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Mering

31.05.2019

Als Bürgermeisterin Merings Ortsgestaltung anpacken

Petra von Thienen tritt als Kandidatin der Grünen für das Bürgermeisteramt in Mering an.
Bild: Gönül Frey

Petra von Thienen kandidiert für die Grünen in Mering. Die 56-jährige Fraktionssprecherin will, dass die Konzepte fürs Zentrum endlich Wirklichkeit werden. Sollte sie die Wahl gewinnen, gibt sie ein Versprechen.

Mering Petra von Thienen hat als Sprecherin für die Grünen-Fraktion im Meringer Marktgemeinderat so manchen Kampf ausgefochten. 2020 will sie als Bürgermeisterkandidatin antreten. Der 56-Jährigen liegt neben Umweltthemen vor allem die Meringer Ortsgestaltung am Herzen.

In gewisser Weise ist Petra von Thienen eine typische Meringerin. Aufgewachsen in Tutzing, lebte sie viele Jahre in München. Doch dann kam das erste von zwei Kindern, die heute 27 und 25 Jahre alt sind. Auf der Suche nach einem bezahlbaren Haus landeten sie und ihr Mann Wolfhard von Thienen schließlich in Mering. Das war 1992. „Deswegen kann ich die jungen Leute, die hierher ziehen, wirklich gut verstehen“, sagt die Grünen-Kandidatin.

Sie ist Diplom-Biologin, arbeitet jedoch seit dem Studium in der IT-Branche. Seit zwölf Jahren ist sie für Fujitsu in München tätig und leitet dort seit vier Jahren ein kleines Marketingteam. Führungserfahrung bringt sie also mit. Was einen guten Bürgermeister ihrer Ansicht nach ausmacht: „Man braucht ein gutes Gefühl für Menschen und muss für alles offen sein“. Außerdem müsse ein Rathauschef gut strukturiert sein – „und das bin ich“, sagt sie selbstbewusst.

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Meringer Kinderhaus war Petra von Thienens erstes Projekt

Im Marktgemeinderat sitzt sie zwar erst seit 2014, engagiert ist sie in Mering jedoch schon sehr lange. Sie kann sich noch gut an ihr erstes großes Projekt erinnern. Mit einer Gruppe anderer Eltern gründete sie das Kinderhaus, das auch heute noch in der Schulstraße auf Basis einer Elterninitiative betrieben wird. Später schufen sie und ihr Mann den Verein „Kinder- und jugendfreundliches Mering“, der eine Weile sehr aktiv war, sich mittlerweile jedoch aufgelöst hat. Geblieben ist aus diesem Lebensabschnitt die Verbindung zu den Meringer Grünen. Die frühere Jugendbeauftragte Marita Rach-Wiegel hatte sie bei der Gelegenheit für die Grünen angeworben.

2009 bis 2014 war Petra von Thienen deren Ortssprecherin. Bereits 2008 kandidierte sie auf einem hinteren Listenplatz für den Gemeinderat, 2014 wurde sie dann ins Gremium gewählt und wurde Fraktionssprecherin der Grünen. „Seitdem kämpfe ich da: mit und für und manchmal auch gegen!“, sagt sie.

Tatsächlich sind es oft die Grünen, die mahnen, kritisieren und sich auch mal gegen populäre Vorhaben aussprechen: Sei es die Ansiedlung von Honold und Kuka im Gewerbepark oder die geplante Tiefgarage unterm Marktplatz. Dafür erntete gerade Petra von Thienen als Fraktionssprecherin immer wieder feindselige Reaktionen. Doch das nimmt sie gelassen: „Ich kannte die Konstellation ja schon. Ich wusste bescheid, wie es so läuft“, sagt sie.

Grünen Kandidatin will Konzepte für Mering endlich umsetzen

Als frustrierend empfindet sie es jedoch, dass trotz Jahren der Planung und vorhandener Konzepte, bezüglich der Innerortsgestaltung und Verkehrsberuhigung noch nichts umgesetzt wurde. Hier müsse endlich etwas voran gehen. „Das wäre als Bürgermeisterin das erste, was ich anpacken würde“.

Dabei müssten ihrer Ansicht nach die Bürger noch viel stärker mit eingebunden werden als bisher: „nicht nur in einer Alibi-Veranstaltung, sondern das muss ein kontinuierlicher Prozess sein“, fordert sie.

Als weitere Ziele nennt sie: den Flächenverbrauch zu bremsen und beim Schutz der Artenvielfalt mit gutem Beispiel voran zu gehen sowie den Rad- und Fußgängerverkehr zu fördern.

Petra von Thienen wünscht sich für Mering außerdem ein Generationen-Wohnprojekt. Vielen bekannt ist sie zudem dadurch, dass sie sich gemeinsam mit ihrem Mann gegen die geplante Augsburger Osttangente engagiert.

Die Liebe zur Natur prägt auch ihre Freizeit. „Ich bin gerne draußen“, erzählt sie. Im Urlaub ging es mit dem Mountainbike durch die Pyrenäen. Und auch bei den Bergtouren des Meringer Alpenvereins kann man sie antreffen. Außerdem liebt die 56-Jährige die Musik, spielt Klavier und hat vor kurzem beim Liederkranz zu singen begonnen.

Ein Neuanfang steht auch politisch in jedem Fall an. Denn der amtierende Bürgermeister Hans-Dieter Kandler möchte nicht mehr antreten. „Ich denke, dass wir im Gemeinderat gut zusammenarbeiten werden, egal wie es ausgeht“, meint Petra von Thienen. Für den Fall des Erfolgs gibt die Grünen-Kandidatin ein Versprechen: „Wenn ich Bürgermeisterin bin, stell ich wieder einen Maibaum auf!“, sagt sie.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Petra von Thienen kandidiert fürs Bürgermeisteramt

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