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Oberndorf

23.07.2019

Straßenbau: Neue Methode schont die Umwelt

Bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Oberndorf wird auf eine in der Region neue Methode zur Wiederverwendung alten Baumaterials zurückgegriffen. Das Bild zeigt von lings Ingenieur Marcus Kammer, Jonathan Hengstebeck (Strabag), Tiefbauleiter Gerhard Schappin, Landrat Stefan Rößle, Bauleiter Florian Abspacher und Bürgermeister Hubert Eberle.
Bild: Simon Kapfer, Lra

Wie bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Oberndorf Rohstoffe gespart werden.

Seit Mitte März laufen die Bauarbeiten für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Oberndorf. Da es sich hier um eine Kreisstraße handelt, führt der Landkreis Donau-Ries in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Oberndorf die Maßnahme federführend durch. Dabei muss der bestehende Straßenoberbau entlang der Dorfstraße und der Eggelstetter Straße auf einer Länge von circa einem Kilometer durch einen frostsicheren Aufbau durchgängig ersetzt werden.

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Da in der Regel das bestehende Frostschutzmaterial nicht mehr einbaufähig ist, muss nach der Beprobung das Material entsorgt werden, erklärt Gerhard Schappin, Fachbereichsleiter Tiefbau am Landratsamt, in einer Pressemitteilung. Hier werden große Massen an Rohstoffen auf Deponien gefahren und somit nicht mehr wiederverwendet. Die Entsorgungskosten orientieren sich an den festgestellten Laborergebnissen und stehen dabei oft nicht im Verhältnis mit den eigentlichen Baukosten.

Frostschutzmaterial legt nur kurze Wege zurück

Gemeinsam mit der bauausführenden Firma Strabag haben sich die Tiefbauverwaltung des Landkreises und die Gemeinde Oberndorf nun für eine alternative Verfahrensweise entschieden. „Durch die Firma kann das vorhandene Frostschutzmaterial vor Ort so weit aufbereitet werden, dass es nachweislich alle Frostschutzeigenschaften besitzt“, so Schappin. Die Aufbereitung erfolge in einer mobilen Aufbereitungsanlage. Ohne lange Transportstrecken werde dieses Material schließlich wieder auf der Baustelle eingebaut.

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In einem ersten Schritt wird das ausgebaute Material mithilfe einer Siebanlage nach Korngrößen getrennt. Das grobe Material wird durch ein Prüfinstitut geprüft und dann in einer Art Dosieranlage mit geeignetem Betonsand im vorgegebenen Mischungsverhältnis vermengt. „Über ein Förderband gelangt das geprüfte und nun einbaufähige Frostschutzmaterial direkt auf den Lkw, der es letztlich über kurze Wege zum Wiedereinbau befördert.“ Zusammen mit dem Ingenieurbüro Kammer prüft die Tiefbauverwaltung genau, ob dabei alle technischen Standards eingehalten werden.

Aus ökologischer Sicht ein klarer Gewinn

Landrat Stefan Rößle und Tiefbauamtsleiter Schappin sind sich einig, „dass diese innovative Vorgehensweise nicht nur wirtschaftliche Vorteile bringt, sondern besonders auch aus ökologischer Sicht einen klaren Gewinn darstellt, da hier nachhaltig Ressourcen und damit die Umwelt geschont wird“. Auch Bürgermeister Hubert Eberle unterstützt die Herangehensweise und freut sich, dass in seiner Gemeinde ein derartiges Pilotprojekt durchgeführt werden kann. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt liege sehr gut im Zeitplan und kann heuer im Herbst abgeschlossen werden. (pm)

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