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Müllsünder zur Kasse bitten

Kommentar Von Daniel Dollinger
16.11.2018

Wer seinen Dreck auf offener Straße oder im Wald entsorgt, darf nicht nur einen Obolus zahlen.

Der Ärger von Donauwörths Stadtförster Michael Fürst ist absolut verständlich. Hier verstecken sich faule, ignorante Bürger hinter der Anonymität. In einem Moment, in dem sie unbeobachtet sind, werfen sie ihre ausgedienten Matratzen, abgefahrene Autoreifen oder anderen Schrott in die Landschaft. Das mutwillige Verschandeln der Natur mit Unrat geht gar nicht.

Dass das Entsorgen dann an Fürst, dem Donauwörther Bauhof oder den Mitarbeitern des Abfallwirtschaftsverbands Nordschwaben hängen bleibt, ist diesen Unbelehrbaren völlig egal. Dass durch ihr unsinniges Handeln auch noch Zusatzkosten entstehen – geschenkt.

Dabei gibt es im Landkreis genügend Recyclingstationen und unzählige Container für Altglas, Dosen oder Altkleidung. Der AWV bietet den Bürgern auf kurzem Weg und für wenig Geld eine breite Palette an Möglichkeiten, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Was für die meisten selbstverständlich ist, scheint für eine Handvoll Bürger noch zu umständlich. Um diese zum Umdenken zu bewegen, muss der Druck der Gemeinschaft noch größer werden. Jeder sollte dem anderen auf die Finger schauen und gleich zur Rede stellen, wenn Müll unsachgemäß entsorgt wird. Das beginnt, wenn ein Kaugummi auf den Boden gespuckt oder achtlos eine Zigarettenkippe weggeworfen wird.

Die Strafen für unerlaubte Abfallentsorgung, so der juristische Ausdruck, dürften ruhig drastischer sein – so wie in Italien. Dort kostet ein weggeworfener Zigarettenstummel satte 300 Euro. Aber anders scheinen es die Müllsünder auch nicht zu kapieren.

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