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Donauwörth/Tapfheim

09.11.2017

Serie von Unfällen legt Verkehr lahm

Auf der B2 bei Nordheim hat sich ein schwerer Unfall ereignet, an dem mehrere Autos beteiligt waren und völlig demoliert wurden.
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Auf der B2 bei Nordheim hat sich ein schwerer Unfall ereignet, an dem mehrere Autos beteiligt waren und völlig demoliert wurden.
Bild: Polizei

In und um Donauwörth kracht es am frühen Mittwochabend gleich mehrfach. Die schwerste Karambolage ereignet sich auf der B2 bei Nordheim

Eine Serie von Unfällen hat am frühen Mittwochabend im Raum Donauwörth/Tapfheim für ein Verkehrschaos gesorgt. Innerhalb kurzer Zeit krachte es in der Großen Kreisstadt, auf der B2 bei Nordheim und auf der B16 nahe Donaumünster/Erlingshofen. Die Polizei kommentiert das Geschehen so: Es zeige sich, dass es für Verkehrsteilnehmer zunehmend zum Problem werde, „einfach nur geradeaus zu fahren und rechtzeitig anzuhalten, wenn der Verkehr stockt“.

Nachdem es in Donauwörth beziehungsweise Berg an der Umkehr und auf der Nürnberger Straße bereits am Nachmittag gekracht hatte, ging das Chaos kurz nach 17 Uhr so richtig los. Laut Polizei legten gleich vier Auffahrunfälle in und um Donauwörth den abendlichen Berufsverkehr in weiten Bereichen lahm: „Wir hatten erhebliche Mühe, der Unfallflut Herr zu werden“, erklärt Magnus Kastenhofer, Pressesprecher der örtlichen Inspektion.

Der leichteste Unfall ereignete sich gegen 17.10 Uhr im Weidenweg. Ein 23-jähriger Kurierfahrer bemerkte mit seinem Kleintransporter nicht rechtzeitig, dass der Verkehr im Weidenweg stockte. Er fuhr auf einen anderen Wagen auf und schob diesen auch noch auf ein weiteres Auto im Stau. Eine 47-Jährige wurde leicht verletzt und wurde vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf über 5000 Euro geschätzt.

In etwa zeitgleich verursachte auf der B2 bei Nordheim ein 47-Jähriger mit seinem Kleintransporter einen kapitalen Verkehrsunfall. Auf der Bundesstraße hatte sich an der seit Monaten bestehenden Baustellenverengung ein Rückstau gebildet, vor dem mehrere Fahrzeuge bis zum Stillstand hatten abbremsen müssen. Der 47-Jährige erkannte der Polizei zufolge trotz der Beschilderung und einer Geschwindigkeitsreduzierung in der Annäherung auf die Engstelle die Situation nicht und fuhr nahezu ungebremst auf.

Der Aufprall war so heftig, dass das hinterste Auto stark zusammengedrückt, um etwa 90 Grad gedreht und auf die weiteren Fahrzeug vor ihm geschoben wurde. Insgesamt wurden weitere drei stehende Fahrzeuge aufeinander geschoben. Ein 58-Jähriger wurde bei dem Aufprall schwer verletzt. Dass nicht noch Schlimmeres passierte, sei angesichts der Beschädigung des Autos noch „als glücklicher Umstand zu werten“, so Kastenhofer. Der Mann wurde ins Zentralklinikum nach Augsburg gebracht. Die übrigen Beteiligten kamen mit leichten Verletzungen davon. Das Rote Kreuz lieferte diese Personen in die Donauwörther Klinik ein. „Glücklicherweise waren die Fahrzeuge nur mit jeweils einer Person besetzt“, erklärt der Polizeisprecher.

Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dass der ausländische Unfallverursacher eine Sicherheitsleistung hinterlegen muss. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird nach ersten groben Schätzungen auf 40000 bis 50000 Euro geschätzt. Die B2 war in Fahrtrichtung Norden für mehr als zwei Stunden komplett gesperrt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Donauwörth, Genderkingen und Asbach-Bäumenheim war mit rund 45 Kräften vor Ort, um den Verkehr zu regeln und die Straße zu reinigen.

Wenige Minuten, nachdem der Verkehr auf der B2 in Richtung Norden zum Erliegen gekommen war, passierte das gleiche auch auf der B16 zwischen Donauwörth und Tapfheim. Gegen 17.15 Uhr ging es kurz vor Donaumünster/Erlingshofen los. Eine 45-jährige Pkw-Fahrerin aus Tapfheim wurde von einem verkehrsbedingten Stau vor Donaumünster überrascht. Um nicht aufzufahren, zog die Frau nach rechts und wich auf den Grünstreifen aus. Dort kam sie auch zum Stehen, ohne das andere Fahrzeug zu streifen.

Ein hinter ihr fahrender Dillinger, 59, war mit seinem Pkw laut Polizei „wohl ebenfalls zu schnell und mit zu wenig Abstand unterwegs, um angemessen auf die Verkehrssituation reagieren zu können“. Auch er zog nach rechts. Aber da dort ja schon die Tapfheimerin stand, kracht er auf deren Wagen und schob diesen ins Gebüsch. Die 56-jährige Beifahrerin des Verursachers wurde leicht verletzt in die Klinik nach Donauwörth gebracht. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 6000 Euro.

Damit aber nicht genug: Ein dritter Autofahrer war zwar nicht mehr in den geschilderten Auffahrunfall verwickelt, aber auch er schaffte es nicht, vor dem Stauende rechtzeitig anzuhalten. Der 71-Jährige aus Höchstädt prallte mit seinem Pkw auf das Auto, das zunächst durch die Ausweichmanöver verschont geblieben war.

Bei dieser Unfallserie wurde nach erstem Anschein niemand verletzt. Der Sachschaden dürfte sich auf circa 3500 Euro geschätzt. Auf der B16 kam es wegen der beiden Unfälle für rund zwei Stunden ebenfalls zu erheblichen Behinderungen. (dz)

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