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Bauvorhaben

17.03.2015

Viele Ideen für vier Jahre

So könnte es in der neuen Mitte Bäumenheims aussehen: Am Marktplatz möchte ein Investor mehrere Geschäfts- und Wohngebäude errichten.

Hinter verschlossenen Türen werden weitere Veränderungen in der Bäumenheimer Ortsansicht beschlossen

Das Zentrum Bäumenheims wird sich in den nächsten Jahren weiter verändern. Die ersten Ergebnisse der Umstrukturierung sind seit geraumer Zeit am Marktplatz zu sehen, doch „das Werk ist nicht vollendet“, wie es im Gemeinderat immer heißt. Nun hat das Gremium in geheimer Sitzung die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt: Ein Vier-Jahres-Plan soll die Grundlage für weitere Veränderungen sein.

„Wir haben in unserer Klausur großteils mit überwiegenden Mehrheiten Prioritäten gesetzt“, berichtet Bürgermeister Martin Paninka von den Beratungen hinter verschlossenen Türen. Und der Ideengeber, Ortsplaner Werner Dehm ( Augsburg), fügt an: „Jetzt gilt es, die Regierung von Schwaben von unseren Ideen zu überzeugen.“ Danach will man zügig Förderanträge stellen, um weiterhin im Rahmen der Städtebauförderung bezuschusst zu werden. Noch in diesem Jahr soll der Marktplatz endgültig fertiggestellt werden. Die Entschlüsse dazu hatte der Gemeinderat bereits gefasst, nun soll es an die Realisierung gehen. „Wir wollen im September die Einweihung des Marktplatzes begehen“, gibt Bürgermeister Paninka als Ziel aus. Parallel dazu soll ein zweiter Straßenbau-Abschnitt geplant werden: die Fortsetzung vom Marktplatz bis hin zum Rathaus. In diesem Bereich liegt eines der Objekte, deren Nutzung bislang immer offen war: der ehemalige Rewe-Verbrauchermarkt. Dem Eigentümer sind, salopp formuliert, die Hände gebunden, bedarf eine Umnutzung doch der Zustimmung des Gemeinderats.

Das Gremium wie auch Planer Dehm haben sich festgelegt: Der Platz des ehemaligen Supermarktes mit seinen 3748 Quadratmetern, der seit einigen Monaten leer steht, soll der Wohnbebauung dienen. Möglicherweise könnten dort Häuser im sogenannten Toskana-Stil entstehen, wie es sie in ähnlicher Art bereits benachbart gibt.

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Weiter im Fokus: weitere Straßen- und Platzausbau-Punkte. Auch der Bereich um das Rathaus soll ein neues Gesicht bekommen, ebenso wie ein Dreiecksplatz weiter Richtung Osten bis hin zum neuen Kreisverkehr. Diese Areale wurden vorerst ausgeklammert. „Es gibt hierfür Ideen“, sagt Planer Dehm, „aber das Augenmerk soll jetzt vorrangig anderen Bereichen gelten“.

Dehm kommt damit wieder auf den Marktplatz zurück. Dort gibt es zwei Häuser, die einmal nicht mehr mit modernster Bausubstanz glänzen, andererseits nahezu leer stehen. Ein drittes Objekt, direkt daneben, die Geschäftsstelle der Sparkasse, grenzt ebenso an den Marktplatz an. Hier will man nun „volle Kraft voraus“ geben. Dies ist nach Informationen von Bürgermeister Paninka der Wunsch nahezu aller Gemeinderatsmitglieder.

Was ist geplant? Die Kommune hat einen Investor gefunden, „dem unsere neue Mitte gefällt“, sagt der Bürgermeister. Er hat große Pläne und dafür auch schon Entwürfe vorgelegt. Mehrere miteinander verbundene Neubauten sollen dort entstehen, möglicherweise unter Einbeziehung der Bankfiliale. Paninka wurde beauftragt, mit dem Investor zu verhandeln. Dieser könnte sich, wie es im Moment aussieht, auch mit Vorgaben anfreunden, wie sie Werner Dehm gegeben hat, dem das Gesamtbild besonders wichtig ist.

In den Neubauten sollen Wohnungen entstehen, aber auch Geschäftsparzellen im Erdgeschoss. Auch an einen gastronomischen Betrieb ist offensichtlich gedacht. Letztlich kommt auch hier die Gemeinde ins Spiel: In einem Haus könnte, so die derzeitigen Überlegungen, die Gemeindebücherei untergebracht werden, in einem anderen ein neuer Bürgersaal situiert werden. Das ist ein Anliegen des Bürgermeisters. Ursprünglich war einmal ein Gespräch, auf dem Terrain des jetzigen Parkplatzes am Rathaus ein Gebäude erstellen und dort einen Bürgersaal zu schaffen. Das ist jetzt vom Tisch. Der Umzug der Bücherei in einen Neubau hätte außerdem den Vorteil, „dass wir in den bisherigen Räumen der Bücherei im Rathaus, dringend benötigten Platz für die Verwaltung erhalten“.

In allen Fällen soll Martin Paninka nun mit den Investoren beziehungsweise Besitzern verhandeln. Gespräche soll er außerdem mit dem Interessenten für das sogenannte Mädchenheim führen. Auch hierfür gibt es einen Investor, der das marode Gebäude sanieren möchte. Falls es zu einem Abschluss kommt, muss sich der Unternehmer aber verpflichten, die Grundstruktur des Gebäudes mit historischem Hintergrund zu erhalten und den Mieterbestand zu garantieren.

Kein Thema bei der geheimen Tagung war offenbar das derzeitige Gasthaus Zur Sonne, das ebenfalls in die Jahre gekommen ist. Der Hinweis von Bürgermeister Paninka: „Da läuft uns nichts davon, weil wir auch hier hinsichtlich der Nutzung ein Mitspracherecht haben.“

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