergehen lassen.
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Drei Mitglieder der Huaderle sind in diesem Jahr Erstläufer und mussten daher eine kühle „Taufe“ über sich ergehen lassen.
Bild: Unflath

In Wemding sind die Aktiven der Huaderle für die nächsten Aufgaben gerüstet. Das Spektakel ist eine Vorbereitung für die heiße Phase der Faschingszeit.

Mit dem seit fünf Jahren üblichen Masken-Entstauben der Huaderle startete die Wemdinger Faschingsgesellschaft Wemdosia am Samstagabend mit dem närrischen Treiben im Jahr 2019. Bei widrigen Bedingungen mit Schneeregen hatten sich dazu die verschiedenen Gruppen und Formationen sowie die amtieren Hoheiten der Wemdosia und einige hart gesottene Zuschauer am Marktplatz eingefunden.

Die Huaderle sowie die weiteren Wemdosia-Aktiven hatten zunächst im Fackelschein und angeführt von den „Mauchgugga Moing“ aus Maihingen vom Schlosshof aus eine kleine Runde durch die Altstadt unternommen, ehe sie sich am Marktplatz aufreihten. Thomas Uhl, der gemeinsam mit Manfred Reichel die einstündige Veranstaltung moderierte, erläuterte die Herkunft des Begriffes Fasching und ging auf die Geschichte des Wemdinger Huaderle ein, das als guter Geist ursprünglich aus den mystischen Sagen der Wallfahrtsstadt entstammt.

Seit dem 11. November 2013 ist das Huaderle durch das Wirken als Maskenträger der Wemdosia auch regelmäßig in der Altstadt zu finden. Gemeinsam richteten mehrere der aktiven Huaderle den Narrenbaum auf, der entsprechend befestigt nun bis zum Abend des Faschingsdienstags am Marktplatz stehen wird. Das Berühren dieses Fastnachtssymbol bedeutet ein langes und fröhliches Leben.

Drei Erstläufer der Huaderle werden mit Wasser getauft

Drei Erstläufer in der neuen Faschingssaison wurden den Regeln nach mit Wasser getauft und durch den Schlachtruf „Hua Hua Huaderle“ aufgenommen. Etwas mehr musste Bettina Braun über sich ergehen lassen: Um zur Oberzunftmeisterin ernannt zu werden, wurde sie von anderen Huaderle kopfüber in den Marienbrunnen getaucht. Dann war es so weit: Auf einem Handkarren wurden die Huaderle-Masken vorgefahren, die dreckige Decke darüber kurzerhand entstaubt und entfernt, sodass die inzwischen über 40 Aktiven der Häsgruppe ihre jeweilige Maske erhielten und sich zu einem imposanten Gruppenbild vor dem Brunnen versammeln konnten.

Ein „guter und beliebter Brauch“ in Wemding

Bürgermeister Dr. Martin Drexler sprach in seinem Grußwort mit Blick auf das Masken-Entstauben von einem inzwischen „guten und beliebten Brauch“. Er dankte Präsidentin Sandra Eireiner für das aktive Vereinsleben der Faschingsgesellschaft Wemdosia. Zudem würdigte Drexler das Mitwirken von Stadtpfarrer Wolfgang Gebert. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Geistlicher sich am närrischen Treiben beteilige.

Gebert segnete die Gruppen der Wemdosia wie auch die anwesenden Zuschauer und verwies bereits auf den 27. Januar, wenn er in der Stadtpfarrkirche wieder eine Narrenmesse zelebrieren wird. Nach dem offiziellen Teil zogen die Maskenträger der Huaderle auch durch die Wemdinger Gaststätten und stellten sich dort für die kommende heiße Phase der Faschingszeit vor.

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