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Daiting-Natterholz

22.01.2020

Verbrennungen: 80-Jähriger stirbt in Spezialklinik

Mehrere Feuerwehren waren nach einem schlimmen häuslichen Unfall in Natterholz vor Ort.
Foto: Ferber

Exklusiv Der Senior überlebt den häuslichen Unfall nicht. Wie das Unglück vermeidbar gewesen wäre.

Traurige Nachricht nach dem häuslichen Unfall am vorigen Samstag im Daitinger Ortsteil Natterholz: Der Mann, der sich bei handwerklichen Arbeiten schwerste Verbrennungen zuzog, ist am Montagabend in einer Spezialklinik in München gestorben (Lesen Sie hierzu auch: Metallarbeiten: Kleidung von 80-Jährigem in Flammen). Das teilt die Kripo Dillingen auf Anfrage mit.

Wie berichtet, benutzte der 80-Jährige in seiner privaten Werkstatt im Keller eines Wohnhauses am Samstagmittag einen Trennschleifer, um Metall zu bearbeiten. Dabei setzten die Funken die Kleidung des Rentners in Flammen.

Kleidung vom Leib gerissen

Der Mann riss sich die Textilien vom Leib und ging noch hinauf in seine Wohnung. Nachbarn hörten den piepsenden Rauchmelder, eilten zu dem Haus und leisteten Erste Hilfe. Per Rettungshubschrauber wurde das lebensgefährlich verletzte Opfer, das Verbrennungen am ganzen Körper erlitten hatte, in die Klinik geflogen. Dort waren aber alle Bemühungen der Ärzte vergeblich.

Kreisbrandrat Rudolf Mieling kann sich an keinen vergleichbaren Fall mit derart tragischem Ausgang in der Region erinnern. Es sei sicher schon oft vorgekommen, dass bei Arbeiten mit einem Trennschleifer die Kleidung Feuer fing. Dass dies jemand mit seinem Leben bezahlt, sei aber außergewöhnlich und wohl dadurch bedingt, dass hier unglückliche Umstände zusammengetroffen seien.

Schutzkleidung tragen

Wer mit einem Trennschleifer arbeitet, sollte Mieling zufolge Schutzkleidung tragen, die schwer entflammbar ist. Man sollte auch darauf achten, dass die Funken vom Körper wegfliegen, denn: „Wenn sie auf die Kleidung gelangen, und das immer auf den gleichen Punkt, dann fängt diese irgendwann zu brennen an.“ Schlosser schützten sich deshalb in aller Regel mit einer schweren Lederschürze.

Der 80-Jährige in Natterholz habe „normale Kleidung“ getragen. Offensichtlich sei der Stoff relativ leicht entzündlich gewesen. Der Mann habe dann – möglicherweise aufgrund seines hohen Alters – offenbar nicht mehr schnell genug reagieren können, als die Kleidung zu brennen begann. Zudem sei der Senior alleine gewesen. Eine weitere Person hätte wohl die Flammen schneller löschen können, so der Kreisbrandrat.

Lesen Sie hierzu auch: Metallarbeiten: Kleidung von 80-Jährigem in Flammen

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