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Harburg
05.04.2022

100-Millionen-Euro-Projekt: Bei Märker steht jetzt der Ofen still

Im Märker-Werk in Harburg ist jetzt der alte Drehrohrofen abgestellt worden. Er war 48 Jahre in Betrieb. Nun müssen alle Zu- und Ableitungen an den neuen Ofen angeschlossen werden.
Foto: Wolfgang Widemann

Die Firma Märker in Harburg befindet sich in der Endphase ihrer immensen Investition. Warum die kommenden Wochen für das Unternehmen spannend werden.

Hans-Jürgen Leitner war am Montag früh in der Firma. Sehr früh. Der Werksleiter bei Märker in Harburg saß bereits um 3 Uhr an seinem Schreibtisch. In dem Unternehmen stand ein Ereignis an, auf das viele Beschäftigte seit zwei Jahren hingearbeitet hatten. Nach rund 48 Jahren hat der bisherige Drehrohrofen, in dem bei 1450 Grad Kalk zu Klinker, dem Grundstoff für Zement, gebrannt wird, ausgedient. Der Abstellprozess begann bereits in der Nacht und zog sich über Stunden hin. Am frühen Montagmorgen ging Leitner zu den Kollegen in den Leitstand, von dem aus die großen Industrieanlagen der Fabrik gesteuert werden. Es war exakt um 6.53 Uhr, als der Ofen abgeschaltet wurde. Damit beginnt bei Märker eine spannende Phase. Mit Hochdruck müssen in den kommenden Wochen die restlichen Bauarbeiten erledigt werden, damit der neue Ofen samt den gewaltigen, neu gebauten Anlagen wie geplant in Betrieb gehen kann.

Der neue, große Wärmetauscherturm von Märker ist schon fertig

Dass das 100-Millionen-Euro-Projekt weit fortgeschritten ist, sehen Tausende von Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern täglich von der B25 aus, die direkt am Werk und der Baustelle vorbeiführt. An dem neu errichteten sogenannten Wärmetauscherturm – er ist 118 Meter hoch – ist kürzlich der noch höhere Baukran abmontiert worden. Die Arbeiten an dem Turm an sich sind nun abgeschlossen. Dafür geht es um ihn herum umso emsiger zu. Nach Auskunft von Leitner müssen sämtliche Anschlüsse vom alten auf den neuen Drehrohrofen umgelegt werden. Dazu sind gleich mehrere große Autokräne im Einsatz, die zwischen den stählernen Bauwerken aber eher klein wirken.

Blick auf einen Teil der neuen Produktionsanlagen bei Märker: im Vordergrund Abgasrohre am Wärmetauscherturm, rechts die Abgasfilteranlage und im Hintergrund das Brennstoff-Zwischenlager.
Foto: Wolfgang Widemann

Noch unvollendet ist beispielsweise das zuletzt zur Bundesstraße hin errichtete Zwischenlager für Brennstoffe, die über ein mehr als 700 Meter langes, geschlossenes Förderband aus einem anderen Bereich des weitläufigen Fabrikgeländes herangeschafft werden. Viele Zu- und Ableitungen am 90 Meter langen alten Ofen müssen gekappt und an die neue Anlage angeschlossen werden. Besonders fallen die drei Meter dicken Abgasleitungen aus Edelstahl auf.

Um die Kunden beliefern zu können, hat Märker die Silos in Harburg gefüllt

Mit dem Abschalten von Ofen 7 steht in der Fabrik das Herzstück der Produktion still. Um weiter die Kunden beliefern zu können, müssen deshalb die Vorratssilos voll sein. Darauf habe man in den vergangenen Wochen und Monaten hingearbeitet, berichtet Hans-Jürgen Leitner – und dies ist zu "99 Prozent" erreicht. Soll heißen: In sechs Silos befinden sich aktuell rund 114.000 Tonnen Klinker und in über 30 Zementsilos etwa 40.000 Tonnen Zement. Gleichzeitig sei die Produktion im Märker-Zementwerk in Lauffen (Baden-Württemberg) hochgefahren worden.

Der neue Drehrohrofen der Firma Märker soll am 12. Mai in Betrieb gehen.
Foto: Wolfgang Widemann

Man habe "haargenau durchgerechnet", dass das Material während des fünfwöchigen Stillstands nicht zur Neige geht und das Unternehmen – eine gewisse Reserve mit einkalkuliert – alle Kunden beliefern kann. Dies sei elementar, beliefere die Firma doch auch wichtige Infrastrukturprojekte mit Zement beziehungsweise Beton.

An die 200 Monteure arbeiten bei Märker jetzt rund um die Uhr

Auf der Baustelle tickt jetzt die Uhr. Der Zeitplan sieht nach Angaben des Werksleiters vor, dass am 6. Mai der Brenner am 61 Meter langen Ofen 8 erstmals getestet wird. Um diesen Termin einhalten zu können, seien 170 bis 200 Monteure von Firmen aus verschiedenen Ländern vor Ort. Gearbeitet werde rund um die Uhr, auch voraussichtlich an fünf Sonn- und Feiertagen. An denen sind die Aktivitäten auf 7 bis 18 Uhr beschränkt. Mehr als 30 Gewerke müssten abgearbeitet werden, vieles davon geschehe gleichzeitig.

Bids zu 200 Monteure sind bei Märker in Harburg damit beschäftigt, die restlichen Arbeiten zu erledigen.
Foto: Wolfgang Widemann

Das große Ziel, das die Märker-Verantwortlichen vor Augen haben: Ofen 8 soll am 12. Mai anlaufen und in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig die Klinkerherstellung garantieren. Die ersten Tage und Wochen nach der Inbetriebnahme würden noch spannender, verrät Leitner. Dann erst zeige sich, ob die neue Technik im Ganzen auch funktioniert.

Am Montagmorgen waren die Gedanken daran für einen kurzen Augenblick beiseite geschoben. Als Ofen 7 gestoppt wurde, seien einige Mitarbeiter im Leitstand zusammengekommen. "Ein bisschen Wehmut war da schon", beschreibt der Werksleiter die Atmosphäre. Selbst die dienstältesten Beschäftigten habe der Drehrohrofen ihr ganzes Arbeitsleben über begleitet.

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