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14.06.2012

Widerstand auch gegen neuen Standort

Wohin soll der Sendemast?

Rain Die Deutsche Funkturm GmbH in München hat für ihren in Rain geplanten Sendemast einen neuen Standort ins Gespräch gebracht. Darüber informierte Bürgermeister Gerhard Martin den Stadtrat während dessen Sitzung am Dienstagabend.

Die Stadträte hatten dem ursprünglichen Standort vor einem Jahr ihr Einverständnis verweigert. Zudem hatte sich Unmut unter den Bürgern breitgemacht. Sicher ist nun aber: Auf dem Grundstück an der Ignaz-Lachner-Straße, auf dem seit den 1980er-Jahren bereits ein mit diversen Mobilfunkantennen gespickter Mast steht, wird kein zusätzliches Bauwerk entstehen.

Vor einem Jahr hatte die Stadt, wie Bürgermeister Martin erinnerte, einen Standort an der Umgehungsstraße angeregt, nachdem die Bewohner gesundheitliche Probleme befürchtet hatten. Der vorgeschlagene Standort eigne sich nach Auskunft der Firma aber nicht, berichtete das Stadtoberhaupt. Seinerseits habe das Unternehmen nun ein Grundstück zum Bau des 44 Meter hohen Mastes an der Staustufe als geeignet bezeichnet. „Das ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung“, beurteilte Martin die neue Situation. Zur Wohnbebauung bestände ein Abstand von mindestens 400 Metern, zu den Schulen einer von 670 Meter.

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Größerer Abstand zur Schule gefordert

Er sehe dies nicht so, sagte der Sprecher der CSU-Fraktion, Alfred Hackenberg. Er sehe darin keine Verringerung der Belastung für die Anwohner. Er wolle sich damit jedenfalls nicht zufriedengeben. Er regte den Bau des Mastes „nördlich der Bahnlinie oder ganz über dem Lech“ an.

Zustimmung fand Hackenberg bei Günther Wintermayr und Wolfgang Janson von den Freien Wählern. Janson kündigte seine Ablehnung an, wenn der Abstand zur Schule nicht vergrößert werde.

Nun soll versucht werden, einen Standort noch weiter von der Wohnbebauung entfernt zu erhalten. Bürgermeister Martin versprach, die Wünsche an die Betreiberfirma weiterzugeben. Es hänge wohl davon ab, ob dies auch technisch machbar sei. „Ich werde mich nicht mehr zum Funktechniker weiterbilden und vertraue den Auskünften“, meinte er.

Das Stadtoberhaupt gab aber auch zu bedenken, dass es sich um einen Mast handele, der für den Behördenfunk notwendig sei. Die Stadt könnte als Grundstücksbesitzer beim Bau zur Auflage machen, dass dort dann keine weiteren Sendeanlagen von Mobilfunkbetreibern installiert werden dürften. Martin mahnte letztlich auch „konstruktive Mitarbeit“ an, stehe man als Sicherheitsbehörde doch auch in der Pflicht. (bih)

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