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Mering

13.04.2015

26-Jährige stirbt bei Unfall - Zustand ihrer Schwester stabil

Bei diesem Unfall in Mering starb eine 26-Jährige. Ihre 22-jährige Schwester saß am Steuer.
Bild: Polizei

Am vergangenen Mittwoch ist ein Auto mit zwei Schwestern in Mering verunglückt - die 26-Jährige auf dem Beifahrersitz starb. Der Zustand der Fahrerin ist weiterhin stabil.

Nach dem tödlichem Unfall am vergangenen Mittwoch in Mering ermittelt die Polizei weiter die genaue Unfallursache. Momentan wartet die Polizei noch auf das Gutachten, das mehr Informationen zum Unfallhergang geben kann. Der Zustand der Fahrerin soll sich aber nicht verschlechtert haben.

Wohl durch Unachtsamkeit geriet das Auto der Schwestern auf den Seitenstreifen und streifte die Leitplanke. Was genau die Fahrerin ablenkte, weiß die Polizei noch nicht. Im Prinzip könne so etwas jedem passieren, sagen die erfahrenen Beamten. Doch auf der stark befahrenen Straße war dieser eine Augenblick verhängnisvoll. Junge Beifahrerin stirbt bei Unfall zwischen Königsbrunn und Mering

Die 22-jährige Fahrerin steuerte gegen und geriet ins Schleudern. Auf der Gegenfahrbahn prallte der Chevrolet Matiz mit der Beifahrerseite gegen einen Mazda. Die 26-Jährige wurde dabei tödlich verletzt. Die jüngere Schwester erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, die 46-jährige Königbrunnerin, die im anderen Auto saß, kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Trauer um Tote bei Unfall auf Verbindungsstraße

Die Menschen in Mering denken jetzt an die betroffene Familie. „Wir trauern da auch mit“, sagt Pfarrer Thomas Schwartz. „Die Angehörigen erleben gerade das Schlimmste, was einem passieren kann.“ In der Seelsorge hat er immer wieder auch mit plötzlichen Todesfällen zu tun und weiß: „Worte sind jetzt erst mal nicht gefragt. Dafür ist der Schmerz zu groß“.

Doch wer mit den Betroffenen in Kontakt steht, könne trotzdem etwas tun: „Es geht einfach darum, Nähe zu zeigen und da zu sein in dieser Situation, die man nicht verstehen kann.“, sagt er.

Eine Streife aus Friedberg war am Donnerstag zufällig in der Gegend unterwegs und musste dann gleich die schreckliche Nachricht von dem Unfall bei der Familie in Mering überbringen. Die Beamten wurden von einem Kriseninterventionsteam begleitet. „Das ist eine Aufgabe, die bei uns eigentlich jeden einmal trifft“, sagt der stellvertretende Inspektionsleiter Wolfgang Hamann.

Rettungskräfte durch Unfälle auch emotional belastet

Normalerweise bemühen sich jedoch er und Inspektionsleiter Max Baumann als langjährige und erfahrene Polizisten solche schweren Nachrichten selbst zu überbringen. „Jeder Fall ist ein Einzelfall. Darauf kann man sich nicht vorbereiten“, sagt er. Angehörige wollen möglichst schnell und sachlich informiert werden.

„Gut ist es, wenn wir schon Bescheid wissen, wie es passiert ist. Das wollen die Angehörigen immer wissen“, sagt er. Die Begegnung mit dem Tod gehört zu den schweren Seiten seines Berufs.

Und die kennen auch die ehrenamtlichen Rettungskräfte nur zu gut. So war am Donnerstag auch die Meringer Feuerwehr wieder vor Ort. „Zum Glück gab es für uns nicht mehr viel zu tun.“, sagt der zweite Kommandant Andreas Regau.

In den vergangenen zwei Jahren hatten die Rettungskräfte im südlichen Landkreis mit außergewöhnlich vielen schrecklichen Unglücksfällen zu tun. „Viel miteinander darüber reden, das ist das einzige was hilft“, sagt Andreas Regau.

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