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06.11.2019

Tatort Donauwörth

Diese drei Damen lieben Donauwörth und kennen sich nicht nur in der Stadt, sondern auch in deren Geschichte aus. In ihrem Büchlein „Tatort Donauwörth“ haben sie besondere, skurrile und spannende Geschichten zusammengetragen: (von links) Gabriele Geiger-Bissinger, Friederike Rieger und Sonja Strobel.
Bild: Rieger

Friederike Rieger, Sonja Strobel und Gabriele Geiger-Bissinger haben ein Buch mit kuriosen und kriminellen Geschichten aus der Heimat geschrieben

Einmal einen Heimatkrimi schreiben – das wäre ein Traum, den sich Friederike Rieger gerne erfüllen würde. Aber selbstkritisch wie sie ist sagt sie: „Die Ideen hätte ich schon, aber ich habe es nicht im Kreuz, das umzusetzen.“

Doch weil Rieger die Ideen nicht ausgehen und sie mit Sonja Strobel und Gabriele Geiger-Bissinger die Leidenschaft für das Schreiben teilt, haben die drei Damen jetzt auf andere Art und Weise ihre Kreativität eingesetzt. Die drei Hobbyautorinnen, die durch ihre Tätigkeit als Stadtführerinnen in Donauwörth sehr viel über die Stadtgeschichte und ihre Besonderheiten wissen, haben ein kleines, feines Büchlein herausgegeben. In zehn Geschichten erzählen sie unter dem Titel „Tatort Donauwörth“ nicht immer ganz reale, aber realistische bis ganz fantastische Begebenheiten. Eines haben diese stets gemeinsam: Sie sind absolut lokal und für jeden Donauwörth-Kenner gespickt mit historischen Details zum Wiedererkennen.

So erzählt Sonja Strobel das ein wenig makabere Schicksal des Ritters Zacharias nach, der eine tödliche Begegnung mit einer Kutsche hatte. Just auf der Brücke scheute sein Pferd und dann ... Nein, das wollen wir hier nicht verraten. Nur noch so viel. Das Ebenbild des kühnen Ritters hat Sonja Strobel ebenfalls festgehalten. In zarten Bleistiftstrichen hat sie nicht nur Zacharias auf seinem Pferd, sondern noch weitere Bilder in das schmale Büchlein eingepflegt.

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Ebenfalls nicht nur geschrieben, sondern auch gemalt hat Gabriele Geiger-Bissinger. Von ihr stammt auch das mit Ölfarben gezeichnete Umschlagbild des Buches, das im Eigenverlag mit einer Auflage von 250 Stück ab dem kommenden Wochenende verkauft wird. Ein ängstlich um sich blickender Mann mit grünen Augen ist darauf zu sehen. Da ist der Titel mehr als passend.

Textlich erfährt man von Geiger-Bissinger unter anderem, was es mit der „schwäbischen Auster“ auf sich hat. Die ist ihr bei einer ihrer vielen Touren entlang des Donauhafens „entgegengeschwappt“. Auch hier sei noch nicht verraten, wie sich diese Auster mit dem Schicksal einer jungen Donauwörtherin verbindet, die durch diese Tiere unerwartete Heilung erfährt.

Ebenfalls tierisch geht es bei Friederike Riegers „Affentheater“ zu. Die Kurzgeschichte handelt von einem Affen, der Maria Eleonora, Königin von Schweden, gehört haben soll. Als ihr Mann, Gustav Adolf von Schweden, Donauwörth okkupierte, belustigte die Königin das Volk mit einem Affen, den sie in eine Kapuziner-Kluft gesteckt hatte. Doch das Tier fand nach all dem Spaß für die Menge ein blutiges, schauerliches Ende – ausgerechnet in Oberndorf.

Donauwörth, Große und kleine Schandtaten aus sechs Jahrhunderten. Preis: 8 Euro. Zu erwerben ab Freitag, 8. November, im Donauwörther Buchhandel und bei der Rainer Buchhandlung. Am Donnerstagabend, 7. November, wird das Buch in der Stadtbibliothek um 19 Uhr öffentlich vorgestellt.

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