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  3. Landkreis Donau-Ries: Betriebe im Kreis Donau-Ries richten Warnung an die Politik

Landkreis Donau-Ries
16.05.2024

Betriebe im Kreis Donau-Ries richten Warnung an die Politik

Die Wirtschaft ist eigentlich stark im Kreis Donau-Ries. Doch aktuell machen sich Eintrübungen bemerkbar.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die Industrie- und Handelskammer Donau-Ries betont, dass die Bundespolitik unbedingt umsteuern müsse - sonst drohten unter anderem Produktionsverlagerungen.

Es ist ein Kunststück, das Andreas Dirr leisten muss: Einerseits soll der IHK-Regionalvorsitzende möglichst ungeschminkt Fakten aufzeigen, andererseits nicht allzu schwarz malen, was die Lage der Industrie sowie des Dienstleistungssektors im Landkreis Donau-Ries betrifft. Die Frühjahrs-Konjunkturumfrage der regionalen IHK spiegelt eben genau das wider - die aktuelle Situation in der Wirtschaft ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Doch es bedürfe dringend einiger wichtiger Änderungen im Land, unterstreicht Dirr. Und das gehe nur mithilfe rascher politischer Entscheidungen. Ansonsten sähe es tatsächlich bald düster aus in einigen Werkshallen in der Region.

Dirr ist im Hauptberuf Geschäftsführer des Wohnwagenherstellers Fendt Caravan in Mertingen. Er weiß, wie es mittlerweile der ein oder andere Konkurrent in der Branche hält. Und das sollte ein Warnsignal an die Bundespolitik sein: Ein traditionsreicher Caravanhersteller aus dem Norden der Republik habe sich mittlerweile Ungarn als weitere Produktionsstätte ausgesucht, freilich mit der Option von Deutschland nach dort mehr und mehr auszulagern, sollten hier die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen. Jene Rahmenbedingungen seien es, die dieser Tage so viel zählten für die Industrie, aber auch für die Gesamtwirtschaft als solche.

Die Strukturen in Deutschland als Hemmschuh

Was ist verkehrt an den hierzulande herrschenden Strukturen? Dirr und seine Kollegen Oliver Stipar (IHK-Regionalgeschäftsführer) und Thomas Schörg (IHK Schwaben) müssen da nicht lange überlegen. Sie zeigen hierzu zunächst bunte Kurven und Balkendiagramme. Und jedermann dürfte ahnen, was es bedeutet, wenn die Kurven nach unten abbiegen. Die repräsentative Befragung von 120 nordschwäbischen Unternehmen zeigt, dass das wirtschaftliche Stimmungsbarometer im Kreis Donau-Ries unterhalb des schwäbischen Durchschnitts liegt. Ein Novum. Will heißen: Die hiesigen Firmen sehen die Lage als ernst an, zugleich schrauben sie ihre Erwartungen herunter. Oder, in der Fachsprache der IHK: Der Konjunkturindex ist im Vergleich zum Jahresbeginn um vier Punkte auf nur mehr 90 Zähler gefallen; der schwäbische Schnitt liegt indes bei ohnehin schon kaum zufriedenstellenden 101 Punkten. Erst ab 100 Punkten spricht man überhaupt von Wachstum. Voriges Jahr um diese Zeit lag der Index im Kreis um fünf Punkte höher.

Der Grund für den nachhaltigen Donau-Rieser Stimmungsdämpfer sehen Dirr und Stipar auch in der eigentlich positiven wirtschaftlichen Struktur des Landkreises. Der Kreis sei allem voran in der Industrie und den ihr angegliederten Bereichen stark aufgestellt. In der Tat: In kaum anderen Regionen Schwabens finden sich so viele Industriebetriebe. Doch die regionale wie überhaupt die deutsche Industrie habe an vielen Fronten enorm zu kämpfen: im internationalen Vergleich hohe Energiekosten, Fachkräftemangel, Bürokratie, Kostensteigerungen bei den Rohprodukten. Eine bedenkliche Melange ist es, welche die Vertreter der IHK beschreiben. Es handle sich eindeutig um "ungelöste Strukturprobleme" des Landes als Ursache für die miese Stimmung, sagt Dirr. Demnach stellen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das größte Risiko für die Entwicklung der heimischen Wirtschaft dar. Man stehe im internationalen Wettbewerb - sehe sich aber benachteiligt aufgrund hoher nationaler Auflagen und ebenso hoher Abgaben. 

Nur 25 Prozent der Donau-Rieser Firmen sind gut gestimmt

Die Eintrübungen, die zuletzt auch die Donau-Rieser Arbeitsagentur benannte, machen sich in der IHK-Befragung deutlich bemerkbar: Nur 25 Prozent der hiesigen Betriebe berichten von einer aktuell guten Geschäftslage - zum Jahresbeginn waren es noch 37 Prozent. Nur sechs Prozent erwarten derweil eine Besserung der Lage, 35 Prozent prognostizieren dagegen eine weitere Verschlechterung. Ein entscheidendes Alarmzeichen seien unterdessen, so Dirr und Stipar unisono, schwächelnde Investitionen in Produktinnovationen. Nur knapp ein Drittel der Firmen ist hier aktuell tätig und buttert rein in Neues - alles unter 50 Prozent gilt bei der IHK als tragisch. 

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Doch die Hoffnung wolle man nicht verlieren. Es könne umgesteuert werden in der Politik: Gleiche Bedingungen in Sachen Kosten und Auflagen in Europa seien mehr als überfällig. Zudem dürfe speziell die deutsche Politik, wie Dirr betont, "nicht ständig neue Wendungen unternehmen". Man brauche dringend (wirtschafts)politische Stabilität. Unsicherheit sei per se Gift für die Konjunktur.

Warung der IHK vor Populisten rechts wie links

Mit Blick auf die kommenden Europawahlen am 9. Juni warnt die IHK allerdings entschieden vor populistischen, europafeindlichen Parteien rechts wie links. "Ein Dexit wäre die absolute Katastrophe für unsere Wirtschaft", sagt Thomas Schörg mit Blick auf den existenziell wichtigen EU-Binnenmarkt. Er richtet aber gleichzeitig einen eindringlichen Appell an die Bundespolitik, die heimische Wirtschaft nicht überzustrapazieren. Fendt Caravan etwa plane aktuell zwar keine Produktionsverlagerungen ins Ausland. Doch man könne andererseits nicht jeden Preis zahlen, sagt Andreas Dirr. 

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