Newsticker

Nach Trumps Wahlkampfauftritt steigen die Corona-Fälle in Tulsa
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. VR Bank Neuburg-Rain blickt auf ein gutes Jahr zurück

Rain/Neuburg

17.05.2020

VR Bank Neuburg-Rain blickt auf ein gutes Jahr zurück

Das neue Verwaltungsgebäude der VR-Bank Neuburg-Rain im Oberhausener Ortsteil Kreut.
Bild: Manfred Rinke/VR-Bank

Das Geldinstitut verzeichnet einen Bilanzzuwachs von 1,4 Prozent. Warum das Jahr 2020 aber eine besondere Herausforderung darstellen wird.

Die VR Bank Neuburg-Rain hat ihre Vertreterversammlung aufgrund der Corona-Pandemie in den Herbst verschoben. „Wir wollen die Gesundheit unserer Vertreter und Mitarbeiter schützen. Zudem gilt nach wie vor das Versammlungsverbot in Bayern“, begründet Vorstandsvorsitzender Werner Halbig in einer Pressemitteilung den Beschluss.

Dabei könne die Genossenschaftsbank auf ein gelungenes Geschäftsjahr 2019 verweisen. Mit einem Bilanzzuwachs von 17,7 Millionen Euro (1,4 Prozent) habe der erfolgreiche Kurs der vergangenen Jahre fortgesetzt werden können. Vor allem habe sich das Kreditgeschäft erfreulich entwickelt.

„Die VR Bank Neuburg-Rain eG ist nach wie vor ein gefragter Finanzierungspartner für Firmenkunden und bei privaten Baufinanzierungen. Insgesamt wurden 188 Millionen Euro an neuen Krediten zugesagt“, heißt es weiter. Daraus resultiere ein starkes Wachstum der bilanziellen Kreditausreichungen in Höhe von 45,0 Millionen Euro beziehungsweise 6,5 Prozent.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Starker Zuwachs im Wertpapiergeschäft

Bei den bilanziellen Kundeneinlagen verzeichnete die Bank einen Zuwachs von 12,7 Millionen Euro (1,3 Prozent). Die Suche der Kunden nach rendite- und chancenreicheren Anlageformen habe auch vor dem Hintergrund des Negativzinsumfeldes zu einem signifikanten Zuwachs im Wertpapier- und Versicherungsgeschäft und damit zu einer deutlichen Ausweitung des kompletten Kundenanlagevolumens um 6,9 Prozent geführt.

Bild: VR Bank

„Wir setzen weiterhin auf eine kompetente und individuelle Beratung“, erläutert Halbig. So habe man mit passenden Finanzlösungen das Vermittlungsgeschäft auf hohem Niveau weiter ausbauen können. Dass die Bank hierbei auf langfristige Lösungen für die Kunden setzt, macht Halbig insbesondere im Wertpapiergeschäft deutlich: „Die Anzahl der Fondssparpläne unserer Kunden hat sich im vergangenen Jahr um 1180 Stück (15,9 Prozent) erhöht. Das regelmäßige Sparen in Wertpapiere reduziert das Kursrisiko deutlich und soll für den Kunden nachhaltiges Wachstum generieren.“

Fast 700 Bausparverträgt vermittelt

Zudem wurden insgesamt knapp 690 Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 39,1 Millionen Euro vermittelt. Das Lebensversicherungsgeschäft wurde um 7,5 Prozent auf 17,1 Millionen Euro gesteigert, und auch bei den Sachversicherungen konnte das neu abgeschlossene Prämienvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 903000 Euro zulegen.

Die guten Vertriebsergebnisse spiegeln sich in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bank positiv wider. In dieser zeigen sich jedoch auch gleichzeitig die negativen Auswirkungen der Negativzinspolitik der EZB inzwischen deutlich. So verringerte sich der Zinsüberschuss der Bank im vergangenen Jahr um 1,2 Mio. Euro (6,0 Prozent). „Die Negativzinsphase wird uns sicherlich noch über mehrere Jahre begleiten und unsere Ergebnisse entsprechend negativ beeinflussen“, erläutert Roland Gieß.

3,8 Millionen Euro Steuern gezahlt

Unter dem Strich und nach Abzug aller Kosten und Steuern – die VR Bank ist mit knapp 3,8 Millionen Euro an Steuern einer der großen Steuerzahler der Region – kann die Genossenschaft das Geschäftsjahr 2019 mit einem Bilanzgewinn von 2,58 Millionen Euro abschließen. Mit einer Eigenkapitalquote von 18,36 Prozent können die europäischen aufsichtsrechtlichen Anforderungen mehr als erfüllt werden. Neben den Auswirkungen der anhaltenden Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank wirft natürlich auch die Corona-Krise für regionale Banken in der Zukunft ihre Schatten voraus. „Auf unsere Bank wird die aktuelle Situation sicherlich auch zahlentechnisch Einfluss nehmen. Die wirtschaftlichen Folgen sind jedoch derzeit kaum verlässlich prognostizierbar“, so Gieß. Die Vorstände gehen jedoch davon aus, dass die zu erwartenden negativen Rückwirkungen auf die Gesamtertragslage von der Genossenschaftsbank gut gemeistert werden können.

Bild: VR Bank

Die Corona-Pandemie hat auf die tägliche Arbeit der Bankangestellten immense Auswirkungen. So wurden frühzeitig Schutz- und Hygienemaßnahmen umgesetzt, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren und das Tagesgeschäft aufrecht- erhalten zu können. Auch auf den Kundenverkehr hat die Krise durchgeschlagen.

Kunden nutzen die Selbstbedienungsgeräte

So wurde der bediente Service auf vier Filialen im Geschäftsgebiet konzentriert, um die Kunden aber auch die Mitarbeiter vor Ansteckung zu schützen. Dies wurde von den Kunden gut angenommen. Trotz dieser Konzentration sind an den verbliebenen Schaltertheken keine Staus entstanden. Zurückzuführen sei dies auf die zunehmende Digitalisierung der Serviceleistungen. „Die Selbstbedienungsgeräte werden rege in Anspruch genommen. Wir merken aber auch, dass die Kartenzahlungen und hier insbesondere die kontaktlose Zahlung stark an Beliebtheit zugenommen hat“, erklärt Halbig.

In der Kundenbetreuung wurde die persönliche Beratung auf Notfälle reduziert und deshalb verstärkt auf die Telefonberatung zurückgegriffen. In der Zwischenzeit hat die Bank sogar die Videoberatung eingeführt. Seit Ende April sind aufgrund der rückläufigen Ansteckungszahlen in Bayern wieder persönliche Beratungstermine vor Ort unter Einhaltung der Hygienevorschriften möglich. Ab dem 18. Mai wird die Bank nun den bedienten Service in verschiedenen Geschäftsstellen wieder aufnehmen. (pm)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren