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Jugend forscht

15.02.2018

Alisa fliegt auf Bienen

Alisa Büschel aus Friedberg nimmt mit einem Projekt zum Thema Bienen an "Jugend forscht" teil.
Bild: Frank Büschel

 Die 17-jährige Friedbergerin lässt die Insekten Duftöle testen - mit spannenden Ergebnissen. Damit nimmt sie am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil.

 Fast ein halbes Jahr lang stand im Garten der Familie Büschel in Friedberg ein Bienenstock. Grund war die Seminararbeit von Alisa Büschel, für die sie Experimente mit Bienen durchführte. Durch die Anfertigung einer wissenschaftlichen Seminararbeit sollen Gymnasiasten für die Universität vorbereitet werden. Ein Thema ohne Praxisbezug kam jedoch für Alisa nicht in Frage. Deshalb entschied sie sich für das Biologie-Seminar „Faszination Biene“ und untersuchte das Verhalten der Insekten. Sie und zwei andere Teilnehmer des Seminars stellen nun ihre Arbeit beim Wettbewerb „ Jugend forscht“ vor.

„Wir haben es uns schlimmer vorgestellt, einen Bienenstock im Garten zu haben, aber man konnte sogar ganz nah daran vorbeilaufen“, erklärt Alisa die anfängliche Skepsis. Letztendlich wurde sie kein einziges Mal gestochen.

Essig nein, Lavendel ja

Zu Beginn untersuchte die Abiturientin des Maria-Ward-Gymnasiums in Augsburg, welche Düfte und Farben die Bienen bevorzugen. Mit Essig, Wein oder Rosengeranienöl konnte sie sie nicht locken. Dafür reagierten die Insekten positiv auf Lavendel- und Rosenblütenöl. Damit wurde dann in den weiteren Untersuchungen gearbeitet.

Von ihrer Seminarleiterin Ulrike Hafner hatte die Schülerin theoretische Möglichkeiten für einen Versuchsaufbau bekommen. Zunächst konditionierte die 17-Jährige die Bienen auf Lavendelöl und anschließend auch auf Rosenblütenöl. Das heißt, mit Hilfe von Zuckerwasser wurden die Bienen trainiert, auf die entsprechenden Öle bevorzugt zu fliegen. Als konditioniert galten die Insekten jedoch erst, als sie auf durchsichtige Schälchen, die mit dem entsprechenden Öl befüllt waren, flogen, und nicht mit Zuckerwasser belohnt wurden. Die konditionierten Bienen wurden farblich markiert.

Unterschied zwischen natürlichem und künstlichem Stoff

Dann wurde das Experiment komplex. Von dem Friedberger Apotheker Hannes Proeller bekam Alisa eine Creme mit natürlichem Rosenblütenöl und eine mit synthetischem Rosenblütenöl. Sie selbst wusste nicht, in welcher Dose die Creme mit dem natürlichen Rosenblütenöl enthalten war, aber die Bienen halfen ihr, es herauszufinden. „Aufgrund dieser Fähigkeit werden Bienen auch zur Sprengstoffsuche und zur Diagnose von Krebs, Tuberkulose und Diabetes eingesetzt“, erklärt die Schülerin. Sie findet es wichtig, dass man sich für den Erhalt der Bienen einsetzt, beispielsweise durch die Stadtimkerei und Blumenstreifen an Feldern.

Für den Wettbewerb hat Alisa Büschel keine Gewinn-Erwartungen, freut sich aber, falls es doch klappen würde. Beruflich zieht es sie in eine ganz andere Richtung. Nach der Schule will sie ein Duales Studium zur Steuerfachangestellten absolvieren.

Jugend forscht

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ findet am 21. und 22. Februar im MAN-Museum Augsburg statt. 

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