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Holzheim/Bochum

14.10.2017

Mit Kobold Uggl weiter auf Erfolgskurs

Der Kobold ist im Netz der bösen Spinne hängen geblieben. Wie er sich daraus befreit, zeigt das Stück „Uggl in Gefahr“, mit dem die Holzheimer Uggl-Bühne jetzt in Bochum den Fritz-Wortelmann-Preis für Figurentheater und Puppenspielkunst gewonnen hat.
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Der Kobold ist im Netz der bösen Spinne hängen geblieben. Wie er sich daraus befreit, zeigt das Stück „Uggl in Gefahr“, mit dem die Holzheimer Uggl-Bühne jetzt in Bochum den Fritz-Wortelmann-Preis für Figurentheater und Puppenspielkunst gewonnen hat.
Bild: Forster

Die Uggl-Bühne aus Holzheim hat schon wiederholt Preise gewonnen. Jetzt gelingt den drei Macherinnen in Bochum ein weiterer Triumph

Die Macherinnen der Holzheimer Uggl-Bühne sind 550 Kilometer weit Richtung Norden gefahren – mit viel Lampenfieber im Gepäck und wenig Hoffnung auf den Sieg. Nach Hause gekommen allerdings sind sie im puren Freudentaumel, voller Euphorie und um 4000 Euro reicher. Denn was man in der Heimat schon 2010 und 2016 erkannt hat, gelangte nun auch im fernen Bochum zur Überzeugung einer Wettbewerbs-Jury: Die Uggl-Bühne ist spitze! Mit wunderbaren Stücken aus eigener Feder, handgefertigten Marionetten und Kostümen, selbst gemalten Kulissen und selbst komponierter Musik lässt sie ihr junges Publikum in eine traumhafte Fantasiewelt eintauchen. Ihren älteren Zuschauern vermag sie gar ein Stück Kindheit zurückzugeben. Nach dem Donau-Rieser-Heimatpreis 2010 und dem Rainer Lachnerpreis 2016 wurde das Damentrio Sabine Forster, Christine Forster und Cornelia Wünsch jetzt in Bochum mit dem Fritz-Wortelmann-Preis für Figurentheater und Puppenspielkunst ausgezeichnet.

„Obwohl wir natürlich ziemlich aufgeregt waren, haben wir völlig fehlerfrei gespielt“, erzählt Sabine Forster glücklich. Keine Fäden haben sich verheddert oder sind gerissen, alle Figuren sind ganz geblieben, Licht und Ton funktionierten reibungslos, ja die gesamte Technik lief wie am Schnürchen. „Das war nicht immer so“, verrät Sabine Forster, „früher einmal hat unsere Ameise mitten im Spiel ihren Kopf verloren. Seitdem haben wir immer eine einsatzfähige Heißklebepistole parat.“ In Bochum also kam sie nicht zum Einsatz. Dort erlebte der Kobold Uggl absolut planmäßig seine Abenteuer mit der Ameise Rolln Bolln und der Spinne Spinnerinde. Und das tat er auf so faszinierende Weise, dass die Jury am Ende von den Holzheimerinnen und ihrer Inszenierung „Uggl in Gefahr“ hingerissen war und sie als Sieger in der Sparte „Erwachsene Amateure“ auszeichnete.

Humorvoll und erfrischend

„Die Geschichte ist ein Plädoyer für Toleranz, Einfühlungsvermögen und Verständnis“, lautet die Begründung. „Das selbst entwickelte Stück für Kinder ab drei Jahren transportiert seinen Inhalt ohne erhobenen Zeigefinger und Überfrachtung altersgerecht.“ Zudem wird es als temporeich, humorvoll, erfrischend und authentisch mit stimmlichen, musikalischen, rhythmischen und dramaturgischen Qualitäten gelobt.

„Wir haben uns wirklich keine Chance ausgerechnet, nicht annähernd“, versichert Sabine Forster im Gespräch mit unserer Zeitung. Immerhin hat es insgesamt 45 Bewerbungen gegeben, 22 Produktionen aus ganz Deutschland wurden eingeladen und bei den „Erwachsenen Amateuren“ gingen neun Gruppen ins Rennen. „Professioneller Nachwuchs“ und „Schultheater“ hießen die weiteren Sparten.

„Wir haben natürlich alle anderen Stücke unserer Sparte auch angeschaut und es war interessant, die Konkurrenz zu erleben“, schildert Sabine Forster. „Da waren ein paar richtig Gute dabei!“ Drei Tage lang hat das Figurentheater-Festival in Bochum gedauert, dann verkündete die Jury die Teilnehmer aus Bayern als den Sieger. Das war auch deshalb bemerkenswert, weil die Holzheimerinnen ja auch im Ruhrgebiet – so wie immer – bayerisch gesprochen haben. „Man hat uns versichert, die Texte seien verstanden worden“, sagt Sabine Forster schmunzelnd.

Es gibt eine bayerische Floskel, welche die Zuhörer dort oben im hohen Norden besonders charmant gefunden haben. Die Redewendung: „Passt scho!“ Mitunter stehen diese zwei Worte in Bayern ja für allerhöchstes Lob. Um die Uggl-Bühne zu bewerten, muss man sich allerdings sicher etwas Treffenderes einfallen lassen ...

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