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Fußball-Bayernliga

23.08.2017

„So ist Fußball manchmal“

Überlegen gespielt und dennoch verloren – da mussten die Kicker des TSV 1860 München 2 Rains Marco Friedl (in Rot) ein wenig Trost spenden.
Bild: Gerd Jung

 Viele Chancen kann der TSV Rain gegen den TSV 1860 München 2 nicht in einen Torerfolg ummünzen. Warum der Trainer seinem Team keinen Vorwurf macht.

Rain „So ist Fußball manchmal“, da waren sich Rains Trainer Karl Schreitmüller und Wolfgang Schellenberg, Übungsleiter des TSV 1860 München 2, am Mittwochabend einig. Obwohl die Tillystädter mehr Spielanteile hatten – nicht wie bei der jüngsten 1:4-Niederlage gegen die Münchner im Mai 2016 –, gingen am Ende die kleinen Löwen mit einem Dreier nach Hause. Der Regionalliga-Zwangsabsteiger war zu Gast im Georg-Weber-Stadion und machte den Hausherren dort das Leben nicht gerade leicht. Doch letztendlich hatten die Rainer auch eine Menge Pech, ein Treffer wollte einfach nicht gelingen. „Wir hätten wohl noch eine Stunde spielen können, ohne den Ball im Tor unter zu bringen“, resümierte Schreitmüller nach dem Spiel.

Im Vergleich zur Sonntagspartie gegen Heimstetten kam Marco Friedl für Julian Brandt in die Startelf. Die Gastgeber kamen sehr gut ins Spiel und die Löwen versteckten sich ebenfalls nicht, standen aber tief. Rain hatte einige Chancen, obwohl sich die Hausherren insgesamt schwertaten. In der 8. Minute der erste Torabschluss: Johannes Müller passte auf Marco Friedl, der blieb aber in der engmaschigen Abwehr hängen. Zwei Minuten später scheiterte wiederum Friedl nach einem Pass von Stefan Müller an Torwart Tom Kretzschmar (10.).

Riesenpech hatten die Rainer zwei Minuten später, als ein Kopfball von Michael Krabler an die Latte ging. Die Gastgeber waren nun gut in der Partie. Doch in der 16. Minute kam prompt die kalte Dusche: Ugur Türk legte den Ball quer auf Mohamad Awata und der zog aus knapp 20 Metern ab – unhaltbar für Maschke. Der Rückstand hinterließ wohl Spuren in den Köpfen der Rainer Spieler. Die Löwen standen tief und lauerten auf Konter. Lukas Aigner schlich sich in den Rücken der Rainer Abwehr, scheiterte aus spitzem Winkel allerdings an Torhüter Kevin Maschke. Nach knapp 30 Minuten kam Rain wieder besser ins Spiel. Johannes Müller konnte Kretzschmar nicht überwinden (28.). Wenig später war es wieder der spielende Co-Trainer, der Friedl bediente, doch dessen Schuss wurde zur Ecke abgewehrt. Auch Stefan Müller scheiterte am glänzend haltenden Torwart (36.).

Nach der Pause bauten die Hausherren sofort Druck auf. Marko Cosic hatte eine gute Möglichkeit nach einem Freistoß von Michael Krabler, doch sein Schuss ging übers Tor (56.). Die Zeit lief nun gegen den TSV Rain. Die Mannschaft probierte alles, aber es sollte nicht sein. Trotz mehrerer Chancen wollte der Ball nicht ins Tor. Kurz vor dem Ende dezimierten sich die Gäste. Awata nahm sich bei seiner Auswechslung extra viel Zeit und sah die Gelb-Rote Karte. Doch Rain konnte auch aus der kurzfristigen Überzahl keinen Nutzen ziehen.

„Die Rainer waren klar besser, aber so wie es uns am vergangenen Sonntag erging, so lief es heute für sie“, sagte Löwentrainer Schellenberg. Für sein Team sei der Sieg vor allem in Hinblick auf die Tabellensituation wichtig gewesen. Schreitmüller konnte seiner Elf trotz der Niederlage keinen Vorwurf machen. „Für die vielen Fans, die heute gekommen sind, ist es natürlich schade, dass wir nicht gewonnen haben“, fand er.

TSV Rain Maschke – Flassak (ab 68. Luburic), Triebel, Posselt, Götz (ab 76. Schüler) – J. Müller, Knötzinger – Krabler (ab 59. Brandt), S. Müller, Friedl – Cosic

TSV 1860 München 2 Kretzschmar – Zivkovic, Spitzer, Aigner, Heigl – Braun (ab 55. Tiefenbrunner, ab 88. Gracic), Genkinger, Türk – Gambos (ab 68. Fischer), Awata, Bachschmid

Tore 0:1 Ugur Türk (16.) Gelb-Rot Mohamad Awata (TSV 1860 München 2/83./Unsportlichkeit) Gelbe Karten Knötzinger, Posselt, Luburic – Bachschmid, Awata, Gambos, Gracic Zuschauer 850

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