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Museum

16.11.2017

Spuren einer Künstlerin

Künstlerin Ingrid Steinacker arbeitet an einer Pestsäule.
Bild: Steinacker

Ingrid Steinackers Leben, Schaffen und ihre Familie

Der Frauenbund Wemding lud zu einem Vortrag ein, um die Werke von Ingrid Steinacker kennenzulernen. 25 Frauen und Pfarrvikar Rainer Herteis fanden sich im Kunst-Museum Wemding ein, um den Spuren der Votivkunst zu folgen. Vorsitzende Renate Kerzel begrüßte die Besucher und Museumsleiterin Annette Steinacker-Holst stimmte mit ihrer japanischen Flöte ein Willkommenslied an.

Im weitläufigen Kunst-Museum stellte sie zunächst zwei Werke ihres Vaters vor, den Holzaltar aus Kleinerdlingen, den der Künstler Ernst Steinacker 1964 erschuf, ebenso ein Paarbild, dessen Motiv Steinacker, Zeit seines Lebens mit seiner Ehefrau Ingrid in all seinen Schaffensperioden immer wieder stets neu aufgegriffen hatte.

Im Dunkelraum stellte Annette Steinacker-Holst das Leben ihrer Mutter anhand von Lebensbeschreibung und Fotografien vor: Die in Sternberg (Mähren) geborene Künstlerin inmitten ihrer fünf Kinder, im Atelier ihres Gatten und bei der Bemalung der großen Pestkerze für Oettingen, welche alle 20 Jahre zum Gedenken gestaltet wird. Ihre zahlreichen internationalen Reisen, unter anderem nach Rom, Jerusalem und Kairo, fanden auch in ihren künstlerischen Gestaltungen Nachklang.

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1983 bis 1988 begann der Aufbau des renovierungsbedürftigen Schloss Spielberg, für welchen sie 1990, gemeinsam mit ihrem Ehemann, den Denkmalschutzpreis in München erhielt. Nach dem Tod ihres Künstlergatten Ernst Steinacker im Jahre 2008 führte sie, zusammen mit ihrem Sohn Veit, das Schloss in Form von Veranstaltungen und Führungen weiter.

Nach dem biografischen Vorspann wurden die Besucher dazu eingeladen, die Votivbilder von Ingrid Steinacker großformatig über eine Lichtbildprojektion kennenzulernen: Die Haustafeln, Holzkreuze und Andachtskerzen sind mit farbigen Pigmenten und Wachs plastisch gestaltet und stellen unter anderem die zwölf Aposteln, die 14 Nothelfer, die Diözesanheiligen, Jesus am Kreuz und oftmals auch Engel dar.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit, auch einige der gezeigten Werke im Originalen zu besichtigen. Die Familie Steinacker fasst momentan Meilensteine ihres biografischen und künstlerischen Schaffens in Buchform zusammen, an dem Ingrid Steinacker 87-jährig selbst rege teilnimmt. Wer Kostbarkeiten von Ingrid Steinacker im Besitz hat und diese in das Werkbuch miteinbringen möchte, sei herzlich dazu aufgerufen, sich mit dem Kunst-Museum in Verbindung zu setzen.

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