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Polizei

04.03.2020

Unfall nach Sekundenschlaf: B25 gesperrt

Am Beginn des zweispurigen Abschnitts der B25 zwischen Ebermergen und Donauwörth ist ein Lastwagen frontal gegen die Mittelleitplanke geprallt und hat diese auf einer Länge von rund 150 Metern demoliert.
Bild: Widemann

Ein Lkw-Fahrer ist in der Nacht auf Dienstag zwischen Harburg und Donauwörth am Steuer eingenickt und hat einen spektakulären Unfall verursacht. Größere Verkehrsbehinderung

Ein Lkw-Fahrer hat in der Nacht auf Dienstag auf der Bundesstraße 25 zwischen Harburg und Donauwörth einen spektakulären Verkehrsunfall gebaut. Die Folge war eine Sperrung der B25 über Stunden hinweg.

Der 56-jährige Berufskraftfahrer aus Berlin war gegen 2.45 Uhr, mit einer Sattelzugmaschine samt Auflieger von Harburg kommend in Fahrtrichtung Donauwörth unterwegs. Zu Beginn des vierspurigen Bereichs nach der Bahnunterführung bei Binsberg überfuhr der 40-Tonner laut Polizei die Sperrfläche im Mittelbereich, prallte in den Beginn der Mittelschutzplanken und riss diese auf etwa 150 Metern komplett nieder, bevor das stark beschädigte Gespann auf der Gegenfahrbahn in entgegengesetzter Richtung zum Stehen kam. Zudem wurden zwei Verkehrsschilder umgefahren.

Da durch den Aufprall der Kraftstofftank des Lkw aufgerissen wurde, lief Diesel auf die B25. Die Feuerwehren Donauwörth und Berg waren mit 15 Einsatzkräften vor Ort und banden die auslaufenden Betriebsstoffe. Laut ersten Erkenntnissen geriet der Fahrer in einen Sekundenschlaf, heißt es von den Gesetzeshütern. Zudem ergab eine Auswertung des digitalen Kontrollgeräts, dass der Sattelzug die zulässige Höchstgeschwindigkeit um etwa 50 Prozent überschritten hatte. Da die Abdeckplane des Aufliegers an der linken Seite aufgerissen wurde, schleuderten einige geladene Metallrohre aus dem Fahrzeug und blieben auf einem angrenzenden Feld liegen. Weil das Abschleppen des Lkw-Gespanns einigen Aufwand bedeutete und zugleich die Unfallaufnahme vonstattenging, blieb die komplette B25 über etwa vier Stunden gesperrt. Eine Freigabe in Richtung Donauwörth erfolgte um etwa 7 Uhr, in Richtung Harburg um circa 7.30 Uhr. Es kam zu größeren Verkehrsbehinderungen aufgrund ausweichendem Schwerlastverkehrs, der vor allem über Ebermergen und Wörnitzstein fuhr. Zahlreiche 40-Tonner überquerten dabei auch die historische Brücke in Ebermergen, obwohl diese nur für Fahrzeuge bis zwölf Tonnen zugelassen ist.

Der Schaden an den Verkehrseinrichtungen beträgt laut Auskunft der Straßenmeisterei mindestens 15000 Euro. Der Sachschaden am Sattelzug dürfte sich auf rund 20000 Euro summieren. Gegen den Unfallfahrer, der unverletzt blieb, leiteten die Beamten ein Strafverfahren, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, ein. (wwi, dz)

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