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Oberndorf

14.02.2018

Mit dem Umzugsende starten die Randale

Im Rahmen des Faschingsumzugs in Oberndorf  hat die Polizeiinspektion Rain jede Menge zu tun gehabt.
Bild: Bissinger (Symbolbild)

Nach dem Lechexpress in Oberndorf gibt es zahlreiche Vorfälle. Zumeist ist viel Alkohol im Spiel. Die Polizei findet die Entwicklung „bedenklich“.

Im Rahmen des Faschingsumzugs in Oberndorf am Dienstag hat die Polizeiinspektion Rain jede Menge zu tun gehabt. Dabei standen die Stunden nach dem „Lechexpress“, den den Beamten zufolge rund 5000 Zuschauer am Straßenrand verfolgt hatten, im Fokus. Der Umzug selbst sei ohne Zwischenfälle verlaufen. Wie auch schon in Genderkingen wurde dann die Abendveranstaltung beim früheren Gasthof „Zur Krone“ in Oberndorf zum Schauplatz vieler körperlicher Auseinandersetzungen.

Ein 18-Jähriger fing gegen 18 Uhr zu randalieren an: Er schlug gegen Autos, schrie laut herum und pinkelte an eine Mauer. Als ihn ein 24-jähriger Rettungssanitäter ansprach, schupste und bedrohte er diesen. Der Sicherheitsdienst konnte den jungen Mann zu Boden bringen. Nun versuchte der Randalierer aber, seine Kumpels aufzustacheln. Die hinzugerufene Polizei nahm den Mann in Gewahrsam.

Beamter wird verletzt

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Während der Fahrt zur Dienststelle kam es zu massiven Widerstandshandlungen und Angriffen auf die Gesetzeshüter. Ein Beamter erlitt eine nicht unerhebliche Risswunde an der Hand. Bei der Durchsuchung des 18-Jährigen wurde noch eine Farbkopie eines 500-Euro-Scheines aufgefunden. Letztlich wurde der junge Mann in den Arrest nach Augsburg gebracht – ihn wird wohl eine empfindliche Strafe erwarten, heißt es im Polizeibericht. Mit übermäßigem Alkoholgenuss wird er sich nicht herausreden können: Ein Test führte zu einem Ergebnis um die 0,5 Promille.

Bereits um 16.25 Uhr fiel ein 26-jähriger mit einer echten Polizeijacke und -mütze mit Amtsabzeichen auf. Diese Verkleidung brahcte ihm ein Verfahren des Missbrauches von Titeln ein.

Um 21 Uhr geriet ein 17-jähriger an einen gleichaltrigen jungen Mann. Nach Streitigkeiten kam es zu wechselseitigen Faustschlägen. Einer der beiden trug eine blutige Lippe davon. Der andere war verschwunden, konnte aber schnell ermittelt werden.

Zehn Minuten später meldete ein Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens einen 26-jährigen jungen Mann, der gemütlich einen Joint rauchte, dies auch sofort einräumte mit der Bemerkung, dass „2018 ja sowieso jeder kiffen“ würde.

Die nächste wechselseitige Körperverletzung erfolgte dann um 23 Uhr: Ein 16-Jähriger geriet mit einem 20-Jährigen in Streit. Der Ältere zog eine Platzwunde über der Nase davon, der Jüngere Schürfwunden an der Hand.

Im Laufe der Nacht wurde noch bekannt, dass ein Unbekannter eine fünf mal fünf Zentimeter große Delle in einen geparkten Rettungswagen schlug, der Schaden beträgt rund 500 Euro.

Vermutlich ebenfalls gegen 23 Uhr verpasste ein 18-Jähriger einem zwei Jahre älteren Kontrahenten eine Kopfnuss und schlug dann noch weiter auf ihn ein. Ein abgebrochener Schneidezahn war die Folge.

Damit war noch nicht Ruhe, so die Beamten. Gegen 23.30 Uhr verpasste ein bereits an diesem Abend aufgefallener 17 Jahre alter Mann einem 18-jährigen einen Kopfstoß ins Gesicht. Die Beteiligten hatten hier dann um die 2,0 Promille Alkohol im Blut. Ebenso gingen noch Anzeigen von der Abendveranstaltung aus Genderkingen ein.

Die Abarbeitung der Zwischenfälle während der Faschingssaison werde die Polizei in Rain noch einige Zeit beschäftigen. „Es stimmt nachdenklich. Die Faschingsvereine halten ihre Bunte Abende und Gardetreffen. Hier läuft alles friedlich ab, Fasching wie er sein soll“, heißt es von den Gesetzeshütern. Aber nach den Umzügen kommen die Randale.

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