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Landkreis Donau-Ries
08.01.2022

Immer mehr Frauen im Landkreis Donau-Ries haben einen Job

Immer mehr Frauen im Landkreis Donau-Ries stehen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.
Foto: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

Die Frauen sind immer beschäftigter - das gilt auch für den Donau-Ries-Kreis. Seit dem Jahr 2000 stieg dort die Quote der arbeitenden Frauen um rund 15 Prozent.

Bundesweit wächst der Anteil berufstätiger Frauen. Die Beschäftigungsquote bei Frauen hat sich von 44,50 Prozent im Jahr 2000 auf 58,1 Prozent gesteigert. Im Landkreis Donau-Ries hatten laut Regionalatlas der Statistischen Landesämter zuletzt 61,8 Prozent aller Frauen ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Im Jahr 2000 hatte der Anteil noch bei 46,1 Prozent gelegen.

Damit liegt der Donau-Ries-Kreis deutschlandweit in einer "Bundesliga der Frauenarbeit" auf Platz 92 unter 395 in diesem Fall ausgewerteten Städten, Kreisen und Stadtstaaten. Spitzenreiter ist der Kreis Hildburghausen in Thüringen mit 70,1 Prozent. Bei den Männern sank die bundesweite Beschäftigungsquote von 65,1 auf 65,0 Prozent. Im Kreis Donau-Ries liegt diese Quote bei 73,2 Prozent.

Die höchste Beschäftigtenquote bei den Männern hat der Kreis Dingolfing-Landau (Bayern) mit 76,4 Prozent. Allerdings ist bei den Werten eines zu beachten: Selbständige, Beamtinnen oder Minijobberinnen und ihre männlichen Pendants bleiben bei dieser Berechnung außen vor. Lehrerinnen sind in dieser Betrachtung der Lebensverhältnisse also beispielsweise nur enthalten, wenn sie Angestellte sind.

Statistisch 84,4 Frauen bei 100 arbeitenden Männern im Donau-Ries-Kreis

Wenn Statistiker bei der Betrachtung dieser Quote von Beschäftigten sprechen, sind die Menschen gemeint, die die Sozialversicherungskassen füllen. Die jüngsten Zahlen, die ausgewertet wurden, reichen bis zum 31. Dezember. Und außer der Quote, die den Anteil an den jeweiligen Geschlechtsgenossinnen und -genossen benennt (wobei nur nach weiblich und männlich unterschieden wird), gibt es noch einen ''Index der Beschäftigtenquote''. Der funktioniert so: Er benennt die Zahl der Frauen, die auf 100 arbeitende Männer kommen: Bundesweit lag dieser Index im Jahr 2000 bei 81,7 Frauen pro 100 Männer und stieg bis Ende 2019 auf 89,4. Im Kreis Donau-Ries hatten gab es im Jahr 2000 noch 77,3 berufstätige Frauen auf 100 Männer. Bis Ende 2019 wurden 84,4 je 100 erreicht.

Werden die Frauen für sich betrachtet, dann gilt: Die Mütter drängt es nach der Babypause verstärkt wieder in die Berufswelt - das schlägt sich auf die Zahlen nieder: Rund 61,8 Prozent erreichte die Beschäftigungsquote von Frauen im Kreis Donau-Ries im Jahr 2019 Prozent (Vorjahr: 61,4). Bundesweit lag sie bei 58,1 Prozent, wobei sie über alle Stadt- und Landkreise hinweg von 44,8 Prozent berufstätiger Frauen in Frankenthal (Pfalz) bis 70,1 Prozent im Kreis Hildburghausen variierte. Da machen sich die verschiedenen Rollenbilder also nach wie vor bemerkbar. Denn in der Regel sind im Osten beide Geschlechter berufstätig, im Westen hingegen ist in der Mehrzahl der Mehrpersonen-Haushalte nach wie vor der Mann der Hauptverdiener, wie sich aus den Einkommensdaten ergibt.

Bundesweiter Spitzenplatz bei der Beschäftigungsquote bei den Männern

Für die Männerseite weist die Statistik in der Region eine Beschäftigungsquote von 73,2 Prozent aus, deutschlandweit erreichte sie 65,0 Prozent. Machen wir eine Bundesliga daraus, dann liegt der Kreis Donau-Ries bei den Männern, die sozialversicherungspflichtige Jobs haben, auf Platz elf und bei den Frauen auf Platz 92.

Im Rückblick hat sich im Kreis Donau-Ries die Beschäftigtenquote der Frauen seit dem Jahr 2000 von 46,1 auf 61,8 Prozent gesteigert. Die Männerquote kletterte im selben Zeitraum von 59,7 auf mittlerweile 73,2 Prozent. Damit verringerte sich die Differenz der Frauen- und der Männerquote in diesen zwei Jahrzehnten um 2,2 Prozentpunkte. Bundesweit schrumpfte der Abstand um 3,0 Prozentpunkte.

Allerdings gilt auch, beschäftigter Mann ist nicht gleich beschäftigte Frau: "49 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen arbeiteten im Juni 2020 in Teilzeit", sagt die Arbeitsagentur in einer Untersuchung des Arbeitsmarktes 2020. Bei den Männern sind es nur elf Prozent. Und: "Das Verarbeitende Gewerbe, der Bereich Verkehr und Lagerei sowie das Baugewerbe sind Männerdomänen."

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09.01.2022

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