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Wetter

02.12.2020

Zu warm und ausreichend Sonnenschein

Deutlich zu sehen ist, dass winterliche Temperaturwerte erst ab dem 21. November auftraten, so Wetterbeobachter Werner Neudeck.

Obwohl es im November auffällig viel Nebel gab, geizte der Monat nicht mit Sonne. Und es war sehr trocken

Der November hat sich als erkennbar zu warm erwiesen und trotz einer extrem hohen Zahl an Nebeltagen genügend Sonnenschein hervorgebracht. Problematisch war der extrem geringe Niederschlag – so fällt das Fazit des Wetterbeobachters Werner Neudeck aus Donauwörth aus.

„Nach einem verregneten Allerheiligen schaufelten Tiefs über Südwesteuropa warme Luft zu uns und das Thermometer kletterte bis auf frühlingshafte 19,9 Grad“, so Neudeck. Nach zwei eher ungemütlichen Tagen ließ sich am 5. November schon vormittags die Sonne sehen, wodurch die Temperatur immerhin auf 12 Grad anstieg.

„Obwohl am Tag darauf in großen Teilen Bayerns Nebel herrschte, überraschte uns schon am frühen Morgen Sonnenschein bei völlig wolkenlosem Himmel, auch wenn nach dem ersten Nachtfrost dieses Herbstes die Temperatur nur noch 9 Grad erreichte.“ Eine stabile Hochdrucklage ließ diesen Wechsel zwischen Sonne und Nebel im Donaugebiet zunächst bis zum 11. November weitergehen, wobei die Tage mit ganztägigem Nebel zunahmen. Erst am 12. November konnte am Nachmittag die Sonne den Schleier für zwei Stunden durchdringen, und die Tagestemperatur wurde wieder zweistellig. Dies gipfelte dann in ganztägigem Sonnenschein am 14. November bei spätherbstlichen 16 Grad und sieben Stunden Sonnenschein.

Es scheint sich langsam einzubürgern, dass der November im ersten Drittel noch deutlich zu warm ist. So lag auch heuer der Schnitt bis dahin noch 3,2 Grad über dem Monatsschnitt. Damit wurde erneut bestätigt, dass der Klimawandel zu einem späteren Beginn der winterlichen Temperaturen führt. Doch allmählich ließ es sich nicht verleugnen, dass es mit den deutlich zu hohen Temperaturen ein Ende hat. Dazu trug auch der ab 20. November einsetzende Nachtfrost bei, der am Tag darauf sogar -4,3 Grad erreichte.

Tagelanger Nebel und Hochnebel in der letzten Woche des Monats waren schon etwas deprimierend, es herrschte das typische Novembergrau. Ein kurzer Lichtblick zeigte sich am 29. November, die Sonne war fast ganztägig zu sehen, resümiert Neudeck.

Interessant zeigte sich der Verlauf des Sonnenscheins: Trotz der 18 Nebeltage (normal zehn) fiel die Sonnenscheinbilanz mit 55 Stunden (normal 46 Stunden) überraschend gut aus – „auch wenn sechs Tage Nebel am Stück schon sehr aufs Gemüt schlugen“, sagt der Wetterbeobachter. (neu)

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