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Jobbörse Friedberg

03.11.2019

Als Frau in einer Männerdomäne

Viktoria Schmoll liebt es, mit anzupacken bei ihrer Ausbildung zur Naturwerksteinmechanikerin. 
Foto: Sabine Roth

Viktoria Schmoll macht eine Ausbildung zur Naturwerksteinmechanikerin. Die Friedberger Jobbörse, dass es nicht immer der klassische „Frauenberuf“ sein muss.

In der Berufsschule in Eichstätt ist sie die einzige Frau, die diesen Beruf im Moment erlernt. „Ein paar Frauen machen zwar eine Ausbildung, die mit Holz zu tun hat, aber mit Naturstein haben wenige zu tun. Da muss man ganz schön suchen“, sagt Viktoria Schmoll und lacht dabei. Dass es für Frauen auch in den klassischen „Männerberufen“ gute Karrierechancen gibt, davon können sich die Besucher der Friedberger Jobbörse am Samstag, 16. November, überzeugen.

Ihre Ausbildungszeit konnte Viktoria Schmoll auf zwei Jahre verkürzen, weil sie bereits eine Lehre zur Hauswirtschaftsgehilfin abgeschlossen hat. Das Geschäft mit den edlen Steinen bei der Firma Endter in Derching ist ihr schon seit zwei Jahren vertraut. Denn bei ihrem Ausbildungsbetrieb hat sich die 23-Jährige um das Projektmanagement, den Vertrieb und den Service mit Keramik gekümmert.

Sie will greifen und spüren

Doch die Meisterstücke der besonderen Art aus hochwertigem Marmor und Naturstein wollte sie nun auch mehr greifen und spüren. Und besondere Projekte selbst am Computer planen. Deshalb hat sie sich für diese zusätzliche Ausbildung entschieden. Bis jetzt gefällt es ihr sehr gut. Die Arbeit vor Ort beim Kunden ist vielseitig, das macht ihr Spaß. „Die Arbeit im Büro ist nicht so meines, ich will ein Ergebnis sehen und etwas schaffen“, sagt Schmoll.

In ihrem Ausbildungsberuf muss sie nun die Projekte mit umsetzen. Das sei schon etwas ganz anderes als nur im Büro zu sitzen, sagt sie. Zu schwer sind ihr die Platten aus Naturstein nicht. „Bis zu 80 Kilogramm kann ich noch alleine tragen. Beim Ausladen muss man immer selbst mit anpacken“, lacht die große blonde Frau.

Ihr Arbeitsplatz ist unter anderem auf Baustellen, in Privathäusern und auf Friedhöfen. Überall dort, wo Natursteine eingesetzt werden. Sie macht Treppen, Böden, Platten für Küchen und Grabsteine. In der Ausbildung lernt sie auch, die Maschinen zu programmieren, um die Steine auf das richtige Maß zuschneiden zu können. Hier liegt auch der Schwerpunkt in ihrer Ausbildung.

Guter Draht zu den Kollegen

Zudem müsse sie teamfähig sein und sich mit dem Computer gut auskennen. Mit ihren männlichen Kollegen kommt sie sehr gut klar. Sie kennt die meisten schon, seit sie bei Endter Naturstein arbeitet. Jetzt kann sie ihren Traum leben, Dinge selbst zu schaffen und zu verwirklichen.

Die Friedberger Jobbörse wird veranstaltet von der Industrie- und Handelskammer, der Stadt Friedberg und der Friedberger Allgemeinen. Sie findet am Samstag, 16. November, von 9 bis 13 Uhr in der Max-Kreitmayr-Halle in Friedberg statt. Der Eintritt ist frei.

Lesen Sie hier mehr zur Friedberger Jobbörse Selbst im Traumberuf gibt es noch freie Stellen

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