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Konzert

22.10.2019

Statt Marsch und Polka eine Rock-Show

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ASM-Vizepräsident Theo Keller (von links) ehrte Christian Dix und Christian Berchtenbreiter zusammen mit Vorstand Josef Brunner für 25 Jahre aktives Musizieren.

Der Musikverein Mertingen heißt sein Publikum unter dem Motto „Welcome to the Show“ willkommen. Die Beiträge stammen von Queen genauso wie von Ed Sheeran, Robbie Williams oder AC/DC

Lädt der Musikverein Mertingen in die Turnhalle zum Konzertabend ein, darf man sich nicht der Illusion hingeben, vom Orchester in schwäbischer Musikertracht nur Marschmusik und Polka geboten zu bekommen. Vielmehr hieß es „Welcome to the Show“ und die Musikerinnen und Musiker präsentierten „Rock and Pop“ und das in entsprechendem Outfit. Jeans, Lederjacke, Schleifchen im Haar, poppige Wandkulissen waren angesagt, Lichtbeamer und Sternenhimmel, wechselndes Spotlicht, Orchesterpräsentation und Konzertprogramm per Leinwand, in der Summe verwandelten sich die Aktiven unter dem Dirigat von Vasyl Zakopets in eine rockige Band und die Turnhalle atmosphärisch in eine Disco. Kein Wunder, dass Vorstand Josef Brunner den zahlreichen Gästen wippen, schnippen, singen oder tanzen nicht nur erlaubte, sondern dazu sogar animierte.

Mit „Rock Opening“ gelang dem bestens eingestimmten Orchester eine swingende und rockige Eröffnungsnummer. „Oberrocker“ Vasyl Zakopets, in breitbeiniger Elvis- oder CR 7-Pose nahm sich der amerikanischen Rockband Bon Jovi an und präsentierte mit seinen Musikerinnen und Musikern deren bekannteste Hits in einem Medley. Bei der verzweifelten Suche nach einem geeigneten Sänger zu Ed Sheerans romantischer Ballade „Perfect“ konnten die Verantwortlichen mit Chau Nguyen eine vortreffliche Besetzung zum Gesang zwischen fließenden Melodien und abwechslungsreicher Orchestrierung gewinnen.

Es fiel keineswegs ins Gewicht, dass zwischen dem Programm schnell mal eine Trompete „repariert“ werden musste, vielmehr zauberte das Blasorchester mit „Bohemian Rhapsody“ die Queen-Legende Freddy Mercury musikalisch vortrefflich in den Saal. Unweigerlich in den Bann gezogen wurden die Zuhörer, unter ihnen Bürgermeister Albert Lohner, örtliche Honoratioren und Abordnungen befreundeter Kapellen, mit dem Hit „Music“ von John Miles, die gefühlvoll und dramatisch vorgetragene Hymne an die Musik.

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Auch wenn das jugendliche Element im Klangkörper augenscheinlich überwiegt, so konnte ASM-Vizepräsident Theo Keller immerhin langjährige Aktive auszeichnen. Magdalena Hurle, Christian Klimaschka und Julia Minich widmen sich seit zehn Jahren dem aktiven Musizieren und fast die Hälfte seiner Musikerzeit von 25 Jahren war Christian Dix Jugendleiter der Kapelle. Während des gleichen Zeitraums führte Christian Berchtenbreiter seit 15 Jahren die Vereinskasse.

Unheimlich beeindruckend gestalteten sich Licht- und Bildshow auf der Leinwand zur filmischen und sinfonischen Komposition von „Coldplay in Symphony“. Vortrefflich kombinierten sich Musik und Titel zum Megahit von Pharell Williams und machte nicht nur Musiker und Zuhörer, sondern auch den gesanglichen Partner „happy“. Die Klarinette mit dem Gesangsmikrofon tauschte Theresa Ackermann und präsentierte den topaktuellen Song „Havana“ von Camila Cabello zum ansteckenden Rhythmus der „Band“. Aus der Reserve lockte Vasyl Zakopets mit seiner humorvollen Moderation das Publikum und animierte so nachhaltig, dass der Song „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen nicht nur zum Partyhit, sondern auch zur fordernden Zugabe wurde. Das Medley mit den erfolgreichsten Hits des Entertainers Robbie Williams lebte von den „Spezial Guests“ Benedikt Heine (Keyboard), Sebastian Kaltenstadler (E-Bass) und Christoph Waldmüller (E-Gitarre), von denen dieser Beitrag elektronisch „aufgepeppt“ wurde. Aus der weiteren Zugabe „Highway to Hell“ von AD/DC sang das begeisterte Publikum den „Ohrwurm“ selbst noch, als die Musikanten die Bühne bereits verlassen hatten.

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