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Landkreis Donau-Ries

01.01.2020

Winterdienst: Einsatz von Gurkenwasser gegen Glätte?

Befüllung eines Winterdienstfahrzeuges mit Feuchtsalz. Im Landkreis Donau-Ries wird diese Variante erstmals ausprobiert.

Plus Die Salzsilos des Landkreises Donau-Ries sind gut gefüllt. Warum auch Gurkenwasser auch ein Thema werden könnte.

Die Mitarbeiter des Winterdienstes im Landkreis Donau-Ries waren nicht böse, dass es während der vergangenen Tage keine dicken, weißen Flecken gab. Seit Ende Oktober stehen sie parat, um Streueinsätze zu fahren. Auch am Bauhof in Monheim, in den Stützpunkten Bayerdilling, Forheim und Heuberg sowie im Bauhof in Nördlingen ist man für einen spontan notwendigen Einsatz gerüstet.

Ab 3.30 Uhr werden die Straßen kontrolliert

Einige Streueinsätze haben die Mitarbeiter bereits gefahren, erzählt Gerhard Schappin, Fachbereichsleiter Tiefbau beim Landratsamt. Besonders Temperaturen um den Gefrierpunkt seien tückisch. Der Wetterwarndienst kontrolliert demnach ab 3.30 Uhr die Straßen, bei Bedarf rund um die Uhr. Die Mitarbeiter, die in Rufbereitschaft sind, werden im Bedarfsfall per Handy oder Telefon informiert.

„Wir können nicht überall gleichzeitig sein“, sagt Gerhard Schappin. 1800 Tonnen Salz haben er und seine Kollegen in Monheim parat liegen, in Bayerdilling gibt es zusätzlich ein Salzsilo mit 75 Tonnen, „was bei einem normalen Winter ausreichen sollte“. Kommt es ganz „dick“, so könne ständig nachgeordert werden.

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Umweltbelastung ist "immer ein Thema"

Immer ein Thema, wenn es um Streusalz geht, ist die Umweltbelastung. Dazu kann Schappin aber keine Angaben machen. Nur soviel: „Seit diesem Winter ist Feuchtsalz im Einsatz. Damit wollen wir erste Erfahrungen sammeln.“ Experten wissen, dass man Feuchtsalz aufsprühen könne.

„Da fliegt kein Salz weg und man braucht auch weniger davon“, sagt ein Mitarbeiter. In Monheim und Bayerdilling sind zehn Mitarbeiter mit ünf Fahrzeugen im Zwei–Schicht-Betrieb im Einsatz.

Winterdienste: Gegen Eis und Schnee auf Straßen hilft Gurkenwasser

Weitere Abhilfe könnte ein Pilotprojekt der niederbayerischen Firma Develey schaffen. Das Unternehmen verarbeitet pro Jahr rund 17000 Tonnen Gurken in Silos. Dort bleiben rund 10 000 Liter Salzwasser zurück. Anstatt das Wasser aufwendig zu klären, will das Unternehmen nun weiteres Salz hinzufügen, bis das Verhältnis dem der klassischen Winterdienst-Sole entspricht.

Gurkenwasser für den Neuburger Winterdienst?

Bereits in diesem Winter will der Freistaat mit der neuen Methode etwa 700 Tonnen Salz und fünf Millionen Liter Wasser sparen. „Zum Einsatz des Gurkenwassers gibt es noch keine Pläne“, sagt Schappin. Man wolle erst einmal erste Erfahrungsberichte abwarten und sich dann Gedanken machen.

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