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Harburg

03.11.2019

Modellbörse: Leidenschaft für eine Miniaturwelt

In eine Miniaturwelt eintauchen konnten die Besucher der „10. Rieser Modellbörse“, die am Wochenende in Harburg stattfand. Die Teilnehmer kamen bis aus den Niederlanden.
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In eine Miniaturwelt eintauchen konnten die Besucher der „10. Rieser Modellbörse“, die am Wochenende in Harburg stattfand. Die Teilnehmer kamen bis aus den Niederlanden.
Bild: Helmut Bissinger

Auf der „Rieser Modellbörse“ steht die Liebe zum Detail im Vordergrund. 30 Bastler und Händler stellen in Harburg ihr Hobby und ihre schönsten Stücke vor.

Es ist wieder „Rieser Modellbaubörse“ in der Wörnitzhalle in Harburg: Ein wenig fühlt man sich an die Kindheit erinnert. Eine riesige Auswahl an Modellen reiht sich bunt gemischt in den Regalen und auf Tischen. Da fallen einem Miniaturautos, kleine Flugzeuge und Schiffe ins Auge. Dazwischen Bastler, Abenteurer und Ästheten. Die Leidenschaft der Modellbauer, ihre Liebe zum Detail und ihre kreativen Ideen machen den Reiz aus.

Max Knoll und seine Söhne sind seit Jahren dabei. Der Modellbau lässt sie nicht mehr los. Der Vater ist wieder mit seiner halb fertigen Modelleisenbahn nach Harburg gekommen. Diesmal hat der fast 70-Jährige aus Huisheim eine Rarität mitgebracht: Einen Spielbulldog, den er im Alter von fünf Jahren als Geschenk bekam. Über Jahrzehnte war der Bulldog von Steiff in einer Schachtel verschwunden, ehe ihn Knoll nun wieder entdeckte.

Militär und Landwirtschaft

Auch seine beiden Söhne sind wieder von der Partie: Der eine mit Miniatur-Militärfahrzeugen, die er bei einem Hersteller gekauft, dann aber mit Kleinteilen aufgerüstet hat. „Eine Sisyphusarbeit“, sagt ein Bewunderer am Stand. Der andere Sohn hat eine landwirtschaftliche Halle mit zahlreichen Fahrzeugen aufgebaut.

Modellbörse: Leidenschaft für eine Miniaturwelt

Überhaupt: Traktoren oder Spezialgerät aus der Landwirtschaft machen einen großen Teil der Ausstellungsstücke aus.

Die gemütliche Atmosphäre in der Wörnitzhalle spricht Aussteller und Besucher an. Rund 30 Aussteller haben nicht nur Bulldogs und Landmaschinen aufgebaut, sondern auch Eisenbahnen, Flugzeuge oder Zinnfiguren. Ein Aussteller hat sogar den Nürnberger Flughafen nachgebaut.

Eine der größten Ausstellungen dieser Art im weiten Umkreis

An Höhepunkten mangelt es nicht. Conny Beck, die zusammen mit ihrem Mann Walter die Veranstaltung zum zehnten Mal auf die Beine gestellt hat, ist zufrieden. „Für Sammler, Interessierte und Kinder, einfach für jeden ist etwas dabei.“ Die „Rieser Modellbörse“, die Conny Beck einst initiiert hat, ist aus den Kinderschuhen gewachsen. Inzwischen ist sie vermutlich zu einer der größten Ausstellungen dieser Art im weiteren Umkreis geworden.

Der gute Ruf der Ausstellung hat sich herumgesprochen: Sogar aus den Niederlanden ist diesmal ein Modellbauer mit seinen Exponaten an die Wörnitz gekommen. Einen kürzeren Weg hat Johnny Schmid aus Aichach: Er ist einer der treuen Besucher, die in jedem Jahr dabei sind. Gleich an zwei Tagen besuchte er die Modellbörse. „Zweimal deshalb, weil man am zweiten Tag oft noch ganz Neues entdeckt“, sagt Schmid.

Einen „Erlkönig“ nachgebaut

Möglicherweise hat er auch den „Erlkönig“ entdeckt, den Sven Puscher aus Solnhofen schon nach wenigen Minuten wieder feinsäuberlich eingepackt hat. Es handelt sich um ein Claas-Traktoren-Vorserienmodell. Er selbst hat den Traktor nachgebaut, der erst in einigen Wochen bei er Agrartechnik im Original vorgestellt wird.

Kinder können in der Halle nicht nur schauen, sondern auch mitmachen: In einem „Road-Runner-Parcours“ lässt sich mit Lkw-Modellen seine Fertigkeit prüfen, während in einer anderen Ecke per Fernsteuerung Humus verladen werden kann. Und nicht selten schnappt sich dann der Papa die Fernbedienung, um dem Sohn zu zeigen, was er drauf hat.

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