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Donauwörth

10.04.2018

Schlägerei unter Afrikanern: Augenzeuge ist schockiert über Brutalität

Fußtritte und Schläge gegen einen Afrikaner: In der Donauwörther Parkstadt ist es zu einer brutalen Prügelei gekommen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Autofahrer beobachtet in der Parkstadt, wie Afrikaner einen Landsmann zusammenschlagen. Er fürchtet um dessen Leben. Was die Polizei dazu sagt.

Was hat sich am Montagabend in der Parkstadt in Donauwörth zugetragen? Darüber gehen die Einschätzungen und Meinungen auseinander. Ein zufällig am Tatort vorbeikommender Autofahrer traute seinen Augen nicht: „Mindestens ein halbes Dutzend Schwarzafrikaner hat auf einen ihrer Landsleute so eingeschlagen, dass ich um dessen Leben fürchtete“, schildert der Zeuge seine Beobachtung. Daraufhin habe er die Polizei gerufen.

Brutalität der Schlägerei unter Gambiern schockiert Augenzeugen

Das Opfer sei wehr- und regungslos am Boden in der Fahrbahnrinne gelegen und habe stark geblutet, sagt der Augenzeuge, der sich sicher ist, dass die Prügelei „schrecklich und womöglich tödlich“ geendet hätte, wenn er nicht dazugekommen wäre. „Die Brutalität der Angriffe hat mich traumatisiert“, berichtet der Mann. Einer der Täter sei mit Anlauf hochgesprungen, um den Mann mit voller Wucht zu treffen. Der Zeuge: „So etwas habe ich noch nicht gesehen.“ Am Dienstag nun hat er Innenminister Joachim Herrmann in einem Brief von dem Vorfall berichtet.

Mehrere Streifenwagen-Besatzungen sind schließlich am Tatort gegenüber des Parkhotels eingetroffen. Bei der Polizeiinspektion Donauwörth spricht Magnus Kastenhofer von einer „leichten Platzwunde an der Lippe“. Der Name des Täters, wie das Opfer ein Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Parkstadt, sei den Ordnungshütern inzwischen bekannt.

Einfache Körperverletzung oder wilde Prügelei in Donauwörth?

Diese „wilden Prügelei“ unter Gambiern ist im Polizeibericht nicht aufgeführt. Magnus Kastenhofer räumte auf Rückfrage ein, dass der Verletzte vorsorglich mit einem Krankenwagen in die Donau-Ries-Klinik eingeliefert wurde. Dort habe man dann auch Prellungen am Kopf festgestellt. Er könne sich an nichts mehr erinnern, gab der Mann zu Protokoll. Auch könne er keinen Täter benennen.

Der Zeuge hat am Dienstag mit Verwunderung reagiert und Landrat Stefan Rößle sowie Oberbürgermeister Armin Neudert informiert. Dass das gesamte Vorgehen der Männergruppe als „einfache Körperverletzung“ abgetan wird, kann er nicht verstehen. Dass sich der Betroffene an nichts mehr erinnern mag, sei sehr wohl verständlich, „weil die Angst sicher groß ist, wenn man sich die Rohheit des Vorgehens der Angreifer vor Augen führt“. Das Opfer soll heute im Beisein eines Dolmetschers angehört werden.

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