Ein vermeintlicher Brand in einem verlassenen Anwesen hat am Neujahrstag in Buchdorf für einen größeren Einsatz der Feuerwehr gesorgt.
Gegen 12.15 Uhr, so teilt die Polizei mit, gingen bei der Leitstelle Notrufe ein. Passanten bemerkten, dass aus dem Dachstuhl des Betriebsgebäudes eines ehemaligen Sägewerks, das sich in der Buttergasse südlich von Buchdorf an der Straße nach Hafenreut befindet, Rauch quoll. Mehr als 85 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Buchdorf, Baierfeld, Monheim und Kaisheim sowie Polizei und Rettungsdienst eilten zu dem Anwesen.
Der Schwelbrand bildete sich in einem Sägespäne-Silo in Buchdorf
Nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Alexander Bock, der zusammen mit dem örtlichen Kommandanten Manuel Bader den Einsatz leitete, stellte sich heraus, dass der Brand nicht im Dachstuhl, sondern im Sägespäne-Silo nebenan zu suchen war. Das aus Holz gebaute, marode Silo war glücklicherweise weitgehend leer. In der kleinen Menge Sägespäne, die noch in dem Bunker lag, hatte sich ein Schwelbrand gebildet. Wohl durch den Wind zog der Rauch in das Gebäude, mit dem das Silo verbunden ist.

Nachdem die Kräfte in dem Silo das glimmende Material mit Wasser bespritzt hatten, wurde es ins Freie geschaufelt und vollends abgelöscht. Der Einsatz dauerte laut Bock etwa eine Stunde.
In der Nähe des Anwesens in Buchdorf liegen Feuerwerkskörper
Als Ursache für den Brand kommen der Polizei zufolge Feuerwerkskörper in Betracht. Neben dem Silo lagen noch die Reste einiger Kracher. Ein anderer Auslöser sei schwer vorstellbar, erklärt der Kreisbrandinspektor, denn das Anwesen sei stromlos. Es dürfte kein nennenswerter Sachschaden entstanden sein.
Hinweise auf eine „konkrete Straftat“ liegen der Polizei aktuell nicht vor. Wer Hinweise zu einem Verursacher geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Donauwörth zu melden. Telefon: 0906/706670. (wwi, AZ)
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