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24.12.2019

Spatzen im Donauwörther Münster

Zu Ehren Karl Kempters: die Messe in D-Dur

Am Hochfest der Geburt des Herrn, dem ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, um 18.30 Uhr kommt im Donauwörther Münster die „Messe in D-Dur“ von Karl Kempter zur Aufführung. Der Komponist stammt aus der regionalen Umgebung und hatte heuer seinen 200. Geburtstag. Er wurde am 17. Januar 1819 in Limbach bei Burgau geboren und verstarb am 12. März 1871 in Augsburg. In Erinnerung an ihn singt der Donauwörther Münsterchor deshalb heuer zu Weihnachten dessen „Messe in D-Dur“.

Karl Kempters Vater hatte schon früh die Musikalität seines Sohnes erkannt und war bemüht, ihm persönlich die ersten Grundlagen zu geben. Am 1. Dezember 1831 gaben ihn seine Eltern zur weiteren Musikausbildung nach Augsburg. Der Chorregent und Organist von St. Ulrich und Afra, Michael Keller, förderte fortan das Talent. Nachdem sein Lehrer 1837 an den Dom berufen wurde, übernahm Kempter mit 18 Jahren die Organistenstelle in der Basilika St. Ulrich und Afra. Zwei Jahre später berief ihn sein Lehrer Michael Keller zum Domorganisten, da er selbst Domkapellmeister wurde.

Sein bekanntestes Werk: die Pastoralmesse

Spatzen im Donauwörther Münster

Viele Kompositionen konnten durch die Verlegung im Musikverlag Anton Böhm & Sohn den Weg zu den Kirchenchören überall im Land schaffen. Mit 31 Jahren vollendete er sein bekanntes Werk, die Pastoralmesse in G-Dur op. 24. Die Uraufführung erfolgte bei der Christmette des Jahres 1851 im Hohen Dom zu Augsburg. Ab 1865 bekleidete er das höchste Amt im kirchenmusikalischen Bereich Augsburgs als Domkapellmeister.

Seine letzten Lebensjahre waren geprägt von einem Nervenleiden und einer Lähmung durch einen Schlaganfall. Dieser ereilte ihn mit 46 Jahren während einer Unterrichtsstunde. So musste er bereits 1867 das Amt des Domkapellmeisters wieder abgeben. Am 12. März 1871 starb Kempter in seiner Wohnung. Er wurde auf dem katholischen Friedhof an der Hermannstraße in Augsburg beigesetzt, wo noch heute ein Epitaph an der Außenmauer von St. Michael an ihn erinnert. (jt)

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