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Jubiläum

11.12.2018

Im Namen Gottes von Indien nach Mertingen

Er wollte keine große Feier außerhalb des Gottesdienstes: Mertingens Pfarrer Alexander Thuruthikkatt.
Bild: Förg

Auf den Tag seit 40 Jahren ist Alexander Thuruthikkatt Priester. Das wurde gefeiert

Am 2. Dezember 1978 wurde Pater Alexander Thuruthikkatt in seiner Heimat Indien im Bundesland Kerala zum Priester geweiht – auf den Tag genau 40 Jahre später wurde dieses Jubiläum in der Pfarrei Mertingen mit einem Festgottesdienst gefeiert.

Viele Gläubige waren gekommen und zeigten dem Jubilar ihre Wertschätzung für sein langjähriges Wirken. Der Kirchenchor gestaltete den Dankgottesdienst musikalisch. In den Ansprachen wurde immer wieder deutlich: Pater Alexander sieht seine Berufung als Auftrag von Gott zum Wohle der Menschen. Die Zeilen seines Primiz-Spruches „Was hast du, das du nicht empfangen hättest (1. Korinther, 4,7)“ trage der Geistliche stets im Herzen, Bescheidenheit zeichne ihn aus. So wurde seitens der Pfarrei auch seinem Wunsch entsprochen, keine große Feier außerhalb des Gottesdienstes abzuhalten.

„40 Jahre Priester – das sind vier Jahrzehnte im Dienst an Gott und Menschen“, hob der Seelsorger in der Predigt hervor. „Es ist selbstverständlich, dass wir in dieser Stunde und am heutigen Tag nicht einen Menschen, also die Person und Persönlichkeit des Jubilars, feiern, sondern, dass wir auf den schauen, der ihm diese Gnade geschenkt hat.“

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Gott stehe in Jesus Christus im Mittelpunkt dieser Feier. „Durch die Priesterweihe nimmt Gott einen Menschen ganz in Anspruch und gibt ihm eine neue Identität, damit er ihm und den Menschen ungeteilt zur Verfügung steht und ihnen dienen kann.“ Tief im Glauben verwurzelt, entschied sich Pater Alexander schon als Jugendlicher für diesen Weg. Mit 15 Jahren verließ er die Eltern und seine fünf Geschwister, um in ein Kloster der Vinzentiner einzutreten. Er besuchte in seinem Heimatland das Priesterseminar und studierte drei Jahre Philosophie sowie vier Jahre Theologie, des Weiteren auch Wirtschaft und Geschichte – und er unterrichtete an der ordenseigenen Schule. Pater Alexander leitete ferner in seiner Heimat verschiedene Volksmissionen und Exerzitien. Er war als Generalsekretär seines Ordens eingesetzt, bevor er 1978 nach Europa, nach Innsbruck, kam. Nur mit Englischkenntnissen promovierte der Jubilar im Jahr 1992 in Dogmatik. Seine erste Station in Deutschland war die Pfarrei St. Johannes Baptist in Adelsried.

Hier wirkte er bis 2002. Anschließend führte ihn die Berufung an die Donau, um in der Pfarreiengemeinschaft Mertingen, Druisheim und Heißesheim den Seelsorgedienst zu erfüllen. Ein Jahr nach seinem Dienstantritt konnte damals das 25. Priesterjubiläum gemeinsam gefeiert werden.

Nun stand – 15 Jahre später – das 40. Weihejubiläum im Blick. Zu den Gratulanten gehörte neben dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Jürgen Förg auch Bürgermeister Albert Lohner, der im Namen der politischen Gemeinde für die stets gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarrgemeinde dankte. Auch die Ministranten reihten sich ein und überreichten „ihrem“ Pfarrer ein Fotoalbum. Bei einem kleinen Umtrunk mit Imbiss im Pfarrheim hatten dann alle Gläubigen die Möglichkeit, dem Jubilar persönlich zu gratulieren. (dz)

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