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Rain

21.12.2020

Rainer Astronom erklärt den "Stern von Bethlehem"

Wenn es zur „Verschmelzung“ von Jupiter und Saturn kommt, könnte der Stern von Bethlehem zu sehen sein – so die Theorie Dumanns.

Plus Am Montag kommen sich Saturn und Jupiter so nahe wie seit 400 Jahren nicht mehr. Der Rainer Astronom Winfried Dumann erklärt, was das mit dem "Stern von Betlehem" zu tun hat.

Astronom Winfried Dumann aus Rain ist aufgeregt. Bald ist es soweit – vielleicht ist es der Stern von Bethlehem, der bald zu sehen ist – wer weiß? Wissenschaftlich verhält es sich mit dem Himmelsphänomen, das ab Montag zu bewundern sein dürfte, so, wie es der Rainer Astronom erklärt.

Himmelsphänomen vor Weihnachten: ein Jahrhundertereignis

Kurz vor Weihnachten überholt der Riesenplanet Jupiter in sechs Bogenminuten südlich den Ringplaneten Saturn im Sternbild Steinbock. Das bedeutet: Beide Planeten scheinen zu verschmelzen. Dieses als große Konjunktion genannte Himmelsereignis sei, so Dumann, allerdings nur kurz am Abend tief am Südwesthimmel zu sehen.

Es sei in der Tat ein Jahrhundertereignis. Die letzte so nahe Konjunktion habe 1682/83 stattgefunden, sie wurde vom berühmten Johannes Kepler beobachtet.

Spektakel fand auch im Jahr-7 statt

Im Jahr -7 unserer Zeitrechnung (vermuteter Geburtszeitraum von Jesus Christus) fand im Sternbild Fische eine ebenfalls nahe Konjunktion von Jupiter und Saturn statt. Nach dem Evangelium von Matthäus und genauer Analyse der Keilschrifttexte der spätbabylonischen Astronomie geh man heute davon aus, dass damals eine Delegation von Magiern aus dem Osten, Jerusalem aufsuchten.

Jene Magier, so erklärt Dumann weiter, seien vielleicht die letzten Hüter des Marduk-Tempels gewesen. Marduk sei die Stadtgottheit von Babylon gewesen und wurde am gestirnten Firmament durch den hellglänzenden Jupiter repräsentiert. „Saturn war bei den Magiern die Gottheit Kewan, der Herrscher über die Israeliten. Das Sternbild Fische wiederum symbolisierte für die babylonischen Sterndeuter das Land Palästina.“

Rainer Astronom sieht "Stern von Bethlehem" als reale Himmelserscheinung an

Nun hätten die Magier in der Begegnung ihres Gottes Marduk mit Kewan gesehen, dem Herrscher über Israel im Sternbild Fische, wohl das Zeichen, dass der lang erwartete König der Israeliten das Licht der Welt erblickt hat. Soweit Dumanns Erklärung.

Er fragt: „Warum sollte man den Stern von Bethlehem, der eigentlich der Stern der Magier war, als Mythos ansehen, wenn es eine plausible und in sich sehr schlüssige Erklärung für den Magierbericht gibt, die nach sorgfältigen Forschungen und neuesten Erkenntnissen den Stern von Bethlehem als reale Himmelserscheinung deuten lässt?“

Stern von Bethlehem bei Spaziergang am 21. Dezember zu sehen

Ein abendlicher Spaziergang zur Weihnacht, insbesondere am 21. Dezember, zeige dem Betrachter am Südwesthimmel die Planeten Jupiter und Saturn in großer Konjunktion – „welch ein Anblick!“, freut sich der Astronmom: „Vielleicht grüßt der Stern von Bethlehem seine Betrachter?“ (dz)

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