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Verkehr

17.01.2020

Ortsdurchfahrt durch Oberndorf ist fertig

Die Ortsdurchfahrt Oberndorf ist am Freitagmittag von Vertretern aus Politik, Behörden und den Kirchen wieder offiziell für den Verkehr freigegeben worden.
Foto: Bissinger

Landkreis und Gemeinde waren gemeinsam Bauherren. Warum sich das Wunschprojekt verzögert hat und sich die Geduld dann doch gelohnt hat.

Die Bagger sind abgezogen, die Anlieger können wieder problemlos zu ihren Grundstücken fahren und alle sind sich einig: „Schön ist es geworden.“ So jedenfalls formulierte es Landrat Stefan Rößle, als am Freitag bei einem Festakt die frisch ausgebaute Donauwörther Straße und ein Teilstück der Eggelstetter Straße (DON 38) in Oberndorf offiziell übergeben wurde. Für den Landkreis-Chef ist es wichtig, wie er betonte, dass „in unseren Dörfern eine gute Infrastruktur vorhanden ist“.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Oberndorf, ein Gemeinschaftsprojekt von Landkreis (weil eine Kreisstraße) und Gemeinde, hat von den Beteiligten Geduld abverlangt. Es habe sich aber gelohnt, so Rößle, dass man einen langen Atem gehabt habe. Bei einer ersten Ausschreibung der Maßnahme stockten die Planer, als sie die Angebote öffneten. Angesichts einer Kostensumme von drei Millionen Euro hoben sie die erste Ausschreibung auf. Im zweiten Anlauf habe man dann aber den ursprünglich geschätzten Kostenrahmen erreicht.

Zweite Ausschreibung verzögert das Bauvorhaben

Das Bauvorhaben hat sich durch die zweite Ausschreibung verzögert. „Das ist auch für mich ein besonderes Projekt“, erklärte Rößle. Schließlich sei es in seiner 18-jährigen Tätigkeit als Landrat das erste Projekt des Landkreises, das in seinem Heimatdorf verwirklicht werde. Auf 1093 Meter Länge ist eine neue Fahrbahn entstanden, nachdem zuvor die Versorgungsleitungen erneuert worden waren. Dies sei ohnehin dringend notwendig gewesen, fügte Bürgermeister Hubert Eberle an. Teilweise musste die Gemeinde Grund von den Anliegern kaufen, weil man eine einheitliche Fahrbahnbreite von sechs Metern schaffen wollte. Erneuert wurde aber auch der Gehweg. Er sei, so die einhellige Meinung, durch seine Farbabsetzung und durchgängige Pflasterung zu einem Blickfang geworden.

Für Bürgermeister Eberle ist der Ausbau der Straße eine wichtige Maßnahme. Die Planungen für die Bauarbeiten liefen demnach mit dem Ingenieurbüro Marcus Kammer bereits seit 2017. „Die ersten Gespräche gab es jedoch schon wesentlich früher“, berichtete Eberle.

Rößle: "Grundversorgung auf Jahre gesichert"

Für Landrat Rößle ist damit die „Grundversorgung auf Jahre gesichert“. Als positiv bezeichnete er die „innovative Bauweise“, wie sie von der ausführenden Firma Strabag vorgeschlagen und verwirklicht worden sei: Das Unternehmen bereitete demnach das Altmaterial auf und setzte es, frisch recycelt, wieder ein. „Das hat zu einer Kostenersparnis geführt und war zudem ökologisch wertvoll“, so der Landkreis-Chef, der nicht müde wurde, von einem „ausgesprochen schönen Ergebnis“ zu sprechen.

Die Baukosten splitteten sich die Auftraggeber: Der Landkreis übernahm die Kosten für den Ausbau der Straße, die Kommune jene für die Wasserleitungen und den Abwasserstrang im Untergrund. Die Fahrbahn schlägt in der Bilanz mit 1,32 Millionen Euro zu Buche, der Gehweg mit 830000 Euro. Landkreis und Gemeinde dürfen sich aber über einen Zuschuss von jeweils 50 Prozent freuen, den das Land Bayern gewährt.

Die evangelische Pfarrerin Frederike Töpelmann knüpfte an die Ausführungen von Rößle an, der von einer Straße gesprochen hatte, die zu einer Kommunikationszone geworden sei. Sie segnete gemeinsam mit ihrem katholischen Pfarrer Ivan Novosel das Projekt. Töppelmann ermunterte bei Sonnenschein zu einem Spaziergang entlang der neuen Straße.

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