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Niederschönenfeld

27.03.2016

Niederschönenfeld muss Kredit aufnehmen

Die Gemeinde Niederschönenfeld muss einen Kredit aufnehmen.
Bild: Becker (Symbolbild)

Großprojekt macht nach zwei schuldenfreien Jahren diese Maßnahme nötig. Welche Investitionen der Haushalt sonst noch bereithält.

Lange wird sich dieses Guthaben nicht mehr auf dem Konto von Niederschönenfeld befinden. Nach zwei Jahren Schuldenfreiheit und Rücklagen von etwa 1,5 Millionen Euro verfügt die Gemeinde momentan noch über ein finanzielles Polster. „Lange wird es aber nicht dauern, dann ist dieses Geld weg“, kommentierte Bürgermeister Peter Mahl den Jahresabschluss 2015.

Wie der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Rain Adalbert Riehl im Haushaltsplan für 2016 aufzeigte, erfordert der Neubau der Kläranlage eine Kreditaufnahme. „Die Investitionen 2016/17 sind eine enorme Herausforderung“, schreibt Riehl in seinem Zahlenwerk. Allein das Abwasserprojekt schlägt mit über zwei Millionen Euro zu Buche.

Das wird aber nicht die einzige Großbaustelle in der Gemeinde bleiben. Der erste Abschnitt des Breitbandausbaus verschlingt 270000 Euro und die Sanierung im Hunzenhofweg kostet etwa den gleichen Betrag. Dazu addieren sich die Umlagen für den Kreis mit knapp einer halben Million Euro und die Verwaltungsgemeinschaft Rain mit 165000 Euro.

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Das Gesamtvolumen des diesjährigen Haushalts in Niederschönenfeld beträgt 5,8 Millionen Euro – drei Millionen mehr als noch im Vorjahr. Für die verschiedenen Projekte will die Gemeinde heuer 3,7 Millionen Euro ausgeben, was eine massive Steigerung im Vergleich zum Jahr 2015 bedeutet (940000 Euro). Um die Investitionen zu finanzieren, plante Riehl ursprünglich einen Kredit von 1,2 Millionen Euro.

Ob es nicht besser sei 1,6 Millionen aufzunehmen, fragte Magnus Kastenhofer: „Wir sollten das aktuelle Zinsniveau nützen.“ Dafür bekam er die Zustimmung des Gremiums. Von dem Guthaben entnimmt die Gemeinde 1,3 Millionen Euro. An Einnahmen erscheinen auf der Habenseite neben einem Staatszuschuss von 100000 Euro für die Gehwege in Feldheim, Straßenausbaubeiträge von 183000 Euro und eine Zuweisung für den Breitbandausbau von 220000 Euro. Was die Gemeinde in den kommenden Jahren noch zusätzlich belasten wird, ist die Sanierung der Wasserleitungen.

Auch der Wasserverlust bedeutet eine finanzielle Belastung

„Die Wasserverluste der vergangenen Jahre kosten uns viel Geld“, erklärte Mahl. Um dieses Problem zu lösen, empfiehlt es sich, jedes Jahr zwei Prozent der Leitungen zu erneuern. Dafür will die Gemeinde künftig regelmäßig etwa 100000 Euro in den Haushalt einplanen. Obwohl Riehl fast alle Rücklagen entnimmt und einen neuen Kredit für nötig hält, „sind die finanziellen Verhältnisse geordnet.“ Wichtig sei es nun, den Kostenrahmen für die Kläranlage einzuhalten, um Freiräume für künftige Planungen zu sichern.

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