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Gesundheit

15.09.2019

Rheuma: Der Schmerz kann jeden treffen

Gemeinsames Funktionstraining ist das wichtigste Angebot der Rheuma-Liga in Donauwörth.
Bild: Michael Heidecker

Plus Rheuma ist eine Volkskrankheit. Seit 20 Jahren bietet die Rheuma-Liga in Donauwörth Beratung, professionelles Training und konkrete Hilfe gegen den Schmerz.

Der Schmerz kennt kein Alter. Kinder wie Senioren leiden unter Rheuma. Sie alle können dank moderner Medizin und viel ergebnisreicher Forschung über die chronische Krankheit mittlerweile ganz gut damit leben. Doch nach wie vor ist die Diagnose Rheuma eine, die das Leben verändert.

Rheuma - ein "fließender Schmerz"

Frei könnte man das Wort „Rheuma“ aus dem Altgriechischen mit „fließender Schmerz“ übersetzen. So allgemein diese Bezeichnung klingt, so groß ist die Vielfalt der verschiedenen rheumatischen Erkrankungen. Neben der rheumatoiden Arthritis zählen ungefähr 400 verschiedene Erkrankungen zum Überbegriff der rheumatischen Leiden. Darunter Arthrose, Sarkoidose, Fibromyalgie, Lupus, Morbus Bechterew, Gicht und viele mehr.

Seit 20 Jahren gibt es auch in der Region eine Selbsthilfegruppe, in der sich Betroffene gegenseitig Unterstützung zukommen lassen und vor allem gemeinsam gegen den Schmerz und die steifen Gelenke trainiert wird. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto erfolgreiche ist eine Therapie.

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Leitmotiv. gemeinsam Bewegen

Heute vor 20 Jahren, am 16. September 1999, wurde die Gruppe der Rheuma-Liga in Monheim gegründet. Über die Jahren kamen immer mehr Mitglieder aus Donauwörth dazu, so dass man zunächst die Gruppe in Monheim-Donauwörth und seit Juli 2018 nur noch als Rheuma-Liga Donauwörth umbenannt hat. Vorsitzende ist Ingebor Kühnlein-Kober.

Die Gemeinschaft ist heute eine von über 90 Arbeitsgemeinschaften der Deutschen Rheuma-Liga in Bayern. Bundesweit ist die Zahl der Gruppen so stark, dass sie die größte Selbsthilfe-Organisation Deutschlands ist. Das Leitmotiv bedeutet „Gemeinsam bewegen“.

Genau deshalb treffen sich die Mitglieder der Rheuma-Liga Donauwörth jeden Montag zum Funktionstraining in Auchsesheim. Der besonders gelenkschonende Sport findet im Sitzen statt. Eine ausgebildete Trainerin leitet den Kurs, der von der Krankenkasse (bis 30 Minuten) übernommen wird. Auch Qui-Gong wird von der Rheuma-Liga angeboten.

Mit schmerzenden Fingern früh zum Arzt gehen

Mehr als nur ein Sporttreff

Doch die selbsthilfegruppe ist mehr als nur ein Sporttreff. Sie berät Betroffene persönlich und telefonisch, gibt Kontaktadressen und Merkblätter heraus und vermittelt beispielsweise Hilfe in Sachen Ernährung oder Sozialrecht.

Wichtig ist aber auch der Erfahrungsaustausch. „Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist“, sagt Ingeborg Köhnlein-Kober, die selbst betroffen ist und zusammen mit ihrem Mann Wernfried den Verein mit weiteren Ehrenamtlichen führt.

Rheuma betrifft auch junge Leute

Sie selbst war damals auf der Suche nach Hilfe in ihrem Krankheitsverlauf und fand diese bei der Rheuma-Liga. Der Zufall und ihr Interesse an dem Ehrenamt hat sich heute zu einer Expertin und geschulten Beraterin werden lassen.

Ihr Wissen gibt sie unter anderem jeden zweiten Mittwoch im Rheumatreff weiter. Zusätzlich leitet die 77-Jährige die Fibromalgie-Gruppe jeden vierten Monat. Diese Krankheit, auch Weichteilrheuma genannt, ist eine mit erniedrigter Schmerzschwelle und zahlreichen schmerzhaften Druckpunkten. Patienten haben oft eine lange Reise durch Arztpraxen hinter sich, um die Diagnose zu erhalten. Meist sind Frauen betroffen.

Die Rhema-Liga trifft sich jeden 2. Mittwoch im Monat im Café Hummel in der Bahnhofsstraße in Donauwörth. Kontakt: Ingeborg Köhnlein-Kober unter 0906/5723

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