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Verkehr

31.01.2019

Straße nach Buttenwiesen muss warten

Tapfheim muss den Ausbau der Wertinger Straße neu finanzieren

Der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen dem Tapfheimer Ortsteil Donaumünster und Pfaffenhofen wird jetzt wohl doch nicht mehr in diesem Jahr erfolgen. Tapfheims Bürgermeister Karl Malz dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle Realisierung. „Wir werden die Arbeiten erst im Herbst ausschreiben können.“

Ursprünglich wollte man in Tapfheim für das Projekt in diesem Jahr 600000 Euro ausgeben. Doch in einem ersten Ansatz für den Haushalt finden sich nur noch 10000 Euro im Plan. Weil die bayerische Staatsregierung die Straßenausbaubeiträge für Anlieger abgeschafft hat, ergibt sich eine neue Finanzierungssituation. Einziges Hindernis zur Verwirklichung des Vorhabens: ein erst kürzlich begonnenes, wasserrechtliches Verfahren.

Auch der geplante Umbau des Feuerwehrhauses im Ortsteil Oppertshofen wird sich wohl verzögern. Die Feuerwehr als Bauherr will gemeinsam mit der Gemeinde erst noch das Ergebnis des in die Wege geleiteten Entwicklungskonzepts für Brachstadt und Oppertshofen abwarten.

In Geduld üben müssen sich weiterhin die Anlieger an der Nordstraße. Weil weiter Unklarheit darüber bestehe, so Bürgermeister Karl Malz im Gemeinderat, welche Nachfolgeregelung es für die weggefallenen Straßenausbaubeiträge gibt, könne man das Projekt nicht angehen.

Die Sanierung der Sporthalle wird aber wohl in diesem Jahr abgeschlossen. Klar ist nun auch, dass die Fassade mit dem gleichen Material, das bei der angrenzenden Schule verwendet wurde, verkleidet wird. 1,5 Millionen sind für die Sanierungsmaßnahmen vorgesehen. Teurer als geplant wird wohl die Brücke über die Kessel in Brachstadt: Dafür ist nun eine Million Euro vorgesehen.

Die Investitionssumme wird sich nach diesen Schätzungen in Tapfheim 2019 auf knapp sechs Millionen Euro summieren. Bürgermeister Karl Malz sprach angesichts des „niedrigsten Schuldenstandes seit vielen Jahren“ von einer „guten Ausgangslage“. Gemeinderat Leonhard Kleinle (Alternative/Die Linke) appellierte an die Verwaltung, „in diesen Zeiten des niedrigen Zinses so viel wie möglich zu investieren“. Ein weiteres Thema war der seit zehn Jahren laufende Generalentwässerungsplan. Dafür hat die Gemeinde nach Angaben von Malz bisher 528900 Euro ausgegeben. Weitere 85000 Euro sind für dieses Jahr vorgesehen. Von den knapp hundert Kilometer Kanalnetz in der Kommune seien 95 Prozent bereits untersucht worden. Die Ergebnisse sollten ein Leitfaden für künftige Sanierungen sein. Der Rathauschef wies darauf hin, dass das Kanalnetz teilweise bis zu 60 Jahre alt und die Klassifizierung der Güte der Kanäle vom Wasserwirtschaftsamt gefordert sei. Einige Ratsmitglieder äußerten ihre Zweifel, ob die Ergebnisse der Kanalbefahrungen von vor zehn Jahren noch relevant seien.

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