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02.06.2012

Kultur war seine Leidenschaft

Walter Barsig

Walter Barsig ist kurz nach seinem Geburtstag gestorben

Huisheim Vor elf Tagen hat er noch seinen 80. Geburtstag gefeiert: Walter Barsig ist am Donnerstagabend im Alter von 80 Jahren in seiner Heimatgemeinde Huisheim, die bis zuletzt der Mittelpunkt von Barsigs Leben war, gestorben. Dort wurde er auch 1972 in den Gemeinderat gewählt, dem er dreißig Jahre lang angehörte. Von 1978 bis 1996 war er Mitglied des Kreistages und gestaltete die CSU-Politik im Kreis und im Ortsverband mit. Dem Lions-Club Donauwörth diente er als Präsident (1984/85).Mit sein größter Verdienst war die von Staatsminister Anton Jaumann initiierte Gründung des Vereins Rieser Kulturtage im Jahre 1975. Bis 1989 lenkte er die Geschicke des Verein, der ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannte.

Gewaltiges Arbeitspensum war zu bewältigen

Noch ohne den Einsatz von Elektronik bewältigte er für den Verein Rieser Kulturtage ein gewaltiges Arbeitspensum, begründete den Rieser Kulturpreis, der ihm 1989 selbst zuerkannt wurde und rief den Verlag des Vereins Rieser Kulturtage ins Leben.

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Seine besondere Leidenschaft gehörte dem Buch. Das Landkreisbuch, Heimatbücher für Huisheim und Gosheim, die Bücher der vom Landkreis Donau-Ries herausgegebenen „Blauen Reihe“, Kunstbände, die „Dorfgeschichten“ und weitere Publikationen zeugen von Heimatliebe, Fleiß und einer schier unerschöpflichen Kreativität.

Anerkennungen und Ehrungen für Walter Barsig blieben nicht aus. 1985 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. 1993 wurde ihm von Staatsminister Zehetmair als „kulturellem Promotor des Rieses“ die Medaille „Pro Meritis“ zuerkannt. Von Bischof Josef Stimpfle wurde er in das Kuratorium „Kirche und Kultur“ berufen. Der 17-jährige Walter Barsig hatte 1949 als Bauernknecht den Berufsschulunterricht in Huisheim besucht. Andere politische Ereignisse waren für ihn markanter als die Gründung der Bundesrepublik: „Währungsreform und Einteilung Deutschlands ins sowjetische, englische, französische und amerikanische Zonen hatten sich mir viel mehr eingeprägt“, hat Barsig einmal gesagt.

Früh bekam er auf dem Urfahrhof das Wirtschaftswunder mit. Dann erlebte er die wilden 60er Jahre. Doch der Geist dieser Jahre sei notwendig gewesen, fand der spätere Schulrat, Schulamtsdirektor und Gründungsvorsitzende der Rieser Kulturtage. (bih/dz)

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