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04.11.2010

Demo gegen die Sparpolitik

Infostand der Gewerkschaft in der Reichsstraße in Donauwörth. Foto: Bissinger
Foto: Bissinger

Die Sparbeschlüsse der Bundesregierung hat die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) in Donauwörth zum Anlass genommen, um die ihrer Ansicht nach ungerechten Belastungen anzuprangern. In Donauwörth informierten Mitglieder der Gewerkschaft mit ihrem Vorsitzenden Bruno Schönherr die Passanten an einem Stand in der Reichsstraße. "Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 führt zur Rentenkürzung, da nicht ausreichend Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer zur Verfügung stehen", erklärte Schönherr. Berechnungen belegten, dass der Durchschnittsrentner 2023 nur noch 46,2 Prozent des früheren Bruttoeinkommens haben wird: "Für den, der früher aufhören muss, wird es noch enger." Wer mit 65 Jahren gehe, erhalte 7,5 Prozent weniger Rente, wer mit 63 aufhörer, verliere 14,4 Prozent.

Vom Geldbeutel abhängig

Das Verlassen des Solidaritätsprinzips in der Gesundheitspolitik bedeute, dass die Gesundheitsversorgung vom Geldbeutel abhängen werde. Das sei unter dem Motto "Wer arm ist, stirbt früher" eine menschenverachtende Politik. Am Beispiel der Krankenhäuser wurde vorgerechnet, dass 2,5 Milliarden Euro jährlich fehlen würden, was, so Schönherr, "einer Einsparung von 50 000 Stellen entspricht". (bih)

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