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Aichach-Friedberg: Jugendräte stecken in der Sackgasse

Tom Trilges
Kommentar Von Tom Trilges
28.06.2019

Aktuell funktionieren die Jugendparlamente in Aichach-Friedberg und rund um Augsburg nicht gut. Es muss sich grundlegend etwas ändern.

Einen Jugendrat ins Leben rufen und dann alle paar Jahre neu wählen lassen, das funktioniert ganz offensichtlich nicht: In Friedberg tagt das Gremium nicht regelmäßig und ist arg dezimiert. In Mering funktionierte es mit einem Jugendparlament lange gut, aktuell gibt es aber große Probleme bei der Beteiligung. Ried hatte nur kurz eine Vertretung der Jugendlichen.

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Kürzere Wahlperioden für Jugendparlamente denkbar

Zwei Ansätze scheinen möglich: Zum einen die Wahlperioden deutlich verkürzen, sprich jedes Jahr neue Vertreter bestimmen, Sie können dann absehen, ob sie in dem betreffenden Zeitraum genug Freiräume haben um sich einzubringen. So bliebe es bei dem grundsätzlich wünschenswerten Zustand, dass sich ein Gremium regelmäßig und umfassend mit verschiedenen Jugendthemen befasst.

Aber ist so eine ausreichende Beteiligung zu schaffen? Vermutlich nicht. Deshalb könnte der realistischere Weg sein, dass man sich auf einzelne Projekte konzentriert und diese in einer dafür zusammengestellten Gruppe umsetzt. Das kann bei der Schaffung neuer Freizeitmöglichkeiten oder dem Organisieren von Veranstaltungen genauso funktionieren wie bei Konzepten zu Themen wie Umweltschutz.

Aichach-Friedberg: Jugendräte stecken in der Sackgasse

Dasings Bürgermeister spricht gezielt die Jugendlichen an

Die Fokussierung des jugendlichen Engagements auf einzelne Themen wäre gewiss schade. Allerdings wohnt dieser Idee auch die Chance inne, dass endlich echte Durchschlagskraft entsteht. Einen guten Anstoß hat Dasings Bürgermeister Erich Nagl gegeben: Er will zum Thema Ortsentwicklung eine Zukunftswerkstatt ins Leben rufen, in der sich 14- bis 25-Jährige beteiligen können.

Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, lokalpolitische Projekte an Schulen voranzutreiben. Klar ist, dass sich etwas ändern muss, damit die Stimmen junger Menschen durchdringen. Denn die Jugendparlamente stecken momentan in der Sackgasse.

Lesen Sie dazu den Artikel von Tom Trilges: Jugendparlamente haben überall Probleme

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.06.2019

Gut, vielleicht bin ich mit 72 Jahren zu alt um beim Thema Jugendparlament mitzureden! Aber vielleicht sehen diese jungen Leute jetzt schon wie die "angeblich" Erwachsenen mit und in Parlamenten umgehen! Wenn Leute mit einem angeblich hohen IQ immer noch versuchen das Rad neu zu erfinden, - wenn man sieht, wie beim Thema E-Kfz kurzfristig und mit Tunnelblick überlegt und gedacht wird (Werbung: Mieten Sie ein E-Auto für 24 Stunden und haben dabei eine Reichweite von 350 Kilometer - die Restzeit verbrauchen Sie wahrscheinlich mit Laden der Batterie), - wenn beim Thema Klimaproblem eine Möglichkeit verworfen wird und dafür eine andere Möglichkeit - die viel mehr kostet und auch noch viel mehr Energie verbraucht - hervor gehoben wird (aber bitte die Windkraftanlage, die wir dringend brauchen, NICHT in meiner Nähe, und die Fernleitung nicht über unsere Grundstücke und NICHT über - oder unter der Erde), usw. , dann wird wohl vielen Jugendlichen, die für Parlamente geignet wären klar, dass sie da nicht hinein passen! Die Jugend brauchen wir, denn sie ist die Zukunft! Aber das müssen die - Tätigen - Regierenden - Bestimmenden - erst selbst einmal kapieren!
Wie sagte Nina Ruge immen am Ende ihrer Moderation: "Alles wird gut"! Schöne Zeit, Christian Krüger, 86510 Ried, Hörmannsberger Str. 1

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