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Wetter
04.05.2021

Der April machte, was er will

Auf der Temperaturgrafik von Wetterbeobachter Werner Neudeck für den vergangenen Monat sind die beiden winterlichen Phasen um den 4. und 17. April deutlich zu erkennen.

Der Donauwörther Beobachter Werner Neudeck berichtet von zu kalten Temperaturen

„Dieser Monat war ein typischer April, der von Winter bis Frühjahr alles bot.“ Zu diesem Ergebnis kommt Wetterbeobachter Werner Neudeck aus Riedlingen. Konkret: Es gab eine viel zu hohe Zahl an Frosttagen, aber auch zahlreiche sonnige Tage, verbunden mit einem ganz erheblichen Niederschlagsdefizit.

Der Aprilstart verlief Neudeck zufolge sonnig und warm. Auch in den folgenden Tagen zeigte sich die Witterung zwar weiterhin freundlich, doch der Temperaturschnitt sank auf einstellige Werte. Bei geringer Bewölkung war am 4. April ein schöner Osterspaziergang durchaus möglich, obwohl kalter Wind aus Nordwest das Vergnügen etwas trübte.

Am zweiten Feiertag schlug Tief Ulli zu: Es wurde bei einem Schnitt von nur vier Grad richtig ungemütlich, Schneefall und heftige Windböen setzten ein, der Winter feierte seine Rückkehr. Dieser unerwartete Kälteeinbruch dauerte bis zum 8. April an. Als wäre ein Schalter umgelegt worden, stiegen die Temperaturen täglich an, um am 11. April 21 Grad zu erreichen. Doch deutlich fallender Luftdruck kündigte nach dem Motto „Der April macht, was er will“ einen erneuten Umschwung an. Am Tag darauf war der Spätwinter mit Schneeregen und niedrigen Temperaturen zurück. Diese deutlich zu kalte Wetterlage hielt die Region bis zum 19. April in Atem. Doch nun wurden die Temperaturwerte zumindest wieder zweistellig, und auch die Sonne ließ sich bis zu sieben Stunden blicken. Trotz eines recht eisigen Windes aus nördlichen Richtungen war der Frühling nun endlich angekommen und die Temperatur stieg am 24. April auf fast 19 Grad. Nun fehlte der Natur nur noch dringend Regen, der am 29. April nach sieben wolkenlosen Tagen dann tatsächlich einsetzte. Das alles konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Monat mit vier Schneetagen (normal einer) der kälteste April der aktuellen Statistikperiode war. Lediglich bei der Zahl der Frosttage wurde er vom April 1997, der 13 Frosttage aufwies, überboten.

Doch es gibt nicht nur Negatives zu berichten. Trotz einer erheblichen Durststrecke vom 12. bis zum 18. April sah es beim Sonnenschein relativ erfreulich aus, vor allem im letzten Monatsdrittel. Elf Tage mit acht Sonnenstunden, darunter sogar sieben Tage mit zehn Stunden summierten sich auf 190 Sonnenstunden (normal 160).

Noch ein paar Zahlen von Neudeck zum April: Temperaturschnitt: sieben Grad (normal 9,8 Grad). Maximum: 23,4 Grad am 1. April. Minimum: minus 3,1 Grad am 14. April. Zehn kalte Tage (normal fünf), zehn Frosttage (normal drei), zwei warme Tage (normal sieben) und kein Sommertag (normal einer). Niederschlag: 17,2 Liter pro Quadratmeter (nur 33 Prozent des üblichen Werts). (neu)

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