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Landkreis

25.11.2017

Wie geht es mit dem Zeltplatz in Tapfheim weiter?

2018 soll es nun soweit sein: Die seit langer Zeit geplanten Renovierungsarbeiten am Tapfheimer Zeltplatz sollen starten.

Im Herbst sollte der zweite Bauabschnitt beginnen. Doch das Vorhaben stockt weiterhin. Wie der Kreisjugendring versucht, das Projekt dennoch bald umzusetzen.

Es ist ruhig auf dem Tapfheimer Zeltplatz. Zu ruhig, denn ursprünglich sollten seit Herbst dieses Jahres die Bagger rollen, um die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten voranzutreiben. Doch das Vorhaben stockt. Seit knapp zehn Jahren beschäftigt der Zeltplatz nun schon den Kreisjugendring Donau-Ries (KJR).

Zur Erinnerung: Die Sanierung des Zeltplatzes ist in zwei Abschnitte aufgegliedert. Bei der ersten Bauphase wurde der Platz an das Stromnetz angeschlossen. „Dafür mussten rund 800 Meter Leitungen verlegt werden“, erinnert sich Thomas Krepkowski, Vorsitzender des KJR. Außerdem ließen die Verantwortlichen eine Pflanzenkläranlage installieren, um das Abwasser verwerten zu können. Ein Anschluss ans Kanalnetz wäre zu teuer gewesen.

130 Gäste sind auf dem Areal möglich

Der zweite Teil der Modernisierung sieht ein neues Sanitärgebäude vor, das den heutigen Anforderungen entspricht, betont Krepkowski. „Dadurch soll auch die Belegung entzerrt werden, damit sich nicht alle Gäste eine Sanitäranlage teilen müssen.“ Denn der Zeltplatz kann 120 bis 130 Personen beherbergen. Eine Dusche pro Geschlecht reiche da nicht aus.

Die bisherigen Räumlichkeiten sind ebenfalls vom Vorhaben betroffen. Beim vorhandenen Gebäude wollen die Verantwortlichen ein Vordach installieren, damit die dortige Kochgelegenheit vor Niederschlag geschützt ist. Außerdem soll ein neuer Grillpavillon gebaut werden, der auch als zusätzlicher Unterstellplatz bei schlechtem Wetter dienen kann. Im Zuge der Herbstvollversammlung vermeldete der KJR nun den aktuellen Sachstand.

Um das Vorhaben endlich voranzubringen, gibt es mit Heidi Hofstetter seit dem 1. November eine Projektleiterin, die sich um den Zeltplatz kümmert. „Der Architekt muss jetzt die Ausschreibungen vorbereiten. Die Bagger sollen im kommenden Jahr anrollen“, gibt sich Hofstetter zuversichtlich. Immerhin können die Verantwortlichen des KJR ein Stück weit besser planen: „Die Finanzierung steht. Sowohl der Landkreis, als auch der Bayerische Jugendring fördern die baulichen Maßnahmen“, erklärt die Projektleiterin.

Erst zwei Drittel der Kosten sind gedeckt

Rund 263000 Euro sind im Haushaltsplan für 2018 veranschlagt – damit sind zwei Drittel der Kosten gedeckt. Das bedeutet jedoch im Umkehrschluss: Noch immer gibt es eine finanzielle Lücke – und um diese schließen zu können, seien auch die Verbände gefragt. „Jeder, der handwerklich begabt ist und Lust hat zu helfen, kann 2018 im Frühjahr oder Herbst auf dem Zeltplatz werkeln“, sagt KJR-Vorstandsmitglied Teresa Jaumann. Denn auch Krepkowski betont: „Ein großer Teil der Summe sollte gesichert sein, bevor wir mit der Baumaßnahme beginnen.“ Neben der Eigeninitiative der Verbandsmitglieder will der Kreisjugendring auch vermehrt auf Spendentour gehen.

Wie wichtig die geplanten Maßnahmen für den Zeltplatz sind, zeigen die Zahlen, die Verwaltungsmitarbeiterin Gudrun Adam während der Veranstaltung präsentierte: Mit 23 Gruppen gab es erneut eine steigende Anzahl an Buchungen. „Die Renovierung ist auch nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Projektleiterin Hofstetter.

Zu allem Überfluss sehen sich die Betreiber des Tapfheimer Zeltplatzes neben der Finanzierung mit einem weiteren Problem konfrontiert: lästigen Schnaken. Man werde dort im Sommer regelrecht aufgefressen, einige Gäste seien sogar wieder abgereist, beklagten sich Delegierte während der Herbstvollversammlung. Schuld daran ist die Nähe zum Tapfheimer Badesee. Gudrun Adam kennt das Problem, befürchtet aber auch, dass man gegen die kleinen Plagegeister wenig ausrichten könne.

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