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Donauwörth

28.11.2020

"Streifzug durch die Natur": Ein Buch zum Staunen und zur Mahnung

Xaver Herb mit seiner Publikation, die sehr viel von der Schönheit der Natur erzählt.
Foto: Helmut Bissinger

Plus Xaver Herb hat auf 528 Seiten seine Liebe zur Schöpfung dokumentiert. 2300 Stunden Arbeit stecken darin.

Xaver Herb strahlt. Denn nun ist für ihn eine schwere Zeit vorbei. „Es war die Hölle“, lacht der 67-Jährige und hält stolz sein Buch in der Hand. 2300 Stunden hat er darin investiert. Wer das Buch erwirbt, hält eine 528 Seiten dicke Dokumentation in den Händen, die mehr ist, als es der Titel vermuten lässt. Natürlich ist es der angekündigte „Streifzug durch die Natur“, aber tatsächlich ist es eine Bestandsaufnahme.

Mit der Natur aufgewachsen

Der frühere Thierhauptener und heutige Donauwörther stammt aus einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb und ist von daher mit und in der Natur aufgewachsen. Eines Tages entdeckte er die Liebe zur Fotografie. „Daraus ist eine Leidenschaft geworden“, berichtet Herb, der zunächst jahrelang nur Schmetterlinge ins Visier nahm. Der Detailreichtum eines Kohlweißlings ließ ihn nicht los. Immer mehr faszinierte ihn die Naturfotografie. Sein Archiv umfasst mindestens 40.000 Naturbilder.

Mit ihrer Schönheit und Vielfalt könne einem die Natur ein „unermesslich reiches Maß an Freude und Lebenssinn vermitteln“, hat Herb festgestellt. Ein wenig Neugierde müsse man allerdings mitbringen. In seinem Buch mit 1800 faszinierenden Heimatbildern berichtet der Autor über seine langjährigen Erfahrungen „rund um die Einzigartigkeit, aber auch über die überraschend präzise und systematisch ablaufenden Naturereignisse im Jahreslauf“.

Erhalt der Artenvielfalt

Xaver Herb hat die Arbeit mit der Fotografie und an seinem Buch nachdenklich gestimmt: „Bei all der Faszination sind auch die Hinweise auf vom Menschen verursachte Gefahren um den Erhalt der Artenvielfalt und deren natürlichen Lebensräumen für das Buch bestimmend.“ Der Autor nennt ein Beispiel: Das Suchen nach besonderen Acker-Wildkräutern in Stoppelfeldern seiner Heimatgemeinde Thierhaupten habe er sich erspart, „man wird nämlich nicht mehr fündig“. Den Frauenspiegel habe er zuletzt vor 20 Jahren in solch einem abgeernteten Getreidefeld gefunden.

Die Gleichgültigkeit der Menschen stört ihn

Es störe ihn, so Herb, mit wie viel Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit der Mensch die Umwelt zerstöre. Deshalb sei es für ihn ein Anliegen, auf die alternativlose Schutzbedürftigkeit der Natur aufmerksam zu machen. Im Buch finden sich thematisch gegliederte Kapitel über die Jahreszeiten, dazu Artenlisten. Bei den Fotonachweisen der Arten habe er die Sortierung nach der Familienzugehörigkeit gewählt, um die Unterscheidung der verschiedenen Arten mit jeweils ähnlichen Merkmalen zu erleichtern. Entstanden ist ein Buch, das einerseits Bestandsaufnahme sei, andererseits auch Mahnung. Das Buch ist gleichzeitig eine Bestimmungshilfe zu mehr als tausend Pflanzen- und 220 Tierarten.

Ein Mensch könne so etwas (vom Text über die Fotos bis hin zu Layout und Satz) nicht alleine bewerkstelligen, sagt Herb. Deshalb dankt er Hans-Jürgen Franke, Josef Luff, Franz Xaver Meier und seiner Familie, die ihn unterstützt haben.

„Streifzug durch die Jahreszeiten“, ist im Eigenverlag Xaver Herb mit Kindle Direct Publishing erschienen. Erhältlich im Buchhaus Greno (68,60 Euro).

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