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Fußball

13.07.2020

Das gibt es Neues von den Teams im DZ-Gebiet - Kreis- bis Regionalliga

Viel Freude machte dem TSV Rain der vergangene November, als die letzten Punktspiele in der Regionalliga stattfanden und das Team sich vom Tabellenkeller auf den 13. Platz verbesserte. So kann es weitergehen, deshalb wird nun wieder fleißig gemeinsam trainiert.
Bild: Izsó

Plus Die Teams in der Region dürfen wieder als Mannschaft trainieren. Was sich bei den Vereinen im Verbreitungsgebiet der DZ getan hat und wie sie die Vorbereitung bestreiten.

Zurück zum Fußball-Alltag – zumindest ein bisschen, denn seit 8. Juli dürfen die bayerischen Mannschaften wieder mit Kontakt trainieren. Die DZ hat sich unter den Vereinen im südlichen Kreis Donau-Ries umgehört, was es Neues gibt und wie sie die Vorbereitung auf den (wahrscheinlich) stattfindenden Rest der Saison angehen.

Bislang dürfen keine Testspiele stattfinden

Die Lockerungen des Verbandes betreffen nur das Training, Freundschaftsspiele sind weiterhin nicht gestattet. Auch müssen laut Verband „feste Trainingsgruppen“ eingehalten und die Hygiene- und Schutzmaßnahmen befolgt werden, etwa was das Duschen und die Anreise angeht.

Dennoch dürften viele Fußballer in der Region erleichtert aufgeatmet haben, als die Nachricht publik wurde, dass sie in der Mannschaft wieder kicken dürfen. „Da hat sich sicher jeder gefreut, unser letztes gemeinsames Training war schließlich Anfang März“, sagt Alex Käs, Trainer des TSV Rain. Der Regionalligist ist am Montag in die Vorbereitung auf den Ligabetrieb gestartet, der Anfang September wieder beginnen soll. Untätig waren die Rainer nicht, sie hielten sich eigenständig fit und durften seit Anfang Juni auch wieder in Kleingruppen trainieren. Nun geht es in die klassische Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte, „da haben wir ja jetzt genügend Zeit“, erklärt Käs, dessen Team zurzeit auf dem 13. Tabellenplatz steht.

Das gibt es Neues von den Teams im DZ-Gebiet - Kreis- bis Regionalliga

Den Plan des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), die Saison bis Mai nächsten Jahres zu ziehen und neben den Ligaspielen noch einen zusätzlichen Wettbewerb einzubauen, den Ligapokal, hält Käs für sinnvoll: „Auf alle Fälle bietet das eine gute Flexibilität und mehr Spielraum, um auf Corona zu reagieren.“ Wenn man eine neue Saison begonnen hätte mit viel mehr Spielen, hätte ein neuer Lockdown womöglich zwei Spielzeiten „zerschossen“, wie Käs weiter erklärt.

Die Neuzugänge des TSV Rain

Personell tut sich einiges beim Regionalligisten. Wie berichtet unterstützen nun Abdel Abou Khalil und Ralf Schröder (beide VfR Neuburg) den TSV. Aus der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt wechselt zudem der 21-jährige Abwehrspieler Joseph Königsdorfer an den Lech. Da Keeper Kevin Maschke als Spielertrainer nach Staudheim geht, haben die Rainer nun allerdings ein Torwartproblem. Denn ein weiterer Torhüter des TSV ist nur eingeschränkt einsetzbar: Christoph Hartmann ist berufsbedingt an Samstagen oftmals verhindert, wie Fußball-UG-Geschäftsführer Alex Schroder sagt. Man sehe sich deshalb nach einem weiteren Keeper um.

Ganz weg fällt Kevin Maschke aber vorerst nicht, denn er wird bis zum Winter dem Verein als Torwarttrainer erhalten bleiben. Abwehrspieler David Bauer wird aber wohl lange nicht mehr für Rain auflaufen. Er hat laut Schroder ein Stipendium für ein Studium in den USA – wenn Corona das Vorhaben nicht verhindert.

Markus Kapfer bleibt Trainer beim TSV Rain II

Auch beim TSV Rain II in der Bezirksliga Nord gibt es personelle Veränderungen. Neben einigen Neuzugängen bzw. Wiederkehrern (siehe Infokasten) gibt es mit Robin Spieler auch einen Abgang. Eigentlich hätte auch Trainer Markus Kapfer den Verein im Sommer verlassen. Doch durch die verlängerte Saison bleibt er dem Team nun bis zum Ende der Spielzeit erhalten. Ihn unterstützen wird im Trainerteam weiterhin David Pickhard, neu hinzugekommen als Co-Trainer ist Johannes Hanfbauer.

Trainingsauftakt ist am 29. Juli. „Wir hatten bereits im Frühling eine sehr gute Vorbereitung, doch dann kam Corona. Jetzt gilt es das zu wiederholen und mit einem guten Gefühl in den Spielbetrieb zu gehen“, sagt Trainer Kapfer, dessen Team auf Abstiegsrang 14 liegt. Wie bei einigen anderen Vereinen auch wurden bereits Testspiele in den nächsten Wochen angesetzt – auch wenn gemäß den Regeln wegen der Pandemie derzeit noch gar keine Spiele stattfinden dürfen. „Wir mussten uns rechtzeitig nach Gegnern umschauen. Besser ein Spiel absagen als noch kurzfristig reagieren zu müssen“, findet Kapfer. An Absagen denken will er aus gutem Grund aber nicht: „Wir müssen uns zu hundert Prozent vorbereiten und maximal investieren. Dann sind wir hoffentlich auf einem guten Weg den Klassenerhalt zu schaffen.“ Helfen solle hier der nun wieder etwas breitere Kader.

FC Mertingen peilt den Klassenerhalt an

Bereits ins Training eingestiegen ist der zweite Bezirksligist im DZ-Gebiet, der FC Mertingen. Da nicht gemeinsam mit der zweiten Mannschaft gekickt werden darf, mussten die Trainingszeiten angepasst werden, erklärt Abteilungsleiter Manfred Seitz. In Kleingruppen wurde bereits in den vergangenen Wochen geübt, „die Bezirksliga motiviert da schon, da muss man eben etwas tun“, so Seitz. Für den Bezirksliga-Aufsteiger ist vor allem der Klassenerhalt wichtig, die Mannschaft von Trainer Bernhard Schuster rangiert nur ganz knapp über der Abstiegszone auf Platz zwölf.

Beim FC Mertingen (mit Oliver Dix, in Weiß) peilt man den Klassenerhalt in der Bezirksliga an.
Bild: Izsó

Der Wunsch, den Ligaerhalt zu schaffen, hat aber nicht nur mit sportlichem Ehrgeiz zu tun. „Wir würden gerne mit fertigem Sportheim in der Bezirksliga spielen, dann sind wir mit unserer Sportstätte bei den Vereinen dort sicher ganz oben mit dabei“, zeigt sich Seitz spürbar stolz auf das Projekt. Anfang September soll zumindest der Kabinentrakt mit Duschen fertig sein, wenngleich sich die Frage stellt, ob man diese dann überhaupt nutzen darf wegen der Hygienevorschriften. Personell muss der FCM den Abgang von André Stengel verkraften. Nur noch sporadisch einsetzbar sind Felix Kling und Moritz Wagner, da beide auch als Co-Trainer beim FC Augsburg tätig sind, Kling bei der zweiten Herrenmannschaft und Wagner bei der U17.

Während die erste Mannschaft des FCM den Klassenerhalt anpeilt, hat die zweite in der B-Klasse Nord höhere Ziele. Das Team steht auf dem ersten Platz der B-Klasse Nord 2, hat aber ein Spiel weniger absolviert als das punktgleiche Team aus Oettingen.

Wörnitzstein: Die Spieler haben sich "nicht gehen lassen"

Beim SV Wörnitzstein-Berg in der Kreisliga Nord trainieren bereits seit mehr als drei Wochen wieder alle drei Mannschaften. Konditionell ist seine Truppe „gut drauf“ lobt Trainer Bernd Taglieber: „Die Spieler haben sich über die Pause nicht gehen lassen und haben von sich aus viel gemacht. Jetzt waren wir vor allem froh, als bekannt wurde, dass wir auch wieder mit Körperkontakt trainieren dürfen.“ Dass die Runde weitergespielt werde, sei in seinem Sinne, sagt Taglieber: „Ich kann das ja nicht beeinflussen, aber mir ist es schon auch lieber, sportlich aufzusteigen und nicht am grünen Tisch.“

Was er aber kritisiere, sei die Ansetzung von Relegationsspielen in den Pfingstferien. Der Trainer erklärt: „Viele, die Familie haben, wollen in der Zeit einfach in den Urlaub fahren und das kann ich voll nachvollziehen.“ Wörnitzstein-Berg steht derzeit punktgleich mit Tabellenprimus Reimlingen auf dem Relegationsplatz zwei, hat jedoch noch ein Spiel weniger absolviert.

SpVgg Riedlingen braucht neuen Trainer

Im Abstiegskampf steckt derzeit die SpVgg Riedlingen. Auf den Relegationsplatz sind es derzeit acht Punkte Rückstand, mit nur zehn Punkten trägt die SpVgg die „Rote Laterne“ in der Kreisliga Nord. In der Winterpause übernahm das Trainerduo Thomas Bartl und Adi Vogel, die das Team vom glücklosen Stefan Ferber geerbt hatten. Bartl berichtet: „Der Plan war, dass wir beide das bis zum Saisonende in dieser Konstellation machen und dann wieder abgeben. Nun wird es aber im August einen neuen Trainer geben, der die bereits gestartete Vorbereitung weiterführen wird.“ So wird aller Voraussicht nach das Trainerduo Bartl/Vogel kein einziges Kreisligaspiel an der Seitenlinie betreuen.

Bei der SpVgg Riedlingen (mit Michael Reichensberger, in Weiß) wird ein neuer Trainer gesucht.
Bild: Izsó

Seit die Corona-Regeln es erlauben, hat das Gespann mit der Mannschaft aber schon das Training begonnen. Auch die zweite Mannschaft sei da bereits teilweise dabei gewesen, sagt Bartl: „Wir haben gleich angefangen und alles über Wettkämpfe aufgezogen, die eben im Rahmen der Vorgaben möglich waren. Es gab Stationen wo zum Beispiel der Ball jongliert werden musste oder bei denen die Spieler als Team aufgestellte Ziele treffen mussten. Das wurde sehr gut angenommen.“ Die Fortsetzung der bereits begonnenen Saison sieht er dennoch etwas kritisch: „Es kommen viele A-Jugend Spieler raus und auch Spieler, die verletzt waren, sind wieder fit. So ist es ja auch bei uns. Ein paar Mannschaften werden definitiv anders auftreten, als sie es vor der Corona-Pause getan haben. Das kann sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil werden.“

Marco Fuchs: Weiterführung des Spielbetriebs ist "ein schwieriges Thema"

Auf Rang acht steht die SpVgg Altisheim-Leitheim auf den ersten Blick im gesicherten Tabellen-Mittelfeld. Allerdings ist der Abstiegsrelegationsplatz, auf dem der BC Schretzheim steht, nur drei Punkte entfernt. Daher ist für Trainer Marco Fuchs und sein Team Vorsicht geboten. Den Neustart in die Runde plane die SpVgg nach derzeitigem Stand aber ohne große Veränderungen, lediglich drei Jugendspieler kämen dazu. Jeweils einmal pro Woche habe das Team unter der Einhaltung der Abstandsregeln trainiert, berichtet Fuchs.

Keine Abgänge gibt es im Kader der SpVgg Altisheim-Leitheim von Trainer Marco Fuchs.
Bild: Izsó

Nun werde die Vorbereitung gezielt begonnen. Dass die Runde weitergespielt werde, sei „ein schwieriges Thema“, bei dem er Verständnis für Kritiker und Befürworter habe, erklärt Fuchs: „Wir nehmen das Ganze so an, wie es gekommen ist. Ich kann durchaus verstehen, wenn das jemand kritisiert. Allerdings ist es richtig, dass am Ende der sportlich faire Wettkampf entscheidet.“

Trainerduo in Donaumünster

Beim SV Donaumünster-Erlingshofen läuft nun die zweite Woche der Trainingsbetrieb unter dem neuen Trainerduo Jürgen Sorg und Achim Schreiber. Im Kader sind zudem vier Jugendspieler, die in den Herrenbereich aufrücken. Mit sechs Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze hat der SVDE dabei noch alle Chancen, um ins Aufstiegsrennen der Kreisliga Nord einzugreifen. Abteilungsleiter Thomas Gerstmeier war zunächst skeptisch, ist mittlerweile aber doch froh, dass die Runde zu Ende gespielt wird: „Am Anfang haben wir einen Abbruch der Saison befürwortet, auch weil es dann im Sommer mit unserem neuen Trainerduo komplett von vorne losgegangen wäre. Dass es nun so weiter geht, hat aber auch große Vorteile.“ So sei für die verbleibenden Partien genügend Zeit vorhanden, um die Runde zu beenden, sagt Gerstmeier.

Er befürworte zudem die Idee mit den Ligapokalspielen, die es „erleichtern, wieder in den Wettkampfmodus zu kommen“. Das sei sowohl für die Teams als für die Zuschauer interessant, schiebt Gerstmeier nach.

Für die zweite Mannschaft des SVDE kann es in der B-Klasse Nord 2 nur besser werden, das Team liegt auf dem letzten Platz hinter der zweiten Mannschaft der SpVgg Altishem-Leitheim.

André Fuchs zurück als Spielertrainer in Feldheim

Mit dem Abstiegskampf bekommt es der SV Feldheim beim Start in die Runde in der Kreisliga Ost zu tun. Derzeit steht das Team von Trainer André Fuchs zwei Zähler vor dem Abstiegsrelegtionsplatz. Mit dem Training hat der SVF schon vor vier Wochen begonnen, berichtet Fuchs: „Wir hatten bis vergangene Woche immer einmal Training, seitdem trainieren wir zweimal. Jeder ist bei der Sache und hat Spaß, besonders seit wir nach den letzten Lockerungen wieder mit mehr Körperkontakt trainieren dürfen.“

Zurück beim SV Feldheim: Spielertrainer André Fuchs.
Bild: Izsó

Das Team ziehe voll mit und habe sich gefreut, endlich wieder auf dem Platz zu stehen, betont der Trainer. Das Vorgehen des Verbandes sehe er positiv, erklärt Fuchs: „Wenn du ab September spielen kannst, haben wir in Bayern schon einen Vorteil. Die Zahlen sind zwar momentan gut, aber es kann eben auch gut sein, dass es in sechs Wochen wieder schlimmer ist.“ Demnach sei man in Bayern weniger unter Druck, weil es genügend Zeit gebe, die aktuelle Runde zu Ende zu bringen, so der Trainer des SVF weiter.

Die Zu- und Abgänge:

SpVgg Altisheim-Leitheim Zugänge: –– Abgänge: ––

SV Donaumünster-Erlingshofen Zugänge: –– Abgänge: ––

SV Feldheim Zugänge: André Fuchs (Trainer, SV Donaumünster-Erlingshofen), René Fuchs (SV Donaumünster-Erlingshofen), Robert Reizig (Oberndorf), Tobias Rebele (eigene Jugend), Christoph Drabek (eigene Jugend), Stephan Nunn (eigene Jugend) Abgänge: ––

FC Mertingen Zugänge: –– Abgänge: André Stengel (SC Tapfheim)

TSV Rain Zugänge Erste Mannschaft: Joseph Königsdorfer (FC Ingolstadt II), Ralf Schröder (VfR Neuburg), Abdel Abou Khalil (VfR Neuburg) Zugänge Zweite Mannschaft: Matthias Kühling (SV Eggelstetten), Johannes Marb (TSV Nördlingen), Jonas Mayr (FC Stätzling), Max Steierl (eigene Jugend), Niklas Schmitt (FC Gundelfingen) Abgänge Erste Mannschaft: Kevin Maschke (FC Staudheim), Marco Zupur (TSV Schwaben Augsburg), Andreas Götz (TSV Gaimersheim) Abgänge Zweite Mannschaft: Robin Spieler (FC Ehekirchen)

SpVgg Riedlingen Zugänge: –– Abgänge: ––

SV Wörnitzstein-Berg Zugänge: –– Abgänge: ––


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