Newsticker
Bundes-Notbremse: Ausgangsbeschränkungen fallen weniger streng aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Wer war die Frau an der Seite Ernst Steinackers?

Publikation

30.11.2019

Wer war die Frau an der Seite Ernst Steinackers?

Der Evangelist Johannes, eine Votivarbeit mit Wachs, Gold und Pigmenten von Ingrid Maria Steinacker.
2 Bilder
Der Evangelist Johannes, eine Votivarbeit mit Wachs, Gold und Pigmenten von Ingrid Maria Steinacker.
Foto: Steinacker-Holst

Ein jetzt erschienenes Buch beschreibt Leben und Werk der Wemdinger Künstlerin Ingrid Maria Steinacker

Der Katholische Frauenbund Wemding hat vor zwei Jahren zu einem Vortrag über die Votivarbeiten von Ingrid Maria Steinacker eingeladen. Dies gab den Anstoß, die Werke der Wemdinger Künstlerin in einem Buch zusammenzufassen. Dieses Buch ist jetzt fertig.

Es berichtet über das Werk der Künstlerin und auch über ihr Leben an der Seite des bekannten Bildhauers und Malers Ernst Steinacker. Im Katalogteil wird eine Auswahl ihrer schönsten Votivarbeiten gezeigt.

Das etwa 200 Seiten umfassende Buch ist ein Dank für die lebenslange Unterstützung ihres Ehegatten und eine Würdigung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit. Der 100. Geburtstag Ernst Steinackers am 6. November (wir berichteten mehrfach) war der geeignete Anlass dafür, dieses Buch herauszugeben.

Ingrid Maria Steinacker wurde am 18. April 1931 geboren und verbrachte ihre Jugend in Sternberg in Nordmähren. Mit zwölf Jahren musste sie infolge der Kriegswirren ihre Heimat verlassen und wurde mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern in Wittesheim bei Monheim untergebracht. Sie wurde Schaufensterdekorateurin in Wemding und heiratete 1957 den Wemdinger Künstler Ernst Steinacker (1919-2008). Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor.

1983 begannen der Aufbau und die Gestaltung von Schloss Spielberg. Dafür wurde dem Künstlerehepaar Steinacker 1990 der Denkmalschutzpreis in München verliehen. Über viele Jahre entwickelte die Künstlerin Ingrid Maria Steinacker ihren persönlichen Stil in der modernen Votivkunst. Die Vielzahl ihrer Andachtstafeln, ihre Kerzenbemalungen und Kreuzgestaltungen zeugen von sehr hoher künstlerischer Qualität.

1992 gestaltete Ingrid Steinacker die 2,40 Meter große Pestkerze, die anlässlich eines Gelübdes der Stadt Wemding alle 20 Jahre von der Stadtgemeinde nach St. Sebastian in Oettingen getragen wird. Die reich bebilderte Publikation beinhaltet eine ausführliche Beschreibung von Veit Steinacker über die Geschichte von Schloss Spielberg, Grußworte von Fürst Albrecht von Oettingen-Spielberg, Professor Hans Frei und Heimatgedichte von Alois Sailer.

Eine detaillierte Beschreibung sowie eine Werkanalyse wurde zudem von Anneliese Till erarbeitet. (dz)

Das Buch und ein Geburtstagskalender mit Bildern von Licht-Projektionen sind während des Wemdinger Weihnachtsmarkts am Stand des Katholischen Frauenbunds im Verwaltungsgebäude Wemding und dann in der Tourist-Information Wemding sowie im KunstMuseum Donau-Ries Wemding erhältlich.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren