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09.07.2010

"Nur was ich schätze, kann ich schützen"

Kaisheim Trotz Aufklärung im Elternhaus, Informationen aus Biologieunterricht und modernen Medien sind viele Kinder nicht richtig aufgeklärt. Das zeigen auch aktuelle Statistiken, in denen das Alter der ungewollten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche immer weiter sinkt. Manchen Eltern mag es vielleicht noch etwas früh erscheinen, aber plötzlich ist mann und frau mit Situationen und Fragen konfrontiert, die einen dann doch als Eltern überrumpeln.

Darum bot der Elternbeirat der Graf-Heinrich-Volksschule in Zusammenarbeit mit der Schule den Mädchen und Jungen der vierten Klasse zum Thema Pubertät je einen Workshop an.

Das MFM-Projekt (Mädchen Frauen Meine Tage) wurde 1999 in der Erzdiözese München-Freising in Kooperation mit der Bayerischen AIDS-Stifung ins Leben gerufen. Das Jungen-Projekt (Agenten auf dem Weg) wurde in Kooperation mit der österreichischen Gesellschaft für Sexualpädagogik & Jugendbildung (ÖGS) entwickelt. Als Referenten konnten Susanne Hirmer aus Donauwörth, Katja Haberl aus Rehling und Bernd Bönsch aus Augsburg gewonnen werden.

Lebendiges Lernen

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Im Sinne von lebendigem Lernen erfuhren die Mädchen im ersten Teil, wie die Gleichung des Lebens (Samenzelle + Eizelle = Baby) Wirklichkeit wird und ein neuer Mensch entsteht. Im zweiten Teil ging es um ihren eigenen Körper und die Veränderungen in der Pubertät. Sie nahmen den Part der Hormone ein, erlebten ihre eigene Zyklusshow und lernten dabei verschiedene Geheimcodes des Körpers und schließlich das kleine Finale, ihre eigene Regelblutung kennen.

Wie ein Mädchen seinen eigenen Körper erlebt und bewertet, hat großen Einfluss auf das Selbstbild und das Selbstwertgefühl. Gerade die Art und Weise, wie junge Mädchen auf die körperlichen Veränderungen während der Pubertät vorbereitet werden, wirkt sich auf das späteres Erleben von Zyklusgeschehen, Sexualität und Frausein aus.

In einem Stationenspiel schlüpften die Jungen als Spezialagenten in die Rolle der Samenzellen und begaben sich auf ihre Reise durch den männlichen und weiblichen Körper. Die Jungen wurden mit ihren körperlichen Veränderungen in der Pubertät vertraut gemacht. Liebevoll und achtsam wurde über das Thema informiert.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Gesundheit, Sexualität und Fruchtbarkeit kann nur dann gelingen, wenn junge Männer Achtung und Wertschätzung dem Körper entgegen bringen - nicht nur dem eigenen, sondern auch dem des anderen Geschlechts. (pm)

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