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27.11.2019

Wirtschaftsförderverband wächst weiter

Über ein spezielles EU-Programm konnten Menschen aus strukturschwachen Gegenden in Osteuropa in die Region geholt und in der Krankenpflege sowie in der Gastronomie beschäftigt werden. Darauf wies Geschäftsführer Veit Meggle bei der Mitgliederversammlung des Wirtschaftsförderverbands hin.

Bilanz Mitgliederzuwachs von knapp 20 Prozent im Vergleich zum Frühjahr. Geschäftsführer Meggle freut sich zudem besonders über ein gelungenes Projekt, zwei Aktionen dagegen floppen

Landkreis Beim Wirtschaftsförderverband Donauries steigt die Zahl der Mitglieder kontinuierlich an. Geschäftsführer Veit Meggle sprach bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch in Nördlingen von derzeit 263 Mitgliedern, die dem Verband angehören. Im Frühjahr dieses Jahres seien es rund 40 weniger gewesen.

Meggle wies in seinem Bericht auf die zahlreichen Aktivitäten hin. Diese reichten von Betriebsleitergesprächen über Unternehmerfrühstücke, Geschäftsführerstammtische bis hin zur Teilnahme am Berufswegekompass. Hinzu kämen das Bündnis für Fachkräfte, das Label Top-Arbeitgeber, die Projektwoche Schule-Wirtschaft sowie intensive Werbetätigkeiten in den sozialen Medien.

Im Rahmen eines sogenannten EU Contact-Matching sei es gelungen, Menschen aus strukturschwachen Gegenden Osteuropas in die wirtschaftlich starke Region Nordschwaben zu holen und in den Bereichen Krankenpflege und Gastronomie auch zu beschäftigen, sagte Meggle.

Überhaupt nicht funktioniert habe allerdings der „Donauries Bus“, mit dem Studenten der Hochschule Augsburg zu Firmen in den Landkreis Donau-Ries gefahren werden sollten, um sich vor Ort ein Bild über spätere Beschäftigungsmöglichkeiten zu machen. Gleiches gelte für „Donauries on Tour“, bei der Interessierte die Möglichkeit gehabt hätten, zu überregionalen Jobmessen zu fahren. Bei beiden Aktionen sei die Resonanz verschwindend gering gewesen, bedauerte der Geschäftsführer.

Keine Veränderungen gab es bei den Neuwahlen. Sämtliche Funktionsträger des Vereins wurden in ihren Ämtern bestätigt. Den Vorstand bilden weiterhin Landrat Stefan Rößle als Vorsitzender sowie Hermann Faul und Werner Luther als Stellvertreter.

Abgerundet wurde die Versammlung durch einen Vortrag von Carolin Goßen, in dem sie den Menschen in den Mittelpunkt stellte, insbesondere dessen Stärken und Motive. Für die Arbeitgeber sei es dabei besonders wichtig, diese beiden Aspekte bei den Mitarbeitern zu erkennen und erfolgreich einzusetzen. Dadurch würden Leistungspotenziale von Personen und Teams entdeckt und entwickelt. Somit könnten auch die Leistungen gesteigert und ausgebaut werden, glaubt die Referentin.

Die Zufriedenheit der Arbeitnehmer bilde den Schlüssel zu einem erfolgreichen Unternehmen. Schließlich sei man als Arbeitgeber immer nur so gut, wie das Team, das hinter einem stehe. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels gelte dies besonders. Von daher müsse man sich notwendigerweise um seine Mitarbeiter bemühen.

Goßen machte deutlich, wie wichtig es sei, auch einmal „hinter“ den Mitarbeiter zu blicken und sich Mühe zu geben, ihn nicht nur oberflächlich zu beurteilen. Wie ist der Kollege eigentlich? Warum ist er so? Warum kann ich es mit ihm nicht so gut?

Nach diesen Fragestellungen entstehen nach Meinung Goßens am Ende vielleicht Toleranz und Verständnis, was das Zusammenarbeiten wesentlich vereinfache. Ein Erfolgsgeheimnis von Carolin Goßen: „Begeistern kann, wer begeistert ist.“ Als Führungskraft gelte es, die Menschen zu erkennen und deren Stärken richtig einzusetzen.

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