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Donauwörth

11.05.2019

Städtebauförderung: So sieht Heimat aus

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Mit einer symbolischen Baumpflanzung wünschten Politiker dem Neuen Zentrum Parkstadt gutes Gedeihen (von links): Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange, Bundesinnen- und -bauminister Horst Seehofer, Bürgermeister und Quartiermanager Jörg Fischer, Bayerns Bauminister Hans Reichhart, Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler und Oberbürgermeister Armin Neudert.
Bild: Foto: Barbara Würmseher

Seehofer feierte mit Bürgern die Neue Mitte Parkstadt. Es war der offizielle Auftakt zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung. 

Weiß-blauer Himmel, zünftige Blasmusik, Speis, Trank, gute Gespräche – und das alles bei einem Fest für die Bürger, die miteinander feierten. Trugen die Worte der anwesenden Politiker schon dazu bei, das Gefühl von Heimat heraufzubeschwören, so erfüllten die Parkstadt-Bewohner es erst recht mit Leben.

750 Veranstaltungen finden bundesweit zum Tag der Städtebauförderung statt – von Aachen bis Zweibrücken. Doch Gastgeber der zentralen Auftaktveranstaltung war am Samstag die Stadt Donauwörth, die als besondere Gäste Bundesbauminister Horst Seehofer wie auch den Bayerischen Bauminister Hans Reichhart begrüßte. Mit der Parkstadt („Soziale Stadt“) und der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne („Konversion“) befinden sich in Donauwörth zwei Städtebauförderungsgebiete in direkter Nachbarschaft. Schauplatz des Geschehens war am Samstag die „Neue Mitte Parkstadt“ mit Mehrgenerationenhaus, Läden, Banken, Kindergarten, Schule, Kirche und weiterer Infrastruktur, auf die alle stolz blickten.

Geborgenheit dort, wo man lebt

„Grüß Gott im gelobten Land der Stadt Donauwörth“, wandte sich ein gut gelaunter Horst Seehofer an die Besucher. Er sprach von Gemeinschaft und Zusammenhalt der Bevölkerung und davon, dass die Menschen in einer Kommune die Hauptdarsteller seien. „Bitte leisten Sie weiter Ihren Beitrag und erfülle Sie diese Neue Mitte Parkstadt mit Leben“, wandte er sich an die Zuhörer. Dann sei ein großes gesellschaftspolitisches Ziel erreicht, nämlich das Gefühl von Geborgenheit an dem Ort, wo man lebt.

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Ein Ziel, an dem viele im Vorfeld mitgearbeitet haben. Die politische Grundlage dafür ist das Städtebauförderprogramm, von dem laut Seehofer nicht nur die großen Metropolen, sondern gerade auch der ländliche Raum profitieren soll. „Ich kenne kaum ein Programm“, so der Bundesminister, „das so effizient ist wie die Städtebauförderung.“

Ein Ziel auch, das die Kommunalpolitik vor Ort mutig angegangen habe. Seehofer zollte Dank und Respekt stellvertretend der „Lokomotive“ Oberbürgermeister Armin Neudert, dem umtriebigen Bürgermeister und Quartiermanager Jörg Fischer wie auch dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange, der auf höherer Ebene stets mit freundlichem Nachdruck an dem Thema gearbeitet habe.

Wichtig ist es nach Seehofers Worten, Bleibendes für die Nachwelt zu schaffen. Und diese Neue Mitte sei etwas Bleibendes für Generationen. Donauwörth habe eine faszinierende Entwicklung gemacht, die Neue Mitte sei ein „wunderschöner Platz“. Und diese Entwicklung geht weiter: Wenn Ende 2019 das Ankerzentrum aufgelöst ist, wie Seehofer nochmals ausdrücklich bestätigte, dann kann ab 2020 auf dem ehemaligen Kasernengelände der Bau des neuen Alfred-Delp-Quartiers mit 2500 Wohnungen beginnen. „Das ist eines der größten Wohnungsbauprogramme, das ich kenne“, sagte Seehofer.

Ganz im Sinne Seehofers bestätigte auch Bayerns Bauminister Hans Reichhart die „essentielle und existenzielle“ Bedeutung der Städtebauförderung. Jeder Cent sei darin gut angelegt und Gelder sind über die Jahre auch reichlich geflossen. 17,5 Millionen Euro, so Reichhardt, wurden dank mutiger Stadtpolitik seit 2005 in die Parkstadt investiert – fast 3 Millionen Euro davon durch die Städtebauförderung. „Das ist eine Politik des Möglichmachens und des Gestaltens“, so der Landespolitiker. Und stolze 100 Millionen Euro gar habe der gesamt Landkreis Donau-Ries aus dem Topf der Städtebauförderung seit Beginn bekommen.

Der nächste Meilenstein steht bevor

Oberbürgermeister Armin Neudert genoss es sichtlich, mit Bürgern und illustren Gästen die Neue Mitte Parkstadt zu feiern. Fast ein Viertel der Einwohner Donauwörths leben oben auf dem Schellenberg, weshalb eine erfolgreiche Weiterentwicklung dort so wichtig sei. Der OB bestätigte: „Das Quartiersmanagement und das Haus der Begegnung haben sich als wichtige Säulen im Stadtteil etabliert.“ Neudert zeigte eine Reihe von Einrichtungen auf und einen vollen Veranstaltungskalender, die das vitale Miteinander in der Parkstadt unter anderem belege.

Und der nächste Schritt steht mit dem Alfred-Delp-Quartier bevor. Der Oberbürgermeister sprach von einem „Meilenstein“. Vom „größten zusammenhängenden städtebaulichen Entwicklungsgebiet in Sachen Wohnbebauung in Schwaben“ mit bezahlbaren Wohnungen, einem vielfältigen Angebot für Jung und Alt, eine Vielfalt an Grün- und Freiflächen und vielem mehr.

Dem Blick in die Zukunft folgte ein Rundgang durch die Gegenwart. Horts Seehofer nahm ein „Bad in der Menge“ und suchte ganz gezielt den Kontakt zu den Bürgern, um sich Meinungen und Stimmungen anzuhören. Die Blumen- und Gartenfreunde Parkstadt überraschten den Minister mit einem Insektenhotel und erfuhren, dass sie mit diesem Geschenk genau richtig lagen. „Wenn ich einmal in Pension bin, möchte ich mir einen Bienenstand errichten“, kündigte Seehofer an.

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