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Seilbahn auf den Donauwörther Schellenberg: Es gibt wichtigeres

Kommentar Von Thomas Hilgendorf
12.07.2021

Warum eine "Seilbahn auf den Schellenberg" für die Stadt Donauwörth derzeit wohl eine Nummer zu groß ist.

Groß denken ist sicher nicht immer falsch – generell ist ja wirklich was dran, sich nicht im Kleinklein der Kommunalpolitik zu verlieren und sich übergeordnete Ziele zu setzen. Dennoch müssen diese erreichbar bleiben, sonst ist am Schluss der Frust vorprogrammiert. So könnte es sich auch in Sachen „Seilbahn auf den Schellenberg“ verhalten. Der Gedanke ist nicht absurd; städtische Seilbahnsysteme gibt es nicht nur in Metropolen wie Barcelona.

Und dennoch erscheint diese Option zur besseren Anbindung der Parkstadt an die Innenstadt nicht als die realistischste. Freilich kann man dieser Wege-Variante nachgehen, aber sie sollte nicht oben auf der Prioritätenliste stehen. Denn machbarer erscheint allemal die Sanierung und der beherzte Ausbau des Vorhandenen, damit zeitnah eine Verbesserung für die Parkstadt eintritt. Donauwörth verfügt zudem über begrenzte finanzielle Ressourcen und hat eine ganze Menge an größeren Projekten zu schultern in den nächsten Jahren – Stichworte: Tanzhaus, Veranstaltungshalle, Freibad, Bahnhofs-Durchstich und, und, und ...

Daneben müssen nun auch die laufenden Kosten des ganz normalen Alltags gedeckt werden. Allzu große Sprünge werden für darüber hinausgehende Projekte nur schwer zu finanzieren sein, will man sich nicht bis über beide Ohren verschulden. Ein schmaler Grat ist das Wandeln zwischen Investieren und Sparen. Das richtige Verhältnis auszutarieren ist immer ein Kunststück; man sollte es jedoch nicht aus den Augen verlieren.

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