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Wemding/Rain
29.09.2021

Corona-Ausbrüche in Seniorenheimen fordern zwei Todesfälle

Allein im Seniorenheim in Wemding sind 25 Personen mit Corona infiziert, darunter acht Mitarbeiter.
Foto: Widemann

Das Ausmaß der Corona-Ausbrüche in den Heimen in Wemding und Rain ist größer als gedacht. Auch viele Mitarbeiter wurden positiv getestet. Zwei Senioren sind gestorben.

Die Corona-Ausbrüche in Seniorenheimen in Wemding und Rain sind deutlich größer als bisher bekannt. Reihentestungen haben ergeben, dass in diesen beiden gKU-Häusern insgesamt 43 Personen mit Corona infiziert sind, davon 12 Mitarbeiter. Zwei Bewohner sind in Zusammenhang mit der Infektion gestorben, teilt das Landratsamt Donau-Ries mit.

Unter den Infizierten sind auch vollständig Geimpfte. Dr. Raffaella Hesse, Leiterin des Gesundheitsamtes Donau-Ries, sagt dazu: "Insbesondere bei hochbetagten Personen mit schweren Vorerkrankungen und geschwächten Immunsystemen ist in Einzelfällen auch das Ausbleiben einer Immunantwort zu beobachten." Sie vermutet also, dass die betroffenen Personen nicht ausreichend Antikörper entwickelt haben, um gegen eine Infektion geschützt zu sein.

Beide verstorbenen Personen waren über 90 Jahre alt und litten an erheblichen Grunderkrankungen. Eine lebte im Heim in Rain, eine in Wemding.

Nachdem in den beiden Seniorenheimen in Rain und Wemding vergangenen Freitag zehn Covid-Fälle aufgetreten waren, veranlasste das Gesundheitsamt Donau-Ries in beiden Einrichtungen Reihentestungen mittels PCR-Tests. Die Ergebnisse lagen am Mittwochvormittag vor, die Dimension des Ausbruches wurden deutlich.

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Seitdem die Infektionen bekannt waren, mussten Angehörige und Bekannte ihre gewohnten Besuche in den Heimen einstellen. Wie das gemeinsame Kommunalunternehmen (gKU) als Betreiber der Seniorenheime mitteilt, sind nun in den von Infektionen nicht betroffenen Bereichen Besuche aber wieder möglich. Wie in allen Pflegeeinrichtungen ist die dauerhafte Einhaltung der 3G- und Hygieneregeln zu beachten.

Das ergaben die Corona-Tests in den Seniorenheimen in Wemding und Rain

Seniorenheim Wemding: Die Reihentestung ergab insgesamt 25 positive Fälle, davon 17 unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, sowie acht beim Personal. Von den in der Einrichtung lebenden Seniorinnen und Senioren verfügen 94 Prozent über einen vollständigen Impfschutz, teilt das Landratsamt mit. Unter den Beschäftigten liegt die Impfquote bislang lediglich bei 61 Prozent. Bekanntermaßen sind Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen nicht zu einer Impfung verpflichtet, müssen sich aber regelmäßig testen lassen.

Rain: Die Reihentestung ergab insgesamt 18 positive Fälle, davon 14 unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, sowie vier beim Personal. Von den in den betroffenen Stationen lebenden Seniorinnen und Senioren verfügen 93 Prozent über einen vollständigen Impfschutz, unter den Beschäftigten der betroffenen Stationen beträgt die Impfquote 94 Prozent - deutlich mehr als in Wemding.

Insgesamt, so das Landratsamt, seien unter den Betroffenen sowohl vollständig geimpfte Personen, als auch Personen ohne Impfschutz. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, weist die Vielzahl der positiv Getesteten überwiegend keine oder leichte Symptome auf, jedoch sind vereinzelt auch schwerere Verläufe festzustellen. In jedem Fall müsse aber nicht nur der jeweilige Impfstatus, sondern die individuelle gesundheitliche Situation der Betroffenen beurteilt werden. Die Leiterin des Gesundheitsamtes Donau-Ries erklärt dazu: "An diesen beiden Ausbruchsgeschehen lässt sich der medizinische Sinn von Auffrischungsimpfungen zum Aufbau einer ausreichenden Immunabwehr, insbesondere im Hinblick auf die Delta-Variante und bei hochbetagten Personen mit Vorerkrankungen durchaus erkennen."


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